Ein besonderer Volkstrauertag 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bürgerinnen und Bürger, am Sonntag, dem 15. November, war Volkstrauertag. In vielerlei Hinsicht ein in diesem Jahr ganz besonderer. Vor genau 100 Jahren wurde der Volkstrauertag, der damals noch „Heldengedenktag“ hieß, eingeführt. Er sollte uns an die vielen Menschen erinnern, die im ersten Weltkrieg in den Jahren 1914 – 1918 ihr Leben gelassen haben. Damals ahnte niemand, dass nicht einmal 20 Jahre später der Zweite Weltkrieg beginnen sollte. Ein verheerender Krieg, an dem mehr als 60 Staaten auf der ganzen Erde direkt oder indirekt beteiligt waren. 110 Millionen Menschen wurden bewaffnet, mehr als 60 Millionen Menschen zu Lande, auf See und im Luftkrieg getötet. Das Ende dieses schrecklichen von Holocaust und Massenmorden geprägten Krieges erfolgte mit der bedingungslosen Kapitulation am 08. Mai 1945, also vor 75 Jahren. Aus Anlass dieses besonderen Jahrestages ist auf Einladung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier Seine Königliche Hoheit, der Prinz von Wales, gemeinsam mit seiner Ehefrau am Volkstrauertag nach Deutschland gekommen, um die Tiefe der Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien zu unterstreichen und damit den Wert einer gemeinsamen Zukunft in Frieden. Es erfülle ihn mit großem Stolz, so der Prinz, dass er diese starken Bande in einem denkwürdigen Jahr erneuern dürfe, 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, nach 75 Jahren in Frieden und Freundschaft.

Der Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan machte dies in bemerkenswerter Weise in seiner Begrüßungsrede mit Blick auf die Briten deutlich, in dem er sagte:
„Sie waren als Sieger gekommen und sind als Freunde geblieben.“
Dies erklärt einmal mehr, woran uns der Volkstrauertag Jahr für Jahr erinnern soll: an die Versöhnung über den Gräbern. Und daran, dass diese schwierige Aufgabe von jedem Einzelnen von uns immer wieder aufs Neue zu schultern ist, damit Spaltungen überwunden und Kriege – gleich welcher Art – vermieden werden können. Besonders in diesem Jahr ist, dass der Bundespräsident das Totengedenken ergänzt hat, in dem wir zukünftig auch der Menschen gedenken, die bei uns durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind. Opfer von Terrorismus und Extremismus, Antisemitismus und Rassismus.

Besonders in diesem Jahr ist es aber auch, dass wir den Volkstrauertag in Pandemie-Zeiten erleben müssen, die ein Zusammentreffen unserer Vereine, der Kirchen, der Politik und der Verwaltung und Ihnen, liebe Eilendorferinnen und Eilendorfer, leider nicht möglich gemacht hat.
Gemeinsam mit den neuen stellvertretenden Bezirksbürgermeisterinnen Astrid Vogelheim und Fabia Kehren sowie unserem Bezirksamtsleiter Martin Freude ist – mit dem nötigen räumlichen Abstand – die Kranzniederlegung erfolgt und stellvertretend für Sie haben wir die Kriegsgräber mit weißen Rosen geschmückt.
Ich bedanke mich ausdrücklich bei Allen, die diese besondere Art, den Volkstrauertag zu begehen, ermöglicht haben, bei den Kolleginnen und Kollegen der Bezirksvertretung Eilendorf sowie dem Aachener Stadtbetrieb, der dafür gesorgt hat, dass am Sonntagmorgen alle Lichter an den Gräbern entzündet worden sind.

Und bei Peter Quadflieg, der in Gedanken das Gebet über den Gräbern aus der Entfernung gesprochen hat.
Und ich bedanke mich bei Ihnen allen für Ihr Verständnis. Ich bin mir ganz sicher, dass der Gedanke des Volkstrauertages in Ihren Herzen immer seinen ebenso besonderen Platz hat.
Die Versöhnung über den Gräbern besteht nicht nur aus einem Grundstein. Sie ist ein Mauerwerk, dass es immer wieder weiter aufzubauen gilt. Und besonders dann gefestigt werden muss, wenn auch nur die kleinste Instabilität erkennbar wird.
Nur so können wir unseren Kindern und Enkelkindern eine Zukunft in Gerechtigkeit und Frieden, in Freiheit und Toleranz ermöglichen.
Herzlichst Ihre Elke Eschweiler

Bürgermeisterinnen

Nach den Kommunalwahlen im September fanden am 11. November 2020 in den Bezirken die konstituierenden Sitzungen der neuen Bezirksvertretungen statt.

In Eilendorf konnte die CDU wieder die meisten Stimmen für sich gewinnen, allerdings reichte es diesmal nicht mehr für eine Koalition mit der FDP. Im Vorfeld konnten sich die Fraktionen der CDU, FDP, der Grünen und der SPD mehrheitlich auf eine Liste der Kandidatinnen für das Bezirksbürgermeisteramt und der Stellvertreterinnen einigen. Somit stand Elke Eschweiler von der CDU wieder als Bezirksbürgermeisterin zur Wahl. Als erste Stellvertreterin stellte sich Astrid Vogelheim von den Grünen und als zweite Stellvertreterin Fabia Kehren von der SPD zur Wahl.

Bevor die Bezirksvertretung zu den Wahlen schritt, eröffnete der Altersvorsitzende Rolf Schäfer die Sitzung. Er begrüßte zunächst alte und neue Mitglieder in der Bezirksvertretung und danke auch allen ausgeschiedenen Mitgliedern für die gemeinsamen guten Jahre. Als neue Schriftführer wurden Marc Delzepich, Elke Schartmann erste Stellvertreterin und Martin Freude zweiter Stellvertreter, von der Bezirksvertretung bestellt.
Anschließend rief Rolf Schäfer coronabedingt jedes einzelne Mitglied der Bezirksvertretung zur Wahlurne und nach Auszählung der Stimmen wurde Elke Eschweiler in ihrem Amt als Eilendorfer Bezirksbürgermeisterin bestätigt. Auch die beiden Stellvertreterinnen Astrid Vogelheim und Fabia Kehren wurden von der Mehrheit in ihre neuen Ämter gewählt.

Nach der Vereidigung von Astrid Vogelheim und Fabia Kehren übernahm Elke Eschweiler wieder den Vorsitz der Bezirksvertretung. „Ich sehe in viele neue Gesichter und leider kann wohl die alte Tradition, ehemalige Mitglieder auf dem Neujahrsempfang zu verabschieden, diesmal so nicht so stattfinden. Ich freue mich sehr auf die Damenrunde und so wie Fabia Kehren, bin ich auch beim dritten Mal noch aufgeregt,“ so Elke Eschweiler nach ihrer Wahl zur Bezirksbürgermeisterin.

Mit der Vereidigung der weiteren neuen Mitglieder Stephan Ballatré (CDU), Silke Bergs (Grünen) und Elke Bohrer (FDP) war der aufregende Teil der Sitzung abgeschlossen und die neue Bezirksvertretung nahm ihre Arbeit auf.

Radentscheid

Im November 2019 wurden die Ziele des Radentscheids im Rat der Stadt Aachen beschlossen und in diesem Zusammenhang startete die Stadt Aachen im Frühjahr 2020 auf dem Meldeportal „Radbügel für Aachen“ eine Bürgerumfrage. Hier konnten alle Aachener eingeben, an welchen Orten sie sich Radbügel wünschen. Kai Mohnen, von der Stadtverwaltung, stellte in der Novembersitzung der Eilendorfer Bezirksvertretung die Auswertung, der eingegangenen Meldungen und die geplanten Radbügel für Eilendorf vor. Von den nun acht geplanten Stellen für neue Radbügel, sind Sieben von Bürgern im Meldeportal eingegangen. Danach dürfen sich die Eilendorfer über neue Radbügel am Nirmer Tunnel/Kehrbrückstraße, an der Von-Coels-Straße Richtung Berliner Ring/vor dem Ärztehaus, auf dem Heinrich-Thomas-Platz, am Severinusplatz/Moritz-Braun-Straße, am Severiunusplatz/Steinstraße, Hansmannstraße 96 und Hansmannstraße/Karlstraße und auf der Haarhofstraße. Auf der Ecke Nirmer Straße/Hahnweg hat die Unfallkommission noch zusätzlich die Errichtung von Fahrradbügeln eingebracht. Die Eilendorfer Bezirksvertretung gab der Stadtverwaltung an der ein oder anderen Stelle noch Hinweise zur besseren Positionierung der Radbügel mit auf den Weg und die Eilendorfer dürfen sich über eine schnelle Umsetzung dieser Maßnahme freuen.
Mit dem Endausbau der Urbanstraße steht in der nächsten Zeit eine größere Baumaßnahme an. Hierzu legte Kai Mohnen der Bezirksvertretung zwei mögliche Ausbauvarianten vor. Die erste Variante wäre der Ausbau der Urbanstraße im „Trennprinzip“, das heißt Fahrbahn und Gehweg sind separat angelegt, so wie es auch der bestehende bereits Endausgebaute Straßenraum vorgibt. Eine Alternative dazu ist eine „Mischverkehrsfläche“ als verkehrsberuhigter Bereich. Eine Entscheidung für eine der beiden Varianten wollte die Bezirksvertretung im November noch nicht treffen. Sie möchte zunächst einen Workshop mit Bürgerbeteiligung abwarten. Dieser könnte Anfang des Jahres, wenn Corona es zulässt, stattfinden und wäre damit noch zeitig genug, um Wünsche der Bürger in den weiteren Planungen der Stadt Aachen zu berücksichtigen.