In den letzten Jahren wurde die Montessori-Grundschule und das Kinderhaus mehr als einmal mit Hiobsbotschaften seitens der Stadt Aachen und der Schulentwicklungsplaner konfrontiert. Doch die Eilendorfer Bezirksvertretung und die Schule sind nicht von ihrem Wunsch abgerückt, an der Kaiserstraße das Montessori Zentrum auszubauen.
Jetzt können alle aufatmen, denn Claudia Bossler vom Gebäudemanagement der Stadt stellte in der Junisitzung der Bezirksvertretung die Pläne für ein Montessori Lernzentrum an der Kaiserstraße vor. Erste Pläne für das dringend sanierungsbedürftige Schulgebäude wurden in einem Workshop im Frühjahr 2017 gemeinsam mit der Schulleitung, Vertretern der OGS, der Kita und dem Fachbereich 45 erarbeitet. „Hier wurde der Wunsch nach einem nachhaltigen, wirtschaftlichen Gebäude festgestellt, das auf multifunktionale Raumnutzung ausgelegt ist und eine zukunftsorientierte Bildungslandschaft bietet.“ Zu diesem Zeitpunkt war auch die Prüfung des Gebäudes abgeschlossen. Dabei ergab sich, dass der sogenannte Zwischenbau, den der Altbau und die derzeitigen Räume der Grundschule verbindet, wegen seines besonders schlechten Zustandes abgerissen werden muss.
An dieser Stelle wir ein neuer Mittelteil entstehen, der als „multifunktionale Mitte“ von Kita und Schule mit gemeinsamem Eingangsbereich, Versammlungsraum, einer Mensa und Therapieräumen genutzt werden soll. Diese Mehrzweckhalle könnte möglicherweise auch für außerschulische Veranstaltungen der Eilendorfer genutzt werden. Der zweizügigen Grundschule werden nach dem Umbau 1.700 Quadratmeter zur Verfügung stehen und ein erstes Raumkonzept der Workshop-Beteiligten ergab, dass die offene Ganztagsbetreuung im Erdgeschoss untergebracht wird und die Unterrichtsräume, Verwaltung- und Schulleiterbüros ins Obergeschoss ziehen. Auch dem wachsenden Bedarf an Kindergartenplätzen in Eilendorf, der vor Monaten schon Thema in der Bezirksvertretung war, wurde die Stadt mit dem Ausbau der Kita auf 680 Quadratmeter und fünf Gruppen gerecht. Beide Turnhallen sollen erhalten bleiben, dagegen werden die Pavillons an der Seite Karlstraße abgerissen. Auch wenn der gerade erst für die Flüchtlinge renovierte Gebäudeteil nicht als Schul- oder Kitaraum eingeplant ist, ist es der Wunsch aller Eilendorfer Politiker, diesen Teil für mögliche andere Nutzung in Zukunft zu erhalten.
Für die Zeit des Umbaus wäre ein Umzug der Montessori Grundschule in die Räume der ehemaligen Grundschule Barbarastraße vorgesehen. Doch zunächst müssen die Vorschläge aus dem Workshop durch die städtischen Planer ausgearbeitet werden. Sollte dies wie vorgesehen ablaufen, können die Arbeiten 2019 oder 2020 starten.
Heimat erforschen, Heimat erleben und Heimat mit zu gestalten hat sich der Eilendorfer Heimatverein schon seit 1983 zur Aufgabe gemacht. Seither hat der Verein viel aufgebaut. Das Archiv in der Weißen Schule am Kirchplatz birgt historische und zeitgeschichtliche Dokumente, Bilder und Quellen aus 779 Jahren Eilendorf. Aber nicht nur die Vergangenheit liegt dem Heimatverein am Herzen, auch in die Zukunft hat der Verein schon viel investiert. Ganz aktuell ist zum Beispiel das Wissen über das ursprüngliche Umfeld des Eilendorfer Bahnhofs gefragt. Mit den Umbauplanungen der Stadt Aachen und der Deutschen Bahn kommen Fragen über Besonderheiten des Gebietes auf und diese werden an den Heimatverein herangetragen. Dies ist nur ein Aufgabenfeld, das sich mit Geschichte und Zukunft zugleich beschäftigt. Helmuth Kind, Vorsitzender des Heimatvereins, erinnert sich in diesem Zusammenhang immer gerne an den Ausspruch seines Fahrlehrers: „Immer in den Rückspiegel gucken, bevor man weiterfährt.
Gut erholt geht der 3. Eiendorfer Orgelsommer nach den Ferien weiter. Mit einem Bachkonzert und den niederländischen Organisten Kee van Eersel startet das Musikevent in die zweite Halbzeit. Am 1. September 2017 um 20 Uhr öffnet die Pfarrkirche St. Severin wieder ihre Pforten für Orgelbegeisterte und diejenigen, die es noch werden wollen. Kees van Eersel studierte Orgel, Klavier, Kirchenmusik und Chorleitung am Konservatorium in Rotterdam, in Utrecht und an der Schola Cantorum Paris. Er errang 1969 bei Jean Langlais den Prix de Virtuosité, 1971 den Prix d´Excellence in den Niederlanden und Preise bei vielen weiteren Orgelwettbewerben. Seit 1974 ist Kees van Eersel Kirchenmusikdirektor an der Großen Maria-Magdalena-Kirche in Goes. Außerdem ist er Glockenspieler und Leiter des Zeeuws VokaalEnsemble. Neben seiner Konzerttätigkeit in den Niederlanden und im europäischen Ausland arbeitet er als Lehrer und Komponist. Weitere drei Orgelkonzerte im Rahmen des 3. Eilendorfer Orgelsommers finden am 8. und 24. September an St. Severin und am 15. Septemberan St. Fronleichnam statt. Zu allen Konzerten ist der Eintritt frei! Der Förderverein für Kultur und Musik an St. Severin freut sich über zahlreiche Besucher.