Met Pläsier en Hazz schnack zu d´r Radentscheid

Wer auf der Suche nach feinen Delikatessen ist, der findet sie hier: Im „Pläsierchen“ der Eilendorfer Unternehmerin Doris Koerfer. Doch seit einigen Wochen findet man noch etwas ganz Anderes im Feinkostgeschäft an der von-Coels-Straße. Ein buntes Plakat zeigt draußen an: Hier ist eine „Sammelstelle Radentscheid Aachen“ – im Inneren kann man sich dann über das Bürgerbegehren für sicheren Radverkehr in Aachen informieren und auch direkt unterschreiben. Seit dem 11. Mai sammelt die Bürgerinitiative des Radentscheids Unterschriften, um ihre Forderungen z.B. nach dem sicheren Ausbau von Kreuzungen und Kreisverkehren, baulich getrennten Radwegen an großen Straßen, einem durchgängigen Radwegenetz oder mehr und geschützten Abstellplätzen für Fahrräder in den Aachener Stadtrat einzubringen. Mindestens 8.000 Unterschriften werden dafür benötigt von Menschen, die ihren Erstwohnsitz in der Kaiserstadt haben, über 16 Jahre alt sind und eine EU-Bürgerschaft besitzen.

Die Unterschriftensammlung läuft auf Hochtouren in allen Bezirken – etwa bei Veranstaltungen wie dem Eilendorfer Bürgerfest, aber eben auch über nahezu 300 Sammelstellen in Geschäften wie dem von Doris Koerfer (https://radentscheid-aachen.de/unterschreiben/#sammelstellen). Warum die 50jährige Geschäftsfrau sich an der Aktion beteiligt? „Ganz einfach, es passt zu meiner Unternehmensphilosophie: Ich möchte meinen Kunden in der heute so schnelllebigen Zeit einen ruhigen Ort bieten, wo sie stöbern und auch schon vorab durchprobieren und genießen können. Bei mir kann man sich austauschen und ich gehe gerne auf Kundenwünsche ein. Ich möchte aber auch, dass die Menschen auf sicheren und kurzen Wegen entspannt zu mir kommen können und ebenso sicher mit ihren „Schätzen“, die sie bei mir erstehen, wieder nach Hause finden.“

Eilendorf ächzt unter viel Autoverkehr, die von-Coels-Straße ist das beste Beispiel dafür: „Durch die Lage meines Geschäftes bekomme ich einiges von der Verkehrssituation mit: Es wird immer voller, hektischer und ungeduldiger auf der Straße. Leute drängeln und hupen bereits, wenn das Einparken nicht schnell genug geht. Würden mehr Menschen zumindest hin und wieder das Auto stehen lassen und auf das Rad umsteigen, so würde auch die Situation auf unseren Straßen entspannter. Dafür braucht es aber sichere und gut ausgebaute Radwege“, so Doris Koerfer, die selbst mit der Anschaffung eines eBikes liebäugelt. „Eilendorf könnte noch deutlich attraktiver werden, wenn die Ziele des Radentscheids umgesetzt würden und es gute Alternativen gäbe, um das Auto auch mal stehen zu lassen“, ist sie überzeugt. Dann, so glaubt sie und viele weitere Unterstützer aus dem Aachener Einzelhandel, wird man schnell merken, dass das Einkaufen per Rad „völl Pläsier“ ist.

Die Unterschriftensammlung läuft bis Ende Juli bereits sehr erfolgreich, über 27.000 Unterschriften von Aachener Bürgerinnen und Bürgern sind schon gesammelt, benötigt werden nur rund 8.000. Viele Eilendorfer haben sich beteiligt, über noch mehr Unterschriften aus dem Postleitzahlbereich Eilendorf würden sich die Organisatoren sehr freuen!

www.radentscheid-aachen.de

Relindis Becker

Eilendorfer Therapienetzwerk

Gemeinsam mit der Praxis für Logopädie – Logopädicum Aachen hat die Eilendorfer Ergotherapie Praxis LeLa das „Eilendorfer Therapeutennetzwerk“ gegründet. Damit wollen beide Praxen eine optimale Patientenversorgung vor Ort gewährleisten. Patienten genießen durch das Netzwerk den Vorteil in beiden Praxen behandelt werden zu können. Sie profitieren vom interdisziplinären Austausch aller Therapeuten und die dadurch möglichen aufeinander abgestimmten Therapieziele, Behandlungspläne sowie individuell zugeschnittenen Termine. Dies kann gerade für Patienten, die frisch aus einer Reha kommen und im Anschluss ambulant mehrere Therapien fortführen sollen, sehr interessant sein.
Des Weiteren bietet das „Eilendorfer Therapeutennetzwerk“ auch die Möglichkeit der fachübergreifenden Zusammenarbeit mit Institutionen, wie Informationsveranstaltungen für Kitas, Seniorenheime oder Ähnliches.
Langfristig sind die Praxis für Logopädie – Logopädicum Aachen und LeLa Praxis für Ergotherapie noch auf der Suche nach einem Eilendorfer Physiotherapeuten, der in die Kooperation mit einsteigen möchte, um alle Heilmittelbereiche abdecken zu können. Miriam Leventic und Kristin Laschke, Inhaberinnen der LeLa Praxis für Ergotherapie, stützen ihre Arbeit auf den Einsatz ergotherapeutischer Konzepte und Modelle. Ihr Team aus erfahrenen Mitarbeitern hat sich durch umfangreiche Fortbildung in unterschiedlichen Bereichen spezialisiert, sodass sie eine bestmögliche Behandlung ermöglichen können. Mit dem „Eilendorfer Therapeutennetzwerk“ werden die eigenen Kompetenzen mit denen anderer Therapeuten zum Wohle der Patienten erweitert.

LeLa Praxis für Ergotherapie Miriam Leventic & Kristin Laschke
Von-Coels-Str. 214 52080 Aachen / Eilendorf
Termine nach Vereinbarung Rufen Sie einfach an: 0241 – 43566755

Neues aus der Eilendorfer Bezirksvertretung

Das erste Halbjahr 2019 ist für die Eilendorfer Bezirksvertretung vorbei. In der öffentlichen Sitzung Ende Mai legte die Bezirksvertretung die Vergabe der bezirklichen Verfügungsmittel und Investitionsmittel, mit welchen Vereine, Institutionen und besondere Events finanziell unterstützt wurden, vor. 2019 stehen dem Eilendorfer Bezirk Verfügungsmittel über 15.900 Euro zur freien Verfügung. Mit einem Beschluss von 2013 werden die AWO, das Erzählcafé und die Bücherinsel, ohne besonderen Antrag, bis auf Weiteres jährlich mit 1000 Euro unterstützt. Die IG Vereine erhalten für die Organisation diverser Events im Stadtteil 2000 Euro jährlich als Grundförderung zugesprochen und die Kosten für den Volkstrauertag von 275 Euro wurden ebenso im Vorfeld einkalkuliert. Darüber hinaus wurden Anträge, die bis Ende März bei der Bezirksvertretung eingereicht wurden, in einem interfraktionellen Gespräch diskutiert und folgende finanzielle Unterstützung bekannt gegeben:
Der IVE wurde für sein 150jähriges Vereinsjubiläum und den geplanten Feierlichkeiten mit 1500 Euro und für das Jubiläumskonzert im Herbst nochmal mit 1000 Euro berücksichtigt, Musik und Kultur an St. Severin bekam für Konzerte in St. Severin 500 Euro finanzielle Unterstützung, der Jugendförderung der St. Sebastianus Schützen kamen 1225 Euro zugute, das Jugend- Schulturnier der DJK Arminia Eilendorf an Fronleichnam erhielt 500 Euro, für das Zirkusprojekt an der Montessori Grundschule erhielt der Förderverein der Schule 1500 Euro und für Brauchtumspflege, 30jähriges Jubiläum, erhielt die Karnevalsgruppe Grümmer 500 Euro. Außerdem wurde die evangelische Bildungsstätte mit 900 Euro für Deutsch und Mathematik Förderung für Kinder, die Probleme mit der deutschen Sprache haben, bedacht. Das Angebot läuft teilweise über Gelder aus Bildung und Teilhabe, aber die Förderung soll allen Eilendorfer Kindern helfen, nicht nur Flüchtlingskindern oder Kindern mit Migrationshintergrund. Jeden Mittwoch geben Lehramtsanwärterinnen von 14 Uhr bis 16 Uhr Unterricht im Pfarrheim St. Severin. Nach allen Abzügen stehen für 2019 den Eilendorfern noch 3000 Euro zu Verfügung. Bis zum 31. September 2019 können noch Anträge eingereicht werden.
Über die 70.000 Euro Investitionsmittel wurde wie folgt von der Bezirksvertretung entschieden: Für die Anschaffung eines Jugendkarts erhielt der MSC Eilendorf 3.000 Euro, die Nirmer Narrenzunft für Tanzkostüme der Kindertanzgruppe 500 Euro, der Pfadfinderhof neben Geldern aus anderen Fördertöpfen 10.000 Euro für Brandschutzmaßnahmen und damit einhergehenden Umbauten und die Zukunftswerkstatt wird mit 1.000 Euro für den Geschäftsaufwand und mit 2.500 Euro Investitionsausgaben unterstützt. Dabei werden die 2.500 Euro Investitionsgelder für eine Mobile Bühne, die Vereinen und Institutionen zur Verfügung gestellt werden sollen, vorerst nur hinterlegt. Die Kommune hat bereits auf Begehren der Eilendorfer Vereine und Institutionen einen Antrag zur Förderung beim Land gestellt. Sollte dieser genehmigt werden, würden aus dem Heimatförderungsprogramm des Landes 50 Prozent der Kosten übernommen werden, 10 Prozent sind Eigenanteil der Stadt, die schon vorgestreckten 2.500 Euro, und am Ende beteiligt sich die Bezirksvertretung noch mit 40 Prozent an den Kosten. Ein weiterer Posten bei den Investitionsausgaben sind 12.500 Euro Eigenanteil für die Velo City Station auf dem Heinrich-Thomas-Platz. Auch hier beteiligt sich die Landesförderung mit 50 Prozent, also ebenfalls 12.500 Euro.
Im nichtöffentlichen Teil der Mai Sitzung wurde über den Bebauungsplan Von-Coels-Straße/Auf Trimpersfeld berichtet. Im August werden die Pläne nun der Öffentlichkeit vorgelegt.
Für das Plangebiet soll ein Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren als Bebauungsplan der Innenentwicklung gem. § 13 a Abs. 1 BauGB ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB aufgestellt werden. Zur Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Ziele und Zwecke sowie die voraussichtlichen Auswirkungen ist die Planung in der Zeit vom 19. August bis zum 20. September 2019 montags bis freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr, mittwochs zusätzlich von 14 Uhr bis 17.30 Uhr im Bezirksamt Eilendorf zu jedermanns Einsichtnahme ausgestellt.
Die öffentliche Anhörung der Bürger, hier gibt es die Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung, findet am 29. August von 18 bis 19 Uhr im Sitzungssaal des Bezirksamtes Eilendorf statt. Äußerungen zur Planung können bis zum 20. September, Ende der Ausstellung, erfolgen. Informationen zu diesem Verfahren können ab dem Zeitpunkt der Beteiligung auch unter „www.aachen.de/bauleitplanung“ abgerufen werden.