Onkel und Neffe als Geschäftspartner

Das sind die Köpfe hinter dem neuen Top Phone Shop in Eilendorf! Während sich viele 27-Jährige nur mühsam zwischen dem zweiten Studium, dem nächsten un(ter)bezahlten Praktikum oder dem Mediationsworkshop auf Bali entscheiden können, darf sich Dominik Reuter bereits Geschäftsführer nennen. Er und sein Onkel Ralf Zaubitzer sind die beiden Köpfe hinter dem neuen Mobilfunk und Telekommunikations Shop „Top Phone“ in Eilendorf. Ralf Zaubitzer bürgt als stiller Teilhaber für den Erfolg seines Neffen. Onkel und Neffe und Geschäftspartner – kann das funktionieren? Wir haben die beiden in Eilendorf besucht und selbst gefragt.

Hallo Ralf, hallo Dominik! Erzählt mal: Wie kam es zu dem neuen Shop in Eilendorf?

Dominik: Mein Onkel war tatsächlich der Stein des Anstoßes. Ich hatte bereits meine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolviert und war schon ein paar Jahre im Vertrieb tätig. Telekommunikation war schon immer mein Ding und so wurde ich auch auf NetAachen aufmerksam. Über meinen Kontakt zu Timo Schmidt (NetAachen Vertrieb) stand ich schließlich vor der Möglichkeit, einen eigenen Shop zu eröffnen. Mein Onkel hat mich von Anfang an ermutigt, das durchzuziehen. Er unterstützt mich als stiller Teilhaber, ich leite das operative Geschäft. Eine perfekte Symbiose! Aber auch mein Opa hat mich immer ermutigt und gesagt: „Mach das, was dich glücklich macht!“ Er ist leider 2003 verstorben.

Ralf: Ich bin seit 32 Jahren in Eilendorf als Vermögensberater tätig. Auch ich habe mich damals bereits im Alter von 26 Jahren selbstständig gemacht und es bis heute keinen einzigen Tag bereut. Allerdings hatte ich damals die finanzielle Sicherheit, da ich vorher einige Jahre in der Bundeswehr gedient habe. Diese Sicherheit möchte ich jetzt Dominik geben.

Ist es eine Herausforderung, innerhalb der Familie eine Geschäftsbeziehung zu führen?

Ralf: Nein, überhaupt nicht. Dominik nimmt jeden meiner Tipps an und arbeitet sehr vertraut mit mir zusammen. Das läuft alles total entspannt. Und dadurch, dass wir uns sowieso regelmäßig sehen und alles Wesentliche übereinander wissen, können wir uns umso besser aufeinander verlassen.

Dominik: Und wir können geschäftliche und familiäre Themen sehr gut trennen. Ich denke, auch das ist wichtig.

Wie läuft denn der Shop bisher? Was sind eure Wünsche für die Zukunft?

Dominik: Der Shop läuft bisher prima. Wir haben uns natürlich bewusst für den Standort Eilendorf entschieden, weil wir hier wenig Konkurrenz haben. Da hat die strategische Erfahrung meines Onkels natürlich auch eine große Rolle gespielt. Aber auch das wird voraussichtlich nicht immer so bleiben. Meine Aufgabe wird es sein, Tag für Tag den Kundinnen und Kunden zu zeigen: NetAachen ist und bleibt DER zuverlässige Ansprechpartner für Telekommunikationslösungen in der Nachbarschaft.

Ralf: Ich wünsche mir einfach, dass der Shop mit den Jahren immer größer wird. Nicht nur, weil ich selbst als Teilhaber mit drin hänge, sondern vor allem, weil ich meinem Neffen den Erfolg sehr gönne. Er hat von Anfang an enorm viel Ehrgeiz und Fleiß bewiesen, wurde mehrfach ausgezeichnet in seiner Ausbildung. Dominik weiß ganz genau, was er will. Er ist ein Macher. Das schätze ich sehr.

Wir sind neugierig. Was sind für dich als Geschäfts- und Verkaufsprofi die ultimativen Tipps für beruflichen Erfolg?

Ralf: Bei allem, was man macht, sowohl privat als auch geschäftlich, sollte man stets korrekt und ehrlich sein. Das ist für mich das wichtigste. Nur so baut man Vertrauen zu seinen Kunden auf. Man sollte sich immer fragen: Was brauchen meine Kunden? Was kann ich meinen Kunden anbieten? Manchmal macht es durchaus mehr Sinn, in Vorleistung zu treten oder eine kleine Dienstleistung umsonst anzubieten. Du weißt dann: Wenn meine Leistung und mein Produkt gut ist, dann kommt der Kunde wieder. Nur so geht´s.

Dominik, du bist bereits Vater von zwei Kindern. Wie sieht es da aus – hättest du gerne, dass auch deine Sprösslinge in das Familiengeschäft einsteigen?

Dominik (lacht): Nein, ich bin der Letzte, der da in irgendeine Richtung etwas vorgibt. Meine Kinder sollen glücklich sein, alles andere ist mir egal. Ich bin zwar Geschäftsmann durch und durch, aber dabei geht es mir nicht um Geld oder Reichtum, sondern darum, frei zu sein und das Leben genießen zu können. Nichts anderes wünsche ich mir für meine Familie!

Dominik und Ralf – vielen Dank für das Gespräch und natürlich weiterhin viel Erfolg!

Dominik: Ich möchte mich auch ganz herzlich für die Unterstützun bedanken – ganz besonders bei Timo Schmidt, der mir von Anfang an bis zur Eröffnung des Shops im Dezember 2019 zur Seite gestanden hat.

Das Interview führte Hannah Hoffmann Redaktion NA!?
Das Webmagazin
Interview vom 04.03.2020

Spannung bis zur letzten Seite

Krimis sind derzeit besonders in Mode und in unzähligen Varianten zu lesen und zu sehen. Keine einfachen Voraussetzungen für einen neuen Autor, sein Erstlingswerk an den Leser zu bringen, sollte man denken. Gerade erst ist sein „Baby“ erschienen und Stephan Haas schafft es auf Anhieb, mit seinem Debütroman „Belgische Finsternis“ zu begeistern.

In Raaffburg, einer Kleinstadt im deutschsprachigen Raum Belgiens, verschwand vor 15 Jahren ein Jugendlicher spurlos. Zunächst ging die Polizei davon aus, dass der Junge ausgerissen ist. Das Schultagebuch des Jungen brachte jedoch neue Spuren zu Tage. Piet Donker, Ermittler aus Brüssel, wird aufgrund seiner Deutschkenntnisse für diesen Fall abkommandiert. Zurzeit beurlaubt, ist er alles andere als begeistert. Hat er doch noch mit den Folgen seiner letzten Ermittlungen zu kämpfen und auch Privat läuft es nicht gut. Schweren Herzens ergibt er sich seinem Schicksal und merkt bald, dass viel mehr in dem Fall steckt. Es häufen sich die Hinweise, dass der Junge Opfer eines Serienmörders wurde – und dass das Morden noch lange nicht beendet ist. Als wenig später zwei ehemalige Schulkameraden des Jungen vergiftet werden, weiß Donker, dass er recht hat – und dass die Zeit drängt. Piet findet eine Spur und deckt mit seinen Ermittlungen die dunkle Seite der Raafffburger auf. Damit bringt sich damit zunehmend in eigene Gefahr…

Stephan Haas, 36jähriger Autor und ostbelgischer Nachbar, hat sich mit dem Krimi über den Brüsseler Ermittler Piet Donker einen Traum erfüllt. Während seines Studiums der Neueren Deutschen Literatur, Deutscher Philologie und Geschichte in Aachen, reifte die Idee für ein Buch und ein paar Jahre später wurde die Geburt seiner ersten Tochter für ihn der auslösende Moment. „Entweder realisiere ich jetzt meinen Traum oder erst in 30 Jahren“, erzählt Stephan Haas über den Beginn seiner Schreibarbeit. Mittlerweile arbeitet er nach einem zusätzlichen BWL Studium im Personalmanagement und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Eynatten. „Zum Schreiben finde ich nur abends Zeit, aber es macht mir Spaß und ich kann dabei gut abschalten.“ Zum Pressetermin in der Eilendorfer Buchhandlung „Das Buch“ hatte Marcel Emonds eingeladen und hier lässt Haas hinter die Kulissen seiner Geschichte blicken. Selbst Kind der deutschsprachigen Gemeinde Ostbelgiens, hat er seine Heimat zum Ort des Geschehens gemacht. Raaffburg ist eine fiktive Gemeinde, die zwischen Raeren und Eynatten liegen könnte. Nur die Raaffburg in Raeren und diverse kulinarische Spezialitäten sind nicht erfunden.

Selbst ein viertel Belgier und begeisterter Krimileser, ist auch Buchhändler Marcel Emonds begeistert von Piet Donkers erstem Fall, „es ist ein tolles Buch und spannend bis zum Schluss“. Für den Ermittler geht es auch gleich weiter, ein zweites Buch ist schon in Arbeit!

Bezirksamt Eilendorf: ein tolles Arbeiten

Zufriedene Mitarbeiter, im Eilendorfer Bezirksamt findet man sie! Gleich zwei städtische Verwaltungskräfte feierten in diesem Sommer ihr 40jähriges Dienstjubiläum und können sich nach Jahrzehnten keinen besseren Arbeitsplatz wünschen, als in dem hiesigen Bezirksamt in Eilendorf. Bettina Schmitz hat ihre 40 Dienstjahre, bis auf drei Ausbildungsjahre, ausschließlich in Eilendorf verbracht. Die Branderin hat im Amt schon in allen Abteilungen gearbeitet, jetzt ist sie im Servicebereich für Passwesen und Friedhofsverwaltung tätig. „Ich arbeite sehr gerne hier und möchte auch nirgendwo anders Arbeiten, sonst wäre ich auch nicht schon 37 Jahre in Eilendorf,“ blickt Bettina Schmitz auf ihre Dienstzeit. „Das Arbeitsklima, die Kollegen und der Chef, sind prima und ich habe schon drei tolle Chefs vorher gehabt.“ Im Laufe der Zeit hat sich einiges verändert, viele Aufgabenbereiche gibt es nicht mehr, dafür gibt es neue Aufgabenfelder. „Früher kamen nur Eilendorfer in das Bezirksamt, jetzt kommen auch viele Leute aus der Innenstadt. Durch die Digitalisierung ist jetzt viel mehr möglich. Früher haben wir ja noch mit Karteikarten gearbeitet und nur dort wo die lagen, konnten die Bürger ihre Erledigungen machen“, weiß Bettina Schmitz nach 40 Jahren über die Veränderungen in der Verwaltung zu erzählen.

Auch Claudia Ney-Müllem, wohnhaft in Belgien, ist bereits seit 40 Jahren in der Aachener Stadtverwaltung tätig. Zunächst hatte sie ihren Arbeitsplatz im Aachener Wohnungsamt, bis die Wohngeldstelle im Jahr 2000 auf die Bezirke aufgeteilt wurde. Seitdem ist sie in der eigenständigen Wohngeldstelle in Eilendorf. Bis heute ist die Abteilung unabhängig von Aachen und autark. „Seit die Stelle in Eilendorf eingerichtet wurde, betreue ich die Bürger vor Ort“, so Claudia Ney-Müllem über ihren Aufgabenbereich. Und dabei freut sie sich, „dass das Arbeiten in den Bezirksämtern ein ganz anderes ist, als in der Innenstadt. Hier hilft man sich gegenseitig, ist für neue Mitarbeiter da und springt füreinander ein, auch wenn es nicht das eigene Fachgebiet ist. In Aachen wäre das so nicht möglich. Der Kontakt zu den Kollegen und auch das Verhältnis zu den Bürgern ist viel persönlicher.“