Grußwort der Bezirksbürgermeisterin

Liebe Eilendorferinnen und Eilendorfer, für uns alle geht ein völlig außergewöhnliches Jahr zu Ende. Die Corona-Pandemie nahm und nimmt bisher ungekannten Einfluss auf unser aller Leben. Vieles von dem, was uns bisher als völlig normal, gar selbstverständlich erschien, war in diesem Jahr unmöglich. Das traditionelle Bürgerfest. Die große Feier zum runden Geburtstag. Der Urlaub in einem fernen Land. Auf diese und zahllose weitere liebgewonnene Aktivitäten mussten wir verzichten. Gerade jetzt, da wir uns wieder im Liebe Eilendorferinnen und Eilendorfer, für uns alle geht ein völlig außergewöhnliches Jahr zu Ende. Die Corona-Pandemie nahm und nimmt bisher ungekannten Einfluss auf unser aller Leben. Vieles von dem, was uns bisher als völlig normal, gar selbstverständlich erschien, war in diesem Jahr unmöglich. Das traditionelle Bürgerfest. Die große Feier zum runden Geburtstag. Der Urlaub in einem fernen Land. Auf diese und zahllose weitere liebgewonnene Aktivitäten mussten wir verzichten. Gerade jetzt, da wir uns wieder im Lockdown befinden, werden auch die wirtschaftlichen Risiken der Pandemie wieder stärker spürbar. Lokale Einzelhändler und Gastronomen bangen um ihre Existenz. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen nicht, wie sicher ihr Arbeitsplatz noch ist.

Insbesondere in der Weihnachtszeit wurde vielen von uns die außergewöhnliche Situation ganz besonders bewusst. Unser Weihnachtsmarkt konnte nicht stattfinden. Die Weihnachtsfeier im Betrieb oder Verein musste ausfallen. Auch das Weihnachtsfest selbst war in diesem Jahr ein anderes. Die große Familienfeier konnte es nicht geben. Gottesdienste waren nur sehr eingeschränkt möglich.

All das stimmt uns traurig. Oft ist es auch menschlich verständlich, wenn einzelne Personen aus ganz unterschiedlichen Gründen über die beschlossenen Einschränkungen verärgert sind. Dabei sollten wir uns jedoch immer wieder vergegenwärtigen, dass hinter jeder Zahl, hinter jeder Infektion, hinter jedem Todesfall menschliche Schicksale stecken. Menschen, die hoffen und bangen. Menschen, die angesichts eines negativen Testergebnisses erleichtert sind. Menschen, die um einen Angehörigen trauern.

Für mich ist dies Grund genug, wie beim Weihnachtsfest, auch den Silvesterabend in diesem Jahr anders zu begehen. Es mag schwerfallen, an den Feiertagen nicht alle Verwandten zu Gast zu haben und das neue Jahr nicht gemeinsam mit vielen Freunden und einem großen Feuerwerk zu begrüßen. Doch in diesem Jahr sind es die Disziplin und das Verantwortungsgefühl eines jeden Einzelnen, die uns alle schützen. Nur so können wir die Verbreitung des Virus eindämmen, die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems erhalten und letztlich Menschenleben retten.

Ich hoffe dass Sie trotz dieser außergewöhnlichen Umstände ein fröhliches und friedliches Weihnachtsfest im engsten Kreis feiern konnten. Für das Jahr 2021 wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute und hoffe, dass wir mit Blick auf den Impfstoff schrittweise und verantwortungsvoll in unser bekanntes Leben ohne den Virus zurückkehren können.

Dann werden wir natürlich auch unseren ebenso traditionellen „Neujahrsempfang“ nachholen, in einem etwas anderen Rahmen, vielleicht bei frühsommerlichen Temperaturen und im Freien.

Ich freue mich schon jetzt darauf, Sie dort gemeinsam mit meinen stellvertretenden Bezirksbürgermeisterinnen Astrid Vogelheim und Fabia Kehren begrüßen zu dürfen.

Bleiben Sie alle gesund! Mit besten Wünschen
Ihre Elke Eschweiler
Bezirksbürgermeisterin

Büchertipps

Die Weihnachtszeit 2020 wird eine ganz neue Erfahrung für alle Menschen werden. Wenn man nicht mehr viele Menschen treffen kann, bleibt vielleicht mehr Zeit für das Lesen.
Das Märchen „Der Ickabog“ hat J.K. Rowling schon vor über zehn Jahren als Gute-Nacht-Geschichte für ihre Kinder geschrieben. Die ersten Seiten landeten danach erst mal auf dem Dachboden. Nun erscheint das Märchen, passend zum zweiten Lockdown, in der deutschen Übersetzung mit den Illustrationen von Kindern, die in einem Malwettbewerb für dieses Buch gewonnen haben. „Der Ickabog“ ist ein Märchen über ein sagenumwobenes Ungeheuer, ein Königreich in großer Gefahr, Machtmissbrauch, Mut und die Bedeutung von Freundschaft. Schlaraffien war einst das glücklichste Königreich der Welt. Es gab Gold zuhauf, einen König mit einem unglaublich schneidigen Schnurrbart und dazu Metzger, Bäcker und Käser, die mit den erlesenen Produkten ihrer Handwerkskunst Menschen vor Begeisterung zum Tanzen brachten, wenn diese davon aßen. Alles war perfekt…

J.K. Rowling, Der Ickabog, Carlsen Verlag, 20,- Euro

Die Geschichte der Psychoanalyse wurde vor allem aus der Perspektive von Männern geschrieben. Ausführlich experimentierten und erforschten Ärzte um Jean-Martin Charcot Ende des 19. Jahrhunderts eine Krankheit, die sich später als Erfindung offenbarte: die Hysterie. Die französische Autorin Victoria Mas erzählt in ihrem Debütroman von dieser Zeit. Als „Fälle“ waren die Frauen, an denen damals Experimente vollzogen wurden, bekannt. Doch dass sie alle ihre Rechte verloren, misshandelt und vorgeführt wurden und keine Perspektive auf Entlassung bekamen, ist selten Thema. Victoria Mas lässt in ihrem Roman die Frauen selbst zu Wort kommen. Es ist grauenvoll von der überaus klugen und freiheitsliebenden Eugénie zu lesen, die von Vater und Bruder in Paris berühmtestes Krankenhaus abgeschoben und dort eingekerkert wird. Da ist die junge Louise die hofft ihre Freiheit durch die Hochzeit mit einem Arzt wiederzuerlangen… Ein Stück Medizin- und Weltgeschichte wird lebendig!

Victoria Mas, Die Tanzenden, Piper Verlag, 20,- Euro

Weihnachten in der evangelischen Kirche

Wie alles in diesen Zeiten müssen auch die weihnachtlichen Aktivitäten der Versöhnungskirche den aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen angepasst werden. Die beliebte Seniorenadventsfeier muss daher leider ausfallen und die Proben zum Krippenspiel werden nicht „wie gewohnt“ an den Adventssamstagen stattfinden.

Stattdessen werden zum Nikolausfest vor der Versöhnungskirche Nikolaustüten mit kleinen Überraschungen bereitgestellt, die am 5. und 6. Dezember 2020 jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie am 5. Dezember 2020 von 15 bis 16.30 Uhr abgeholt werden können. Für die Kinder und Jugendlichen wird zudem an den Samstagen im Advent von 10 bis 12 Uhr angeboten, die Szenen der Weihnachtsgeschichte kreativ darzustellen.
Wie das gehen soll? Lasst euch überraschen und kommt einfach in der Johannesstraße vorbei. Gottesdienste finden weiterhin nur alle drei Wochen in der Versöhnungskirche statt. Das bedeutet, außer an Heiligabend, gibt es nur am Sonntag, dem 13. Dezember 2020, um 9.30 Uhr einen evangelischen Sonntagsgottesdienst in Eilendorf.
Gottesdienste an Heiligabend nur mit Anmeldung An Heiligabend werden auf dem Vorplatz zur Versöhnungskirche Gottesdienste unter freiem Himmel „Open Air“ angeboten, um 15 Uhr und 16 Uhr, vor allem für Familien mit Kindern und um 18 Uhr ein Predigtgottesdienst.

Bei den Gottesdiensten sind die aktuellen Hygieneregeln und die Abstände einzuhalten. Deshalb ist der Platz vor der Kirche begrenzt und es können je Gottesdienst nur 50 Menschen teilnehmen. Wegen dieser Begrenzung und um die Nachverfolgbarkeit zu ermöglichen, ist die Teilnahme an allen Gottesdiensten nur mit Anmeldung möglich.

Die Anmeldung erfolgt zentral ab dem 10. Dezember bis zum 22. Dezember über die Internetseite: www.evangelisch-in-aachen.de/gottesdienste-ac/. Wer nicht über das Internet buchen möchte, kann sich im gleichen Zeitraum werktags von 9 bis 15 Uhr telefonisch unter den Nummern 0241 – 453 Durchwahl -110 oder -139 im Verwaltungsamt anmelden.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben, dass Sie möglichst gesund und behütet durch diese Zeiten kommen, und wir uns alle hoffentlich zu den Feiertagen sehen können. Ich wünsche Ihnen Gottes Segen!
Pfarrer Johnsen