Bedarfsampel an der Nirmerstraße

Nach Erhalt des Bürgerantrages aus dem Bürgerforum hat die Verwaltung bereits im Dezember 2019 über einen Zeitraum von 12 Stunden die Fußgängerströme und die KFZ-Mengen auf der Nirmer Straße im Knoten Birkstraße/Schulstraße erfasst. Mit dem Ergebnis, dass aufgrund der geringen Zahl querender Fußgänger über den bereits vorhandenen Fußgängerüberweg die Nachrüstung einer Fußgängerampel nicht gerechtfertigt ist.
„Damals fand die Verkehrszählung an einem Tag statt, an dem keine Schule war. Daher konnte nur die Errichtung einer Blinkampel durchgesetzt werden“, weiß Silke Bergs, Mitglied der Bezirksvertretung Eilendorf und Ratsmitglied für die Grünen Fraktion.
Im März 2022 hat es jedoch an gleicher Stelle einen Unfall gegeben, bei dem ein Kind beim Queren der Nirmer Straße auf dem Zebrastreifen angefahren wurde. Dank des Einschreitens eines Polizisten, der den Autofahrer mit Lichthupe gewarnt hatte, konnte wohl Schlimmeres verhindert werden.
In einer Petition möchten nun die Eltern auf die gefährliche Verkehrssituation, nicht nur für die Schulkinder sondern für alle Fußgänger, die den Zebrastreifen nutzen, aufmerksam machen. „Wir wollen nicht warten, bis ein weiteres Kind an einem schweren Verkehrsunfall beteiligt ist. Eine Ampelschaltung regelt den Verkehr und gibt Kindern, Fußgängern, Radfahrern sowie Autofahrern eine bessere Übersicht, wann sie queren dürfen und wann nicht.“ In der Bezirksvertretungssitzung Anfang Mai haben die Eltern die Verkehrssituation geschildert. Außerdem berichtete Hauptkommissar Guido Hermes ebenfalls aus seiner Erfahrung in seinem Einsatzbezirk Eilendorf, dass der Zebrastreifen nach der Einrichtung der Elternhaltestellen, die sehr gut frequentiert werden, deutlich stärker genutzt wird, so dass bei einer erneuten Zählung die Zahlen sogar für eine Ampel ausreichen könnten.

Die zweite Messung hat die Bezirksvertretung schon beschlossen. Außerdem hat Silke Bergs angeregt weitere Maßnahmen zu prüfen, wie Verlagerung Zebrastreifen in Richtung Vereinsheim, damit die Querung besser sichtbar ist, das Anbringen von Hinweisschildern und Piktogrammen und Prüfung der Sichtachsen. Die Prüfung des Einsatzes eines weiteren Schülerlotsens soll ebenfalls geprüft werden. Interessierte Bürger können sich gerne für das Ehrenamt in der Schule Birkstraße melden.

Reiseführer

Rolf Minderjahns Buch über die StädteRegion hält Ausflug-Tipps für ganze Familien bereit. Die ganze Region Benelux hat er bereits in einem Dutzend seiner Bücher vielen Leserinnen und Lesern nähergebracht. Was noch fehlt, ist seine Heimat, die StädteRegion Aachen. Weil es bis dato darüber noch keinen Reiseführer gibt, reifte bei Rolf Minderjahn die Idee, etwas Lockeres, Neues zu verewigen, nämlich sechzig Prozent der Orte, die er selbst nicht oder nur vom Hörensagen kennt. Das Buch ist soeben im GrenzEcho-Verlag Eupen erschienen.
Minderjahn begab sich auf Entdeckungsreise durch seine Heimat. Warum? Weil es sich lohnt, hier einmal genauer hinzuschauen, abseits der bekannten touristischen Hotspots, weil es toll ist zu erleben, was aus Altem alles neu entstehen kann. Gab es dazu einen besonderen Impuls? „Was mich motiviert hat, sind einmal die Attraktionen, Neuigkeiten und Kuriositäten hier in der Umgebung als Ziele aufzuzählen. Sei es für einen Ausflug mit der Familie, mit Freunden oder einfach nur um Neugier zu erwecken, was es doch hier alles gibt“, sagt Rolf Minderjahn dazu.
Buchautor Rolf Minderjahn (Jahrgang 1963) besitzt gute Beziehungen zu der StädteRegion, denn er lebt hier seit fast 60 Jahren. Als Reise-Journalist publizierte er mehr als 850 Reportagen in verschiedenen Medien und Magazinen, vorrangig über Belgien, die Eifel, die Niederlande und Frankreich. Er bereist Benelux seit mehr als 30 Jahren. Dieses Buch ist sein 16. Reiseführer. Und weil Minderjahn Aachen natürlich sehr gut kennt, weil er auch die Region hier immer beobachtet und weiß, wonach er suchen muss, habe er Anhaltspunkte und Unterstützung gefunden. „Darüber hinaus habe ich natürlich die Medien studiert und viele neue Dinge entdeckt, die erst im letzten Jahr überhaupt wieder geöffnet, neu eröffnet oder restauriert wurden.“ Das Besondere an diesem Buch aber sei, dass es das erste Buch über die StädteRegion Aachen in dieser Form des wohl eher unkonventionellen Reiseführers ist. Interessant an diesem Buch sei überdies die Breite der Themen, Ziele und Interessen. Die 100 Orte stehen für Freizeitqualität, grünes Erleben, Loslassen, Genießen und packende Geschichten für Bewohner und Auswärtige. Das Buch soll Anregung sein immer wieder in die Hand zu nehmen… da war doch was. Der Reiseführer von Rolf Minderjahn „100 Orte in der StädteRegion Aachen & Umgebung“ ist im Buchhandel für 15,- Euro erhältlich. (der)

Ferienzeit ist Bücherzeit – Buchtipps

Ferienzeit ist Bücherzeit – Zwei Buchtipps für alle Daheimgebliebenen, die sich direkt auf Spurensuche begeben oder Altes Neues entdecken möchten und für die Verreisten, die mit den Büchern ein Stück Heimat mitnehmen können!

Ein Detektiv auf Spurensuche im Dreiländereck
Er kennt Aachen wie seine Westentasche und schlüpft wie ein Chamäleon problemlos in andere Identitäten. Die Rede ist von Privatdetektiv Libuda, der in Carsten Bergs neuem Aachen-Krimi „Das Herz, der Kreis und der Tod“ sein Debüt gibt. Leserinnen und Leser dürfen sich auf Spannung mit viel Lokalkolorit im Dreiländereck freuen.

„Libuda, mein Protagonist, hat sein Büro direkt am Fuß des Lousbergs in Aachen, in einem schönen Haus mit einem Türmchen. Von dort aus führen ihn seine Ermittlungen vom Bahkauv ins Café Van den Daele, auf den Drehturm Belvedere, ins Frankenberger Viertel, schließlich ins wilde „Belgistan“ auf die Emmaburg (bei der natürlich auch Karl der Große die Finger im Spiel hatte) und dann immer weiter weg… in die Eifel und schließlich auf eine Insel in der Nordsee, bis es wieder zurück geht zum Showdown in die alte Tuchfabrik Thierron am Viadukt unweit des Hauptbahnhofes… und Libuda kann am Ende wieder dem Lauf des Wassers an seinem Bach unweit der Grenze lauschen“; so die Kurzbeschreibung von Carsten Berg über seinen neuen Krimi.
Privatdetektiv Libuda aus Aachen erhält von dem Eifeler Hotelier Til Schornstein den Auftrag dessen Schwester Marie zu finden. Zu seiner Überraschung erkennt er auf dem Foto die Frau, die er wenige Wochen zuvor auf der Insel Texel kennengelernt hat. In einem Brief in Maries Wohnung bittet eine verzweifelte Frau darum, ihr Geld zurückzubekommen. Marie war offenbar bei einem »Herz-Kreis« aktiv, einem illegalen Gewinnspiel, an dem nur Frauen teilnehmen können. Sind die 40.400 Euro, die Marie als »Sterntalerin« gewonnen hat, der Grund für ihr Verschwinden?
Eine weitere Spur führt zu einem Geheimbund mit dem Namen »a mão azul« – Die Blaue Hand – und zu einem lange zurückliegenden Überfall in Aachen.
Als Libuda schließlich auf merkwürdige Fotos eines Mannes in georgischer Uniform aus dem Zweiten Weltkrieg stößt, offenbart sich eine völlig neue Dimension des Falls. Spätestens als er zur Emmaburg in Belgien gelockt und dort niedergeschlagen wird, muss er erkennen, dass er einem schrecklichen Geheimnis auf der Spur ist, dessen Lösung tief unten in einem Schacht in der Eifel liegt …, und dass sein eigenes Leben in Gefahr ist.

Carsten Berg, geb. 1959 in Castrop-Rauxel, studierte in Aachen zunächst Bergbau, dann Germanistik und Philosophie. Er ist freier Journalist, PR-Redakteur, Werbetexter, Vorleser, Schriftsteller. 1998 erschien sein erster Kriminalroman „Die Printen-Connection“. 2000 gründete er mit dem Musiker HeJoe Schenkelberg das Duo SilbenTasten. Carsten Berg lebt mit Frau und zwei Töchtern im ostbelgischen Montzen. „Das Herz, der Kreis und der Tod“, Carsten Berg Taschenbuch, 400 Seiten ISBN: 978-3-95441-609-7 14,00 Euro