Mit schlechten Neuigkeiten trat das Aachener Gebäudemanagement in der Aprilsitzung vor die Eilendorfer Bezirksvertretung. Zunächst mit der Information, dass der ursprünglich im Oktober noch zugesicherte Fertigstellungstermin des Umbauprojekt Montessori Grundschule Kaiserstraße zu den Sommerferien 2024 nicht gehalten werden kann. An dieser Stelle gab es Seitens der Bezirksvertretung besonders großen Unmut, über die mangelnde Kommunikation des Gebäudemanagement über den Stand der Dinge. Die Information, dass sich die Fertigstellung verschiebt, haben Bezirksamt und Bezirksvertretung aus dem Schulausschuss und aus der Presse erfahren müssen. Klaus Schavan, Leiter des Gebäudemanagement, räumte zwar direkt Fehler in der Kommunikation ein, konnte aber den Unmut über das schlechte Management bei den Vertretern der Eilendorfer Fraktionen nicht beseitigen.
Schon im Januar 2024 zeichnete sich ab, dass der Termin nicht zu halten ist. Projektleiter Olaf Ptak legte den Anwesenden die Gründe für die neuerliche Verzögerung dar. Grundsätzlich befindet sich der Baumarkt nach wie vor in der Krise, aber hauptsächlicher Grund der Verzögerung ist die Baufirma, die den Zuschlag für die Putzarbeiten des gesamten Projektes erhalten hat. Diese hat im November 2023 nicht wie vereinbart mit den Arbeiten begonnen, und erst nach mehrmaliger Aufforderung und Prüfung von Rechtswegen hat die Hamburger Firma nach über drei Monaten die Arbeiten auf der Baustelle aufgenommen. Auch das Vorziehen anderer Gewerke stellte sich als schwierig heraus, mit dem Resultat, dass derzeitig die Fertigstellung inklusive Bauabnahme erst für Frühjahr 2025 möglich ist. Auch dieser Termin ist nur zu halten, wenn keine weiteren Probleme auftreten. Für die Montessori Grundschule, die derzeit im Ausweichquartier in der Barbarastraße untergebracht ist, ist es bereits die zweite Verschiebung um ein Schuljahr. Nun müssen für ein weiteres Schuljahr Bustransfer und Container bereitgestellt werden. Auch hier wäre eine frühere Information sehr hilfreich gewesen, denn die Finanzierung muss jetzt zusätzlich aus dem Haushalt 2024 bereitgestellt werden.
Der zweite Stein des Anstoßes ist der Bau der Kita Breitbenden. Schon seit Jahren kämpft die Bezirksvertretung um die Realisierung der dringend benötigten Kita. Immer wieder wurden die Eilendorfer aus den verschiedensten Gründen mit dem Beginn des Kitabaus vertröstet. Im April 2024 sollte es endlich soweit sein, es gab einen Termin zur Grundsteinlegung. Auch dieser hat nicht stattgefunden! Das Gebäude ist in Holzbauweise geplant. Doch auf die Ausschreibung für das Holzgrundgerüst inklusive Dach aus einer Hand, hat nur eine Baufirma ein Angebot abgegeben, welches allerdings weit über dem Budget gelegen hat und somit nicht in Frage gekommen ist, erklärte Projektleiter Leonidas Papadopoulos. Die neuerliche Ausschreibung ist zwar schon erfolgt, aber vor zwei Monaten ist nicht mit einem Ergebnis zu rechnen. Das heißt, eine Grundsteinlegung würde bei positiver Resonanz auf die Ausschreibung frühestens Ende Juni möglich sein. Wie schon vor Jahren von Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler vorgeschlagen und aufgrund der zahlreichen Unwägbarkeiten des ambitionierten Projektes „wäre es gut gewesen, auf solch eine „exotische“ Bauweise zu verzichten und auf eine weniger risikobehaftete und weniger teure Modulbauweise zurückzugreifen. Die Eltern und ich wären auch mit einer einfacheren Bauweise zufrieden gewesen, die aber dafür schon vor Jahren hätte umgesetzt sein können“, so Eschweiler.