Die Polizei klärt auf – Der Enkeltrick

Jeden ersten Mittwoch im Monat treffen sich Menschen über 50 Jahre und jüngere Interessierte zum „Kaffee-Klatsch und mehr“. Bei Kaffee und Kuchen erwartet die Teilnehmer in der Evangelischen Versöhnungskirche in der Johannesstraße von 15 Uhr bis 17 Uhr auch immer ein interessanter Vortrag.
Am 3. Juli 2024 ist die Polizei zu Gast und wird die Zuhörer über den sogenannten Enkeltrick und andere Themen aufklären.
Der so genannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der für Opfer oft existenzielle Folgen haben kann. Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen die Betrüger bei meist älteren und alleinlebenden Personen an. Sie geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld.
Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt.
Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen kann. Auf diese Weise haben Enkeltrick-Betrüger in der Vergangenheit bereits Beträge im fünfstelligen Eurobereich erbeutet.
Inzwischen nutzen die Täter auch Messengerdienste, wie beispielsweise WhatsApp, um ihre Opfer im Namen von zum Beispiel Töchtern, Söhnen oder Enkeln zu Geldüberweisungen zu bewegen. Dabei suchen die Betrüger häufig mit Nachrichten wie, “Hallo Mama, hallo Papa, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Handynummer…“ den Einstieg in den Chat.
Im August 2024 Steht dann bei bei „Kaffee-Klatsch und mehr“ ein Bildvortrag von Irmgard Kaiser-Plum über ihre Reise-Höhepunkte in Südamerika auf dem Programm und für September ist ein Bildvortrag von Frau Knaak über die Anfänge der Plakatwerbung geplant. Weitere Veranstaltungen finden Sie in den nächsten Ausgaben.