Chronik 100 Jahre kfd St. Severin

Nun ist es endlich so weit, zum 1. Juli 2024 erscheint das Buch zum 100-jährigen Jubiläum der kfd St. Severin. Ein Jahr lang hat Angelika Quadflieg recherchiert und die Geschichte von 1924 bis heute in einem Buch zusammengefasst. „Viele haben daran mitgearbeitet, und wir sind stolz auf 175 Seiten die Geschichte unserer kfd darstellen zu können: ihre Anfänge vor dem Krieg mit Frau Ritzerfeld, ihren Neuanfang 1976 mit Frau Kalbhen und Frau Förster sowie ihre Weiterentwicklung unter den Sprecherinnen Ä. Datené, A. Quadflieg, M. Emonds-pool und heute U. Begiebing“, so Angelika Quadflieg über ihr gerade erschienenes Buch.
Vor 100 Jahren hieß die kfd noch Frauen- und Mütterverein und blieb zunächst den verheirateten Frauen vorbehalten und entsprach somit dem damaligen Bild der Frau. Unverheiratete Frauen fanden in der Jungenfrauen Kongregation einen entsprechenden Verband. Damals war der Frauen- und Mütterverein nicht selbständig. Die Beiträge wurden zwar von den Frauen eigenständig eingesammelt, aber Pfarrer Braun als Präses verwaltete sie. Neben vielem anderen wurde davon die Herz-Jesu-Glocke angeschafft, die auch heute noch zu Beerdigungen geläutet wird. Dazu gibt es die schöne Anekdote, dass Pfarrer Huben nach Jahrzehnten den kfd -Frauen den Betrag von 400 Euro (700 M), den seinerzeit Pfarrer Braun für die Anschaffung eben dieser Glocke aus der Kasse der Frauen genommen hatte, wieder zurückerstattete.
Erst nach dem Krieg wurde der Verband in die kfd, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, umbenannt und entwickelte sich zu einem offenen, selbständigen und modernen Verein. Heute bekommt die kfd als kirchlicher Verein für ihre Arbeit Geld aus Kirchensteuermitteln, die sie in eigener Verantwortung verwaltet und ausgibt.
Vor allem aber wird in dem Bericht von Angelika Quadflieg über 100 Jahre Frauenarbeit erzählt, „über den Beitrag der Frauen in der Familie, der Gesellschaft, der Politik und der Kirche. Wir berichten über Gottesdienste, Glaubensgespräche, Pilgern und Wallfahrten, über Nähen und Basteln, Fahrten und Ausflüge, Literatur und Kunst. Und natürlich wird auch viel Geselliges in Texten und zahlreichen Bildern festgehalten“. In dem Buch ist deutlich zu erkennen, wie hier in 100 Jahren Veränderung stattgefunden hat. Die kfd ist heute ein offenes Angebot für alle Frauen, ob religiös oder nicht, alleinlebend und alleinerziehend, Alt oder Jung, hier sind alle willkommen. Für diese Offenheit steht auch die muslimische Leiterin der Gruppe ‚alleinlebender Frauen‘. Trotz dieser sehr modernen und auch teilweise kritischen Stellung gegenüber der Kirche, hat die kfd zu Unrecht immer noch das Image ein Verein älterer Frauen zu sein. Die kfd würde sich sehr über mehr Engagement junger Frauen freuen, die das Werk von 100 Jahre kfd auch in die Zukunft weitertragen.
Die Informationsgrundlagen stammen hauptsächlich aus dem Archiv des Heimat Verein Eilendorf. Von 1924 bis zum Krieg dokumentieren die alten Pfarrbriefe die erste Zeit des Verbandes. Nach dem Krieg bis 1990 ist die Quellenlage lückenhaft, und erst danach ist wieder der Pfarrbrief die Hauptquelle. Viele Informationen kamen auch aus privaten Archiven und wurden bei Angelika Quadflieg zusammengetragen.
Entstanden ist eine interessante Zeitreise, ein Buch zur Information, zur Erinnerung und vor allem zur Freude! Gute Unterhaltung beim Schmöckern!
Das Buch im Format DIN A4, 175 Seiten, mit vielen Fotos, kostet 15 Euro. Mitglieder der kfd St. Severin erhalten je ein Exemplar für 10 Euro. Alle Interessierten – Mitglieder oder nicht – können das Jubiläumsbuch über die Mitarbeiterinnen erwerben oder persönlich in der Oase kaufen: Montag, 1. Juli, von 17 bis 19 Uhr, Mittwoch, 3. Juli, von 11 bis 12 Uhr, am Donnerstag, 4. Juli, während des gemeinsamen Frühstücks, am Freitag, 5. Juli, nach der Gemeinschaftsmesse und am Sonntag, 7. Juli, nach beiden Heiligen Messen.