Für Leseratten ist jede Jahreszeit Lesezeit. Aber im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, bieten sich Lesungen an, die Inspiration für die kommenden Monate geben können.
Buchhändler Marcel Emonds-pool vom „Das Buch in Eilendorf“ hat für den Oktober wieder zwei sehr interessante Lesungen im Programm.
Sylvie Schenk liest am 6. Oktober ab 19.30 Uhr aus „Maman“. Musikalisch wird die Lesung vom Eilendorfer Saxophonisten Heribert Leuchter begleitet.
Eine Annäherung an die eigene Mutter und eine schmerzhafte Abrechnung: 1916 wird Sylvia Schenks Mutter geboren, die Großmutter stirbt bei der Geburt. Angeblich war diese eine Seidenarbeiterin, wie schon die Urgroßmutter. Aber stimmt das? Und welche Geschichte wird den Nachkommenden mit auf den Weg gegeben? Als Kind leidet Sylvie Schenk unter dieser Unklarheit, als Schriftstellerin ist sie deshalb noch immer von großer Unruhe geprägt. Mit poetischer Präzision spürt sie den Fragen nach, die die eigene Familiengeschichte offenlässt. Maman ist waghalsiges Unterfangen und explosive Literatur zugleich. Nach „Schnell, dein Leben“ hat die Autorin erneut einen Text voll Schönheit und Temperament geschrieben.
Die Lesung findet in der Evangelischen Versöhnungskirche Eilendorf, Johannesstraße 12, statt. Tickets zum Preis von 15,- Euro erhalten Sie in der Buchhandlung „Das Buch in Eilendorf“ von-Coels-Straße 52, Tel: 0241 5590880
Die KrimiCops um Klaus Stickelbroeck lesen am 30. Oktober von 19 Uhr bis 21 Uhr aus ihren Werken! Die zweite Lesung im Oktober findet passenderweise im Polizeipräsidium Aachen, Trierstraße 501, statt.
Hartmann gibt Vollgas! Matze Kusch ist sauer. Dem Präsidenten der Black Mambas wurde die Harley geklaut. Peinlich! Den Diebstahl bei den Bullen anzuzeigen, ist aus vielerlei Gründen keine akzeptable Option, und deshalb drängt er den Düsseldorfer Ex-Fußballprofi und jetzigen Privatdetektiv Hartmann, das Motorrad zu suchen, bevor es sich in Einzelteile zerflext auf den Weg ins Ausland macht.
Hartmann hat kein Interesse, aber Kusch hat eine ziemlich überzeugende Knarre. Seine turbulenten Ermittlungen führen ihn in düstere Hinterhöfe und derangierte Schrauberklitschen. Er trifft auf tätowierte Männer mit beeindruckenden Oberarmen und eigentumskreativen Geschäftsideen. Es riecht nach Gras, Rottweiler bellen dumpf, Pfützen schimmern ölig, Blaulicht flackert … Als es tags darauf einen Toten gibt, der Motorradstiefel trägt, wird ihm schlagartig klar, dass es nicht nur um ein aufgemotztes Motorrad geht. Er hat keinen Schimmer, wer ihm plötzlich alles an den Kragen will. Und warum. Aber es sind viele. Höchste Zeit, selbst am Gas zu reißen. Aber so richtig. Kickstart! Vollgas! Da bleibt nicht nur Reifengummi auf der Strecke.
Tickets zum Preis von 16,- Euro gibt es ebenfalls in der Buchhandlung das „Das Buch in Eilendorf“.
Und wie wäre es denn, wenn man sich gar nicht entscheiden müsste? Wenn man von beidem etwas mag und nicht verzichten will?
Auch wenn Eilendorf in seinem Ortsbild bereits einige künstlerische Denkmäler aufzuweisen hat, bleibt manches dennoch der interessierten Öffentlichkeit nicht so leicht zugänglich. Es sind vor allem die Glasfenster und Mosaikarbeiten, die sich erst der Besucher der Kirchen und öffentlichen Gebäude vor Augen führen kann. Und da gibt es vor Ort doch einiges zu bestaunen.
des ehemaligen Rathauses entworfen hatte, sind allerdings 2016 bei Umbaumaßnahmen ausgebaut und ins Depot des Suermondt-Ludwig-Museums verbracht worden. Der Verzicht auf einen Wiedereinbau erscheint noch heute als ein herber Verlust, zumal diese wichtige abstrakte Phase von Benner jetzt nur noch in einer Mosaikwand im Foyer der katholischen Grundschule Birkstraße zu erleben ist (1971).