Gastgeber gesucht!

Ganz herzlich laden wir wieder zu der beliebten Tradition der ökumenischen „Adventsfenster“ ein:
An jedem Abend im Advent öffnet sich um 18 Uhr ein Adventsfenster – bunt gestaltet vom jeweiligen Gastgeber – umrahmt von Liedern, einer Geschichte, einem adventlichen Gedicht.

Interessierte Menschen aus Eilendorf und Rothe Erde kommen für etwa eine halbe Stunde zusammen, um das Fenster zu bewundern, beisammenzustehen, miteinander zu singen und sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen.
Die Einladung, die Adventsfenster zu besuchen, richtet sich an alle – ebenso die Einladung, ein solches Adventsfenster zu gestalten und Gastgeber an einem der Abende zwischen dem 1. und dem 23. Dezember 2023 zu sein.

Ob adventlich dekoriert oder auch schön beleuchtet – beim Schmücken des Fensters sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Liederhefte zum gemeinsamen Singen sind vorbereitet und werden von Fenster zu Fenster weitergegeben.
Die Orte, an denen die Adventsfenster erstrahlen, werden in der Dezemberausgabe
Eilendorf Aktuell, im Dezember-Pfarrbrief und auf der Homepage www.st-severin-eilendorf.de veröffentlicht.

Wer ein solches Fenster gestalten und Gastgeber werden möchte, kann sich bei Pfarrer Hans Christian Johnsen (Tel. 1824924, hanschristian.johnsen@ekir.de) oder Gemeindereferentin Jenny Kruse (Tel. 99728915, j.kruse@st-severin-eilendorf.de) melden und einen Termin abstimmen. Wir freuen uns auf viele schöne Treffen vor adventlich geschmückten Fenstern.

Jenny Kruse und
Pfr. Hans Christian Johnsen

Grundschüler setzen Zeichen gegen Vermüllung

Einen Tag vor dem offiziellen World Cleanup Day am 15. September 2023 haben sich die Grundschüler der Montessori Grundschule Eilendorf und der Brühlstraße zum Müllsammeln auf Eilendorfer Plätzen aufgemacht.

Silke Bergs, Vertreterin der Grünen in der Bezirksvertretung Eilendorf, hat die beiden Schulen auf die Aktion Cleanup Day aufmerksam gemacht und angeregt sich daran zu beteiligen. „Da das Thema Nachhaltigkeit und Klima auch in den Grundschulen zum Unterrichtstoff gehört, haben auch wir uns umgehend zum Cleanup Day angemeldet“, erklärt Ferial Al-Mufti, Schulleiterin der Montessori Grundschule Eilendorf. „Die Schule hat sich auch über lange Jahre immer an der Aachener Aktion Frühjahrsputz beteiligt, die allerding in den letzten Jahren Corona bedingt nicht mehr stattgefunden hat. Damit kam die Cleanup Aktion genau richtig, um das Thema Umwelt den Kindern wieder mehr ins Bewusstsein zu rufen.“ Gemeinsam mit der Konrektorin Anne Sigle, dem Hausmeister Tim Vogt, Silke Bergs und Ferial Al-Mufti ging es mit der Fledermaus-, Bären-und der Hirschklasse in den Moritz-Braun-Park. Zigarettenkippen, Flaschen, ein paar Schuhe, eine Tüte voll Zeitungen und noch einiges mehr wurde gesammelt und konnte so auf dem richtigen Weg entsorgt werden. Weitere Klassen der Montessori Grundschule waren in der Hansmannstraße und im Umfeld ihres Ausweichquartiers im Barbaraviertel unterwegs.
Ebenso ein voller Erfolg war die Aktion an der Grundschule Brühlstraße, die sich ebenfalls zum Müllsammeln angemeldet hatte und mit allen Klassen am Freitag, dem 15.

September, den ganzen Vormittag über zum Müllsammeln in Eilendorf unterwegs war. Mit ihren grünen Schulshirts waren die fleißigen Müllsammler*innen zum Beispiel auf dem Spielplatz am Bahnhof, auf dem Marktplatz und auf der Steinstraße zu sehen. Auch der Weg zum Schwimmunterricht in der Birkstraße wurde zum Müllsammeln genutzt. „Das Thema Umwelt ist auch im Umfeld unseres Unterrichtes sehr wichtig. Den Schüler*innen Bewusstsein und Verantwortung für die Natur zu vermitteln gehört zum Bildungsauftrag jeder Schule,“ so Hildegard Bodewig, Schulleitung der GGS Brühlstraße, über die Motivation am Cleanup Day teil zu nehmen.

Schon vor den Sommerferien ist Marcel Stempel, Konrektor der GGS Brühlstaße, auf die Weltweite Aktion Cleanup Day aufmerksam geworden. Kurz entschlossen hat die Schule damals mit einer Klasse an der Aktion teilgenommen. Diesmal waren die Schüler, dank der Unterstützung des Aachener Stadtbetriebes, mit Handschuhen und Zangen ausgestattet.
„Der World Cleanup Day ist die größte Bottom-Up-Bürgerbewegung der Welt zur Beseitigung von Umweltverschmutzung. Während des jährlich am dritten Samstag im September stattfindenden Aktionstages „World Cleanup Day“ werden Millionen von Mitmachenden in über 190 Ländern Straßen, Parks, Strände, Wälder, Flüsse, Flussufer und die Meere von achtlos beseitigtem Abfall säubern. 2022 beteiligten sich 15 Millionen Menschen in über 190 Ländern weltweit am „WCD“ und setzten durch ihre Cleanups ein starkes Zeichen für eine saubere, gesunde und müllfreie Umwelt. Diese und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.worldcleanupday.de

Eilendorfer mit neuem Buch

Der Eilendorfer Autor Dr. Stephan Kaußen präsentiert im Oktober sein neuestes Buch. Diesmal hat er die Autobiografie mit dem deutschlandweit berühmten Sänger Philipp Burger geschrieben.

Burger ist der Sänger der Band Frei.Wild, ausgezeichnet mit Gold, Platin und Echo. Aber auch ein in den Medien umstrittener Künstler. Seine Vergangenheit in der rechten Szene Südtirols liegt allerdings schon 25 Jahre zurück.

„Ist es da nicht ziemlich unfair, ihn immer wieder in diese Schublade zu stecken? Aus der er auch noch immer wieder öffentlich und ganz bewusst heraus gekrochen ist? Und das eben immer wieder mit offenem Visier?“ so der Co-Autor.

Kaußen lernte Burger vor nun 15 Monaten in Südtirol kennen – und beide schrieben seitdem am 400-Seiten-Werk, das im Verlag Kampenwand am Chiemsee veröffentlicht wird.

Schon vor der Veröffentlichung gibt es nicht weniger als 15.000 Vorbestellungen im deutschen Buchhandel, dadurch landen die beiden ziemlich sicher auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Burger spielte im Mai mit seiner Band Frei.Wild auf der Deutschland-Tournee in der Kölner Lanxess Arena und nicht weniger als 11.000 Zuschauer feierten die Band. Einer davon Stephan Kaußen.

„Wer alleine die Vorband bei ihrem Song ‘Wir sind anti-extrem’ gehört hat, kann diesen Philipp Burger nicht länger einfach so kategorisieren. Philipp leidet seit langem unter dem modernen Phänomen namens Cancel Culture. Wenn du einmal im Leben einen Fehler gemacht hast, wird man ihn dir immer wieder nachtragen.“

Ähnliche Phänomene erleben im Moment Künstler wie Dieter Nuhr. Weil sie etwas sagen, was vielleicht ein wenig mehr nach konservativ oder liberal klingt als der aktuell vorherrschende links-grüne Mainstream.

„Da die Medien deutschlandweit mehrheitlich aus Akademikern bestehen und aus „woken“ und „hippen“ Städten schreiben und senden, ist dieser eher ländliche Typus Philipp Burger natürlich ein gefundenes Ziel.“

Nicht überraschend ist die Frei.Wild-Fangemeinde, die viele hunderttausend Bürger umfasst, deshalb  mehrheitlich in ländlichen Regionen zu finden. Oder auch im Osten unserer Republik.

Kaußen: „Genau darin besteht aus meiner Sicht das Besondere – und die große Chance mit diesem Buch. Wir können auf unserer Lesereise durch Deutschland eine Brücke bauen zwischen ‘denen’ und ‘uns’. Und es macht doch einfach keinen Sinn, weiterhin die Spaltung unserer Gesellschaft zu verstärken, wenn wir doch mehr denn je so etwas wie Zusammenhalt bräuchten. Wenn wir so weitermachen wie in den letzten 2 Jahren, verlieren wir die konservative Hälfte der Gesellschaft.“

Philipp Burger ist laut Kaußen also ein Konservativer, aber eben nicht nur: „Ich kenne ihn mittlerweile in- und auswendig – und er ist mindestens so liberal und sozial wie konservativ.“

Und deshalb sollten wir diesem Menschen vielleicht wirklich mehr zuhören – und das ohne Vorurteile. Am 18. Oktober besteht die Gelegenheit, Philipp Burger und Stephan Kaußen gemeinsam auf der Bühne zu erleben. Wo? Bei Peter Kappertz in seiner legendären „Kappertz Hölle“ in Rothe Erde.