Pünktlich zum diesjährigen Bürgerfest hat der Dauerregen eine Pause gemacht und damit vielen Eilendorfern und Gästen von nah und fern ein rundum gelungenes Wochenende beschert. Von Freitagabend, dem 7. Juni, bis Sonntagabend, dem 9. Juni, wurde das Fest im Moritz-Braun-Park und auf dem Severinusplatz durchweg sehr gut besucht. Viel Interessantes für Kinder und Familien, aber auch Informatives über den Stadtteil, wurde geboten; dazu ein tolles Bühnenprogramm auf beiden Bühnen, das bis spät abends zu Geselligkeit und Tanz einlud.
Christian Göbbels, Lisa Stadinger und Doris Koerfer, stellvertretend genannt für alle Organisatoren und Helfer, haben im Vorfeld viel Zeit und Engagement in Planung, Organisation und Aufbau gesteckt. „Wir sind zufrieden und glücklich mit dem positiven Feedback und über die sehr gut besuchten Veranstaltungen, sowohl auf dem Severinusplatz, als auch im Moritz-Braun-Park“, resümierten alle, die an dem Erfolg des Festes beteiligt waren.
Bezirksamtsleiter Gerd Kempf hat nicht nur aus seinem Büro heraus alles für einen reibungslosen Verlauf getan, auch vor Ort hat er, wie viele andere, tatkräftig mit angepackt. An allen drei Tagen mischte sich auch Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler unter die Bürger und kam so mit vielen Menschen ins Gespräch. Auch sie schwärmte über die tolle Atmosphäre in diesem Jahr.
Über das rege Treiben freuten sich ebenfalls die Organisatoren seitens der IG Handel, Handwerk und Gewerbe auf dem Severinusplatz. Auch die Organisatoren Seitens der IG Achim Delheid und Christian Moeres waren voll des Lobes über die gute Stimmung und – wie viele andere- über die zahlreichen Besucher das ganze Wochenende über.
Mit dieser positiven Rückmeldung wird wieder einmal deutlich, dass das Eilendorfer Bürgerfest mittlerweile zum festen Bestandteil des Event-Jahresprogramms gehört.
Chronik 100 Jahre kfd St. Severin
Nun ist es endlich so weit, zum 1. Juli 2024 erscheint das Buch zum 100-jährigen Jubiläum der kfd St. Severin. Ein Jahr lang hat Angelika Quadflieg recherchiert und die Geschichte von 1924 bis heute in einem Buch zusammengefasst. „Viele haben daran mitgearbeitet, und wir sind stolz auf 175 Seiten die Geschichte unserer kfd darstellen zu können: ihre Anfänge vor dem Krieg mit Frau Ritzerfeld, ihren Neuanfang 1976 mit Frau Kalbhen und Frau Förster sowie ihre Weiterentwicklung unter den Sprecherinnen Ä. Datené, A. Quadflieg, M. Emonds-pool und heute U. Begiebing“, so Angelika Quadflieg über ihr gerade erschienenes Buch.
Vor 100 Jahren hieß die kfd noch Frauen- und Mütterverein und blieb zunächst den verheirateten Frauen vorbehalten und entsprach somit dem damaligen Bild der Frau. Unverheiratete Frauen fanden in der Jungenfrauen Kongregation einen entsprechenden Verband. Damals war der Frauen- und Mütterverein nicht selbständig. Die Beiträge wurden zwar von den Frauen eigenständig eingesammelt, aber Pfarrer Braun als Präses verwaltete sie. Neben vielem anderen wurde davon die Herz-Jesu-Glocke angeschafft, die auch heute noch zu Beerdigungen geläutet wird. Dazu gibt es die schöne Anekdote, dass Pfarrer Huben nach Jahrzehnten den kfd -Frauen den Betrag von 400 Euro (700 M), den seinerzeit Pfarrer Braun für die Anschaffung eben dieser Glocke aus der Kasse der Frauen genommen hatte, wieder zurückerstattete.
Erst nach dem Krieg wurde der Verband in die kfd, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, umbenannt und entwickelte sich zu einem offenen, selbständigen und modernen Verein. Heute bekommt die kfd als kirchlicher Verein für ihre Arbeit Geld aus Kirchensteuermitteln, die sie in eigener Verantwortung verwaltet und ausgibt.
Vor allem aber wird in dem Bericht von Angelika Quadflieg über 100 Jahre Frauenarbeit erzählt, „über den Beitrag der Frauen in der Familie, der Gesellschaft, der Politik und der Kirche. Wir berichten über Gottesdienste, Glaubensgespräche, Pilgern und Wallfahrten, über Nähen und Basteln, Fahrten und Ausflüge, Literatur und Kunst. Und natürlich wird auch viel Geselliges in Texten und zahlreichen Bildern festgehalten“. In dem Buch ist deutlich zu erkennen, wie hier in 100 Jahren Veränderung stattgefunden hat. Die kfd ist heute ein offenes Angebot für alle Frauen, ob religiös oder nicht, alleinlebend und alleinerziehend, Alt oder Jung, hier sind alle willkommen. Für diese Offenheit steht auch die muslimische Leiterin der Gruppe ‚alleinlebender Frauen‘. Trotz dieser sehr modernen und auch teilweise kritischen Stellung gegenüber der Kirche, hat die kfd zu Unrecht immer noch das Image ein Verein älterer Frauen zu sein. Die kfd würde sich sehr über mehr Engagement junger Frauen freuen, die das Werk von 100 Jahre kfd auch in die Zukunft weitertragen.
Die Informationsgrundlagen stammen hauptsächlich aus dem Archiv des Heimat Verein Eilendorf. Von 1924 bis zum Krieg dokumentieren die alten Pfarrbriefe die erste Zeit des Verbandes. Nach dem Krieg bis 1990 ist die Quellenlage lückenhaft, und erst danach ist wieder der Pfarrbrief die Hauptquelle. Viele Informationen kamen auch aus privaten Archiven und wurden bei Angelika Quadflieg zusammengetragen.
Entstanden ist eine interessante Zeitreise, ein Buch zur Information, zur Erinnerung und vor allem zur Freude! Gute Unterhaltung beim Schmöckern!
Das Buch im Format DIN A4, 175 Seiten, mit vielen Fotos, kostet 15 Euro. Mitglieder der kfd St. Severin erhalten je ein Exemplar für 10 Euro. Alle Interessierten – Mitglieder oder nicht – können das Jubiläumsbuch über die Mitarbeiterinnen erwerben oder persönlich in der Oase kaufen: Montag, 1. Juli, von 17 bis 19 Uhr, Mittwoch, 3. Juli, von 11 bis 12 Uhr, am Donnerstag, 4. Juli, während des gemeinsamen Frühstücks, am Freitag, 5. Juli, nach der Gemeinschaftsmesse und am Sonntag, 7. Juli, nach beiden Heiligen Messen.
kfd-Ausflug
Am Samstag, dem 27. Juli 2024, findet unser diesjähriger Ausflug statt. Wir fahren um 11 Uhr in Eilendorf ab und sind gegen 17 Uhr wieder zurück. Unsere Fahrt führt uns in diesem Jahr nach Wegberg-Beeck. Wir besuchen dort das Flachs-Museum und nehmen an einer Vorführung teil, die uns zeigt, wie aus Flachs Leinen hergestellt wird.
Zur Stärkung gibt es eine Rheinische Kaffeetafel. Anschließend besuchen wir nur ein paar Meter entfernt Europas größtes Trachten-Museum. Dort findet auch eine Führung statt.
Der Kostenanteil beträgt 15 Euro. Wir hoffen, Sie freuen sich wie wir auf unsere Tour und sind dabei.
Anmeldung bitte bei Hildegard Vossen, Tel.: 0241 -55 4168.