Besondere Chormusik an St. Severin

Die Pfarrkirche St. Severin wird in den kommenden Wochen gleich mehrfach zum besonderen Ort für Freunde der Chormusik. Internationale Chöre sind zu Gast, und auch die Chorgemeinschaft St. Severin gestaltet einen Gottesdienst musikalisch. Die verschiedenen Veranstaltungen bieten dabei ein abwechslungsreiches Programm, das von jahrhundertealter Chorkultur bis hin zu moderner geistlicher Musik reicht.
Den Auftakt macht am Donnerstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr ein besonderes Chorkonzert. Zu Gast in St. Severin sind die Singknaben der St. Ursenkathedrale aus Solothurn. Das Konzert steht unter dem Motto „zunehmend wechselhaft“.
Die Geschichte der Singknaben reicht weit zurück. Ihre Tradition gründet auf der mittelalterlichen Schola des St. Ursenstiftes, den sogenannten Choraulen, die bereits im Jahr 742 erstmals erwähnt wurden. Damit gelten die Singknaben als der älteste Knabenchor der Schweiz. Das Konzert verspricht somit nicht nur einen musikalisch abwechslungsreichen Abend, sondern lässt auch ein Stück jahrhundertealter Chorkultur lebendig werden.
Nur wenige Tage später, am Sonntag, 4. Oktober, um 11.15 Uhr, steht erneut die Chormusik im Mittelpunkt. Im Rahmen des Gottesdienstes ist die Cantorij der Basiliek Hulst aus Zeeland in den Niederlanden zu Gast. Unter der Leitung von Anton de Kort wird der Chor den Gottesdienst musikalisch gestalten. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke des lettischen Komponisten Rihards Dubra sowie Kompositionen von Henry Purcell und Charles Gounod. Begleitet wird der Chor von Organist Marcel Magnus.
Den Abschluss dieser Reihe bildet am Sonntag, 1. November, um 15 Uhr das Totengedenken. In diesem Gottesdienst wird in besonderer Weise an die Menschen erinnert, die im vergangenen Jahr von uns gegangen sind. Die Chorgemeinschaft St. Severin übernimmt die musikalische Gestaltung und setzt mit ausgewählten Chorwerken einen besonderen Akzent des Erinnerns und der Hoffnung.
Zu hören sind W. A. Mozarts „Quis te comprehendat“, „Pie Jesu“ von Andrew Lloyd Webber, „Lux aeternae“ von Julija Ovseiciuk sowie „In Paradisum“ von Donatas Zakaras.
So verbinden die drei Veranstaltungen unterschiedliche Facetten der Chormusik: die lange Tradition des Knabenchores aus Solothurn, internationale geistliche Chormusik aus den Niederlanden und schließlich die musikalische Erinnerung an die Verstorbenen in der eigenen Gemeinde. Im November geht die Reihe „Besondere Chormusik an St. Severin“ weiter.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die musikalischen Veranstaltungen in St. Severin mitzuerleben.