Zwei Themen lagen dem Bezirksamtsleiter Gert Kempf in der Januarsitzung der Bezirksvertretung auf dem Herzen. Zum einen bereitet die Radservicestation auf dem Heinrich-Thomas-Platz dem Amtsleiter Bauchschmerzen. Es werden regelmäßig Werkzeuge aus der Station geklaut und „ein Inbusschlüssel ist in der Regel bereits nach 48 Stunden wieder entwendet“, berichtet Gert Kempf den Bezirksvertretern und stellt die Frage nach dem Sinn einer Radservicestation, die zwei Mal im Jahr komplett neu bestückt werden muss. Zum einen ist es der finanzielle Aspekt und zum anderen ist es auch für die Nutzer immer eine Überraschung, ob Luftpumpe, Inbusschlüssel oder ein anderes Werkzeug vorhanden sind, wenn es gerade dringend gebraucht wird. Möglichkeiten einer Lösung des Problems könnte der Umbau oder die Platzierung an anderer Stelle sein.
Eigentümer der Radservicestation ist die Caritas, die die Stationen auch wartet und Werkzeuge wieder auffüllt. Auf Nachfrage wurde dem Bezirksamt mittgeteilt, dass die Station in Eilendorf als einzige derart zahlreiche Diebstähle zu vermelden hat. In anderen Stadtgebieten muss die Caritas vielleicht einmal im Monat ein Werkzeug ersetzten. Leider liegt die Vermutung nahe, dass sich immer die gleichen Personen einen Spaß daraus machen, die Radservicestation zu sabotieren.
Vorschläge aus der Bezirksvertretung waren eine Standortverlegung an einen belebteren und helleren Ort, der bestenfalls an der Radvorrangroute liegt, einem Bewegungsmelder oder aber der präferierte Vorschlag einer Sicherung durch ein APP Schloss.
Mit dem zweiten Anliegen richtet sich Gert Kempf an alle Bürger. Da seit Dezember 2023 die Personelle Situation im Bezirksamt Aachen-Eilendorf krankheitsbedingt zeitweise sehr ausgedünnt ist, kam und wird es auch in den kommenden Wintermonaten vermehrt zu Terminabsagen kommen können. „Dafür bitte ich die Bürger um Verständnis“, appelliert der Bezirksamtsleiter vor allem an die „beschwerdewilligen Bürger, die ihren Unmut in der letzten Zeit an den Mitarbeitern ausgelassen haben. Dabei haben die Bürger die Beratung und den Service stets als sehr gut bewertet, und daran hat sich nichts geändert!“ „Es wäre schön, wenn die Bürger auch in schwierigen Situationen Verständnis für die Mitarbeiter aufbringen könnten“, richtet auch Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler das Wort an die Bürger Eilendorfs und die Kunden des Bezirksamtes Eilendorf.
Auch im Bezirksservice sind in den letzten Monaten nur zwei von vier Mitarbeitern im Dienst gewesen. Daher bittet das Bezirksamt auch hier Verständnis aufzubringen, wenn nicht alle gemeldeten Anfragen direkt erledigt werden können.
Die nächste Bezirksvertretungssitzung ist am Mittwoch, dem 28. Februar 2024, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Bezirksamtes Eilendorf, Heinrich-Thomas-Platz. Die Eilendorfer Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.