Spielplatzsanierung und Verkehrsplanung

In der Bezirksvertretungssitzung Mitte März kamen aufgrund der COVID Beschränkungen nur wenige Themen auf die Tagesordnung. Zunächst wurde der Sachstand zum gesamtstädtischen Spielplatzkonzept, insbesondere die Vorgehensweise und Spielplatzanalyse auf Bezirksebene in die Diskussion gegeben. Dabei ist die Raumanalyse der Stadt zum Ergebnis gekommen, dass die Versorgung mit Spieleinrichtungen für Kinder und Jugendliche im Bezirk Eilendorf von ausreichend bis gut bewertet worden. In allen Lebensräumen ist die Anzahl an Haushalten mit Kindern im Vergleich zu den Durchschnittswerten der Stadt Aachen hoch. Die Auswertung ergibt dabei für die 15 Eilendorfer Spiel- und Bolzplätze meist nur Handlungsbedarf für Einzelmaßnahmen. Dabei werden hauptsächlich die Spielgeräte in Stand gehalten oder ausgetauscht. Einzig der Spiel- und Skateplatz an der Krebsstraße sollen umgeplant werden. Im Vorfeld der Planungen der konkreten Umplanungsmaßnahmen ist immer eine Bürgerbeteiligung mit Schwerpunkt auf die Nutzergruppe Kinder und Jugend vorgesehen, mit dem Ziel, dass möglichst alle Nutzergruppen in den Prozess einbezogen werden.Die Bezirksvertretung gab in ihrem Beschluss nur zu bedenken, dass auch bei der guten Spiel- und Bolzplatz Situation im Gegensatz zu der gesamtstädtischen Lage, die Eilendorfer mit ihren. notwendigen Sanierungsmaßnahmen nicht hinten anstehen dürfen. Darüber hinaus hat die Bezirksvertetung Eilendorf die Fachverwaltung um folgende Ergänzungen gebeten:

Mehr Kleinkinderspielgeräte im westlichen Teil Eilendorfs

Spielplatz Buschbenden mehr Sitzgelegenheiten

Bolzplatz Birkstraße Abtrennung zum Bach möglichst offen gestalten

Ausschilderungen der drei Boulebahnen in Eilendorf Aufstellung von Fahrradständern an allen Spielplätzen

Altersgerechte Sitzmöglichkeiten für Jugendliche

Aufwertung Moritz-Braun-Park mit Kleinkinderspielgeräten

Bei Neuplanung von Spielplatz Krebsstraße Kleinkinderspielgeräte berücksichtigen

Zeitnahe Ersatzbeschaffung der Rutsche auf dem Spielplatz Fingerhutsmühlenweg

Weiterhin hat die Bezirksvertretung Eilendorf die Fachverwaltung beauftragt ein Verkehrskonzept für Eilendorf, unter Einbeziehung der Hauptverkehrsstraßen, mit verkehrs- und umwelttechnischer Rahmenplanung und unter Berücksichtigung der aktuellen und zukünftigen Verkehrsströme zu erstellen. Dazu werden für den Eilendorfer Bezirk nach Haushaltsverabschiedung planmäßig 100.000 Euro zur Verfügung stehen. In der Sitzung einigten sich die Fraktionen darauf, dass diese Planungen, einmal mit Einbezug der Umgehungsstraße (L221n) und einmal ohne, erstellt werden sollen. In diesem Konzept sollen nicht mehr Einzelmaßnahmen die vielen Missstände hinsichtlich Verkehrssicherheit, Ökologie, Parkraum und vieles mehr beheben, sondern großräumig die Verkehrsströme, Kreuzungen und Schulwege im ganzen gesehen werden.

Abschließend wurde das Aufstellen eines „Vorfahrt achten“ Schildes an der Ausfahrt gegenüber der Kleebachstraße von der Bezirksvertretung beschlossen. An dieser Stelle kam es in der Vergangenheit zu gefährlichen Situationen, da die Radfahrer vom Vennbahnweg kommend über den Landwirtschaftsweg auf die Rad-Vorrang-Route häufig die Vorfahrt sowohl der Fußgänger, als auch der Autofahrer nicht geachtet haben. An dieser Stelle ist durch den Landwirtschaftsweg und den durchgängigen Bürgersteig Verkehrsregelung zwar eindeutig, doch die Radfahrer wähnen sich auf einer „Fahrradvorfahrtstraße“, begünstigt durch ein Hinweisschild „Radweg geradeaus“. Mit dem „Vorfahrt achten“ Schild sollen in Zukunft brenzlige Situationen vermieden werden. Darüber hinaus wurde die Fachverwaltung gebeten zu prüfen, ob dort ein Umbau in eine 4-armige asphaltierte Kreuzung möglich ist, um dann der durchgehenden Kleebachstraße als Fahrradstraße die Vorfahrt einräumen zu können. Die nächste Bezirksvertretungssitzung findet am Mittwoch, dem 5. Mai 2021, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Bezirksamts Heinrich-Thomas-Platz statt.