Jetzt steht die „Tihange-Aus“-Säule in Eilendorf vor dem Bezirksamt am Heinrich-Thomas-Platz. Präsentiert wird sie von den Initiatoren Rolf Jägersberg, Lars Harmens, der Eilendorfer Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler, von Bezirksvertreterin Hildegard Pitz und Bezirksamtsleiter Martin Freude (von rechts).
Foto: Stadt Aachen/Bernd Büttgens
Der neue Standort ist perfekt. Direkt vor dem Eingang des Bezirksamtes am Heinrich-Thomas-Platz in Eilendorf steht die rote Säule mit dem knalligen Atom-Logo gut sichtbar. „Tihange AUS!“ heißt die Aufforderung – und jeder, der den Hebel betätigt, stimmt genau dafür. Zehn dieser Säulen haben die Initiatoren, die Künstler Lars Harmens und Rolf Jägersberg, nun schon mit Sponsorenhilfe in der Region aufgestellt. „Die Resonanz ist nach wie vor überwältigend“, sagen beide, „und das Ergebnis kann man nur eindeutig werten: Die Bürgerinnen und Bürger fordern unverdrossen laut, das marode Kernkraftwerk im belgischen Tihange auszuschalten!“
Die Aachener Säule, die Ende vergangenen Jahres von Oberbürgermeister Marcel Philipp vor dem Bürgerservice Katschhof ihrer Bestimmung übergeben wurde, hat nun die siebte Station auf einer Reise durch Aachen erreicht: Sie stand auch vor der Mayerschen Buchhandlung, auf der Euregio Wirtschaftsschau, auf dem neugestalteten Brander Marktplatz, am Eingang zum Historischen Jahrmarkt Kornelimünster und kommt nun vom Dreiländerpunkt nach Eilendorf.
„Ich freue mich sehr, dass wir auch den Bürgerinnen und Bürgern in Eilendorf die Möglichkeit geben, gegen Tihange ein Zeichen zu setzen“, sagte Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler. Gemeinsam mit Bezirksamtsleiter Martin Freude hat sie den Ort vor dem Bezirksamt ausgewählt und setzt wie Harmens und Jägersberg auf tatkräftige Nutzung der interaktiven Säule. Die Säule soll später dann in weitere Stadtbezirke umziehen.
Dass die Aktion von den Bürgern angenommen wird, konnten sich die Vertreter aus Politik und Verwaltung in Eilendorf nach Aufstellung der Säule selber ein Bild machen. Bereits nach wenigen Minuten lassen die Eilendorfer durch Betätigung des Hebels den Zähler weiter in die Höhe schnellen. Bislang gab es schon über zwei Millionen Klicks gab es an allen Stationen. Die beiden Initiatoren schicken jeden Samstag den aktuellen Stand an die Verantwortlichen in Belgien.