Zum Abschluss des 5. Eilendorfer Orgelsommers haben Musikfreunde noch drei Möglichkeiten in der Pfarrkirche St. Severin den Orgelklang zu genießen. Neben Orgelmusik werden in diesem Monat auch Gospel- und Gregorianische Chorklänge musikalisch verzaubern.
Zum Start in die finale Runde lässt der Organist Peter Wright mit dem Konzert ‚Organ Recital’ am Freitag, dem 6. September 2019, um 20 Uhr in der Pfarrkirche St. Severin die Orgel erklingen.
Peter Wright wurde in Hertfordshire geboren. Er studierte zunächst am Royal College of Music Richard Popplewell (Orgel) und Angus Morrison (Piano), später dann am Emmanuel College in Cambridge. Abschließend wurde Peter Wright Organist an der Guildford Kathedrale und dann ab 1989 Organist und musikalischer Leiter der Southwark Cathedrale. Sein Chor hat mehrere CDs aufgenommen und ist durch Amerika und Europa getourt. Sowohl als Organist als auch als Chorleiter verfügt Peter über ein großes und abwechslungsreiches Repertoire. Er ist bereits in Europa, Japan und Südafrika aufgetreten und vor kurzem von einer Tour in Australien und Neuseeland zurückgekehrt.
Für den Eilendorfer Orgelsommer hat Peter Wright Stücke von Johann Sebastian Bach, Samuel Sebastian Wesley und Louis Vierne Symphony No 4 in G minor ausgewählt. Mit dem Gospelkonzert der Mustard Seed Faith unter der Leitung Johan Leenders geht es in der Pfarrkirche St. Severin am Freitag, dem 13. September 2019, um 20 Uhr musikalisch weiter.

Den Gospelchor ‚Mustard Seed Faith’ gibt es seit 2004, als Karsten Sievert eine kleine Schar Gospelbegeisterter um sich sammelte und die „Seeds“ ins Leben rief. Seitdem blüht und gedeiht die vierstimmige Chorgemeinschaft. Sie probt jeden Donnerstag im Herzen der Kaiserstadt Aachen, steht häufig auf der Bühne und reist einmal im Jahr nach Xanten zum bekannten Chorwochenende. Anfang 2017 hat der Profimusiker Matts Johan Leenders aus Düsseldorf die Chorleitung übernommen und begleitet die Sängerinnen und Sänger mit großem Engagement und Fachwissen auf ihrem Weg durch das Gospeluniversum.
Das Repertoire setzt sich aus modernen US-amerikanischen Black Gospel-Stücken zusammen. Die Gospelmusik hat in den USA bis heute starken Einfluss auf die Popmusik und umgekehrt. Und so spannen die Stücke stilistisch einen weiten Bogen, von traditionsbewussten Arrangements bis zu sehr modernen Rhythmen und Harmonien.
Viele der Stücke sind von enormer Tiefe, sie berühren in ihrer wuchtigen Kraft und Emotionalität die Seele. Chor und Chorleitung arbeiten ständig daran, diese Intensität zu erkunden und für die Zuhörer erfahrbar zu machen. Das Schlusskonzert mit Schola Karolus Magnus aus Nijmwegen (Niederlande) unter der Leitung von Stan Hollardt und seinen Gregorianischen Chorklängen wird von Pfarrorganisten Marcel van Westen an der Orgel begleitet. Am Sonntag, dem 22. September 2019, findet um 17 Uhr das letzte Konzert des diesjährigen Orgelsommers in der Pfarrkirche St. Severin statt.
Seit 1990 liegt die Leitung der Schola Kantorum Karolus Magnus in den Händen des Dirigenten Stan Hollardt. Er studierte niederländische Sprache und Literatur und war vierzig Jahre lang als Dozent tätig. In all den Jahren blieb jedoch die Gregorianik seine große Leidenschaft und er setzte sich für den gregorianischen Gesang ein. Er studierte einige Jahre Musik bei Co Oremus und bei Fred Schneijderberg. Mittlerweile gilt er als tonangebender Kenner, der dazu beiträgt, den Fortbestand der gregorianischen Musik zu sichern. Er investierte viel Zeit in das Entziffern von alten Musikhandschriften und rekonstruierte sie zu brauchbarem Material. Unter der Leitung von Stan Hollardt entwickelte sich Karolus Magnus zu einer national hoch angesehenen und gefragten Schola. Neben vielen Auftritten in den Niederlanden fanden auch Konzerte in Belgien, Frankreich, Deutschland und Italien statt.