Mit Humor nimmt Jupp Hammerschmidt in seinem Weihnachtsprogramm „Da hammer die Bescherung“ die Tradition in der Eifel aufs Korn. Wenn Sie sich gerne lachend auf die besinnliche Zeit einstellen möchten sind Sie am Donnerstag, 16. November um 19.30 Uhr in der Gaststätte „Zum Treppchen“ genau richtig.
Die Weihnachtszeit beginnt seit eh und je mit dem ersten Advent – außer in der guten alten Eifel. Als dort noch von Ende August bis Mitte Mai durchgängig mindestens zwei Meter Schnee lagen, als im „Sibirien Preußens“ noch jeder Mann sonntags seine eigene Sauna direkt am Körper trug, das sogenannte „Nyltesthemd“ – da begann dort die Weihnachtszeit exakt an Sankt Martin. Die Laternen im Martinszug, die „Fackeln“, waren ausgehöhlte Rüben mit Kerze – und jedes Kind kriegte vom heiligen Mann einen „Weggemann“ mit Tonpfeifchen, in denen die Heranwachsenden ab September das Herbstlaub ratzekahl bis aufs letzte Blatt wegqualmten, weshalb in der Eifel auch nie ein Laubsauger gesehen wurde.
Nach der Bescherung genau um Mitternacht, versammelte sich die Gemeinde frisch fichtennadelgebadet zur Christmette. Die Pappweihnachtsteller gaben zu diesem Zeitpunkt stellenweise schon das Silbergegrissels frei, hatten aber immer noch reichlich Dominosteine im Angebot – mit dieser ekligen Glibberschicht drin, die das kleine Jüppchen von der Konsistenz her an die glasigen Fettstreifen im Sonntagsrinderbraten erinnerte: Gänsehaut-Feeling pur! Iiiih!
Das und noch vieles mehr von dem, was die Weihnachtszeit in der guten alten Eifel einst ausmachte, hat Jupp Hammerschmidt zu einer Melange aus Prosa, Reim und Gesang zusammengerührt: „Da hammer die Bescherung!“ Marcel Emonds-pool organisiert den heiteren Abend und Tickets gibt es für 12 Euro in „Das Buch“ auf der von-Coels-Straße 52, 52080 Aachen und an der Abendkasse für 14 Euro.