
Begrüßung der Troisdorfer Mannschaft vor dem entscheidenden Spiel
Fünf Aufstiege der Fußballer beenden eine grandiose Saison 2018/19. Die abgelaufene Saison wird als die erfolgreichste in die Vereinsgeschichte des SV 1914 Eilendorf eingehen. Nicht weniger als fünf Aufstiege konnte die Fußballabteilung verbuchen. Den Anfang machten die Frauen. Sie sicherten sich frühzeitig die Meisterschaft in der Kreisliga Aachen und werden in der kommenden Saison in der Bezirksliga an den Start gehen.
Schon im zweiten Jahr nach ihrer Neugründung führte Trainerin Violetta Friedrich und ihr Team die Mannschaft zum Aufstieg. Je zwei Herren- und Jugendteams des Vereins hatten genau hingeschaut und folgten den Frauen in die nächst höhere Klasse. Mit einer grandiosen Aufholjagt sicherte sich die 1. Mannschaft den zweiten Platz in der Landesliga, machte einen 12-Punkte-Rückstand auf den SV Rott wett und zog mit zehn Spielen ohne Niederlage und vier Punkte Vorsprung auf Rang drei in die Mittelrheinliga ein. Da ließ sich die zweite Mannschaft nicht lange bitten und krönte ihre Saison ebenfalls mit dem Aufstieg. Als zweiter der Kreisliga B Staffel 1 musste allerdings ein Relegationsspiel gegen den zweiten der Staffel 2, der 1. Mannschaft von Borussia Brand, bewältigt werden. 600 Zuschauer sahen in Roetgen von der ersten Minute an ein ausgeglichenes und umkämpftes Aufstiegsspiel welches die zweite SVE-Garnitur nach einem 1:2-Rückstand mit 3:2 für sich entschied. Somit ging unter den 400 mitgereisten Eilendorfer Fans der lang gehegte Traum vom Aufstieg in die Kreisliga A in Erfüllung. Mit Tobias Poch, Lukas Klein-Brömlage und Marc Kosalla führten drei erfahrene, ehemalige Spieler der 1. Mannschaft die überwiegend aus jungen Eigengewächsen bestehende Mannschaft in die höchste Klasse des Kreises Aachen. Ein genialer Schachzug war es, vor zwei Jahren mit Roger Warrimont den Co-Trainer der 1. Mannschaft zum Hauptverantwortlichen der 2. Mannschaft zu machen. Kontuinität wird beim SV Eilendorf groß geschrieben. Achim Rodtheut geht als Trainer ins 19. Jahr mit seinen schwarz-weißen. Ein weiterer Garant ist das Heranführen junger Spieler an das Seniorenlager.
Gleich acht hervorragend ausgebildete Spieler überließ B-Juniorentrainer Dennis Jerusalem altersbedingt seinem A-Juniorenkollegen Carsten Wissing um die Qualifikation zur Mittelrheinliga zu bestehen. Der Schock saß nach der Auslosung zunächst tief. Mit den Sportfreunden Troisdorf bekam man den vermeintlich schwersten Gegner zugelost. Doch nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel reichte ein 2:2 nach Verlängerung in Troisdorf zum Aufstieg in die nach der Bundesliga zweithöchsten Klasse der A-Junioren. Carsten Wissing und sein Trainerteam schafften im dritten Versuch den großen Wurf und stiegen erstmals in die Mittelrheinliga auf. Seit vielen Jahren „füttert“ Carsten Wissing die 1. und 2. Mannschaft mit gut ausgebildeten Spielern. In der abgelaufenen Saison gelang Jan Vopel und Orestis Kollias auf Anhieb der Sprung zum Stammspieler in die Landesligamannschaft. Mit Toluncay Ciftci, Etienne Feese und Albert Korotaev stehen die nächsten Eigengewächse für höhere Aufgaben bereit. Knapp am Aufstieg in die Mittelrheinliga sind die B-Junioren gescheitert. Der 2:0-Sieg im Rückspiel beim SC West Köln reichte nach der 0:4-Hinspielniederlage nicht für den Sprung nach oben. Besser machte es die U14. Sie rundete das erfolgreichste Jahr des SV Eilendorf in seiner langen Geschichte mit dem Aufstieg in die Bezirksliga ab. Dem 3:0 im Hinspiel ließen die Jungs um Enrique Niessen und Kevin Mehlkopf ein 4:2 beim SC Ford Niehl in Köln folgen.
Auf gut ausgebildete Juniorentrainer wird an der Halfenstraße großer Wert gelegt. Viele der derzeitigen Trainer waren oder sind aus der Jugendabteilung hervorgegangen und sind zum Teil auch heute noch als Spieler aktiv. Große finanzielle Klimmzüge sind beim SV Eilendorf nicht möglich. Doch die Möglichkeit in einem familiären Umfeld seinem Hobby nachzugehen und auch von vielen Besuchern beobachtet zu werden, sind für die meisten der Aktiven sehr reizvoll. Ein Blick auf die Zuschauerzahlen der Landesliga belegen das große Interesse an den Spielen. Mit im Durchschnitt 367 Zuschauern bei den Heimspielen nimmt der Verein die absolute Spitzenposition ein. 700 Fans unterstützten mit Pauken und Trompeten die 1. Mannschaft beim letzten Auswärtsspiel in Verlautenheide. Davon pilgerten vielein einer Karawane zu Fuß über den „Quinx“ hinauf zum Lokalderby. Der grandiose Abschluss einer grandiosen Saison! Norbert Jaschke