Die Aufführung eines Oratoriums in einer Kirche, bei dem ein Laptop die Klang- und Lichtwelt dirigiert, ein Sprecher mit philosophischen Worten die Musik begleitet und zarte Flötentöne mit tiefen Orgelfrequenzen sich live und einfühlsam dazu mischen, liefert beste Grundlagen für ein außergewöhnliches Kirchenkonzert – neu und einzigartig und ganz speziell für St. Severin in Eilendorf kreiert. So ist der Förderverein für Musik und Kultur besonders stolz darauf, dass er dem Künstlerensemble zur Welt-Uraufführung am 29. September um 20 Uhr in der Pfarrkirche St. Severin in Eilendorf, die Plattform zur Realisierung ihres neuen Projektes bieten kann. Eine Inszenierung, die nur aufgrund religiöser Auseinandersetzungen, großer Offenheit zur interkulturellen Akzeptanz und einem kreativen Team, das den gemeinsamen Wunsch hat, etwas Außergewöhnliches zu schaffen, zu verdanken ist.
Die musikalische Stilrichtung des Oratoriums basiert auf einer Vielfalt unterschiedlichster Klanggruppierungen und Besetzungen mit klassischer Orchestrierung, zeitgenössischen Szenen einer Electroper, Solostücken und der Vermischung von indischen wie auch jüdischen Volksmusiken. Inhaltlich wird der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten sich in biblischen Erzählungen zeigen, das eigene Leben in einem anderen Licht zu sehen. Der Komponist, Klangforscher und Musiktherapeut P. M. von der Nahmer und der Psychoanalytiker Alfred Walter, der auch Theologie und Philosophie studiert hat, beschäftigen sich seit langem mit diesen Fragen. Auf ihrer Suche sind sie zu diesem faszinierenden Ergebnis gekommen: Traditionelle Momente des Gottesdienstes werden neu zusammengefügt, musikalisch und textlich aufeinander bezogen, so dass die Musik als Text zum Sprechen gebracht wird. Als Resultat entsteht eine besondere, neue Form des Oratoriums, die anregt, zum Nachdenken bringt, Gewohntes überdenken lässt.
Das Kreativ-Team setzt sich zusammen aus: Peter Michael von der Nahmer, Dr. Alfred Walter (Text), Martin Habauer (Sprecher), Monika Pfennigs (Flöte), Marcel van Westen (Orgel), Martin Theißen und Stefan Knor (Licht), Elenita von der Nahmer (Realisation)