
Angekommen am Endbahnhof: Die Kinder der Kita Lindenstraße sind begeistert von ihrem neuen Außengerät. Sabine Ferl, stellvertretende Kita-Leiterin, Anne Mönig, Reiner Müller und Christina Ganser, Sachbearbeitung Spielplatzeinrichtung Nord des Aachener Stadtbetriebs, freuen sich ebenso.
Foto: © Stadt Aachen/Andreas Herrmann
Der Kessel glänzt in azurblau, die schwarzen Schornsteine ragen darauf empor, die Scheinwerfer glänzen. Eine Lokomotive, mehr als einen Meter lang, einen knappen Meter hoch. Natürlich hat die Lok auch Fenster und ein Lenkrad. In den zwei Waggons gibt es Sitzbänke und einen Seitentisch. Alles handgefertigt – von Reiner Müller. Er ist der kreative Kopf dieses Spielgeräts, hat die Bretter zugeschnitten, verleimt und verschraubt. Er hat sich alle Details selbst einfallen lassen und sie zum Schluss mit Hilfe von Anne Mönig umgesetzt. Seit heute steht die Lokomotive nun auf dem Außengelände der Kita Lindenstraße.
Ursprünglich gebaut als Anschauungsgerät für die Euregio Wirtschaftsschau freuen sich nun die Kinder in der Kita Lindenstraße über den Zuwachs auf dem Außengelände. Reiner Müller steht inmitten der tobenden Kinder und ist beinahe gerührt. „Das motiviert mich“, sagt er. „Zu sehen, wie sich die Kinder an den Sachen erfreuen, das ist toll.“ Müller ist einer von zwei Schreinern des Stadtbetriebs. Der gelernte Modellschreiner und -bauer arbeitet seit 1985 bei der Stadt Aachen. „Die Arbeit macht mir Spaß, sie füllt mich aus.“ Das strahlt er auch aus und es spiegelt sich schließlich in den liebevoll gefertigten Spielgeräten wieder.
Zwei Schreiner und die gelernte Garten- und Landschaftsbauerin Anne Mönig arbeiten in der Schreinerei des Stadtbetriebs. Ihre Hauptaufgabe: Spielgeräte der rund 300 öffentlichen Spielplätze und der von Kitas und Grundschulen in der Stadt Aachen reparieren. Dabei übernehmen sie wegen ihrer Liebe zum Detail vor allem kleinere, schöne Aufgaben. Wöchentlich werden alle Spiel- und Bolzplätze von den sechs Spielplatzkontrolleuren in Augenschein genommen. Das, was von den Schreinern repariert und instandgesetzt werden soll, taucht als Schadensmeldung bei Reiner Müller, Josef Rong und Anne Mönig auf. „Da gibt es kaputte Leitern an Spieltürmen oder ein Dach muss ersetzt werden“, zählt Rainer Müller auf. „Rutschen müssen überarbeitet werden, Wippen brauchen einen neuen Balken.“ Die Liste ist lang und vielfältig. „Bei so vielen Spielplätzen fällt eben eine Menge an.“