Solo für 2 nicht nur für die Seele

Wenn sie nicht bald wieder auf die Bühne können, wird ihre Seele krank‘, sagte mir kürzlich meine Ärztin. Jetzt ist es endlich soweit, es geht wieder um das Gesunden der Seelen“, so Manfred Savelsberg über die bevorstehende Premiere des Jubiläumsprogramms von „Solo für 2“ und damit ist nicht nur seine eigne Seele gemeint.

Vor genau zwei Jahren stand das Programm zum zehnjährigen Jubiläum des Vater und Sohn Duos kurz vor der Aufführung und dann kam alles anders. Alle Veranstaltungen wurden Corona bedingt abgesagt, auch die in der Eilendorfer Versöhnungskirche. Wer seine Karte nicht zurückgegeben hat, darf sie nun an gleicher Stelle am Sonntag, dem 3. April 2022, um 15 Uhr einlösen. Darüber hinaus spielen Manfred und Jan Savelsberg das neue 10. Programm gleich zweimal im März und zweimal im April in der Kappertzhölle, Saalbau Rothe Erde.
„Das Programm ist seit 2020 schon mehrfach umgestrickt worden, es ist zwar immer noch das Zehnte; aber politisches Kabarett lebt von Aktualität, daher sind einige Nummern komplett weggefallen, einige ganz neu und andere ein bisschen verändert“, beschreibt Manfred Savelsberg die unverhofft längere Findungsphase für das jetzt tatsächlich auf die Bühne kommende Jubiläumsprogramm. Es bleibt also wie gewohnt politisch, sozialkritisch und lustig! Dem Thema Corona gibt das Duo „Solo für 2“ nebst Texterin, Mutter und Ehefrau Marlene Savelsberg, keinen großen Raum. „Die Menschen sind des Themas müde.“ Aber mit Vorfreude und einem verschmitzten Lächeln kündigt Manfred Savelberg ein Lied an, in dem Gesundheitsminister Lauterbach als Synonym für Corona aus aktuellem politischen Anlass seine Bühne bekommt. Die musikalischen Beiträge begleitet, nun auch schon seit zehn Jahren, Claus Thormählen am Klavier. Für generationsübergreifende Themen stehen Vater und Sohn wieder gemeinsam auf der Bühne, und auch die Klima Krise ist trotz Corona 2022 immer noch da.

Ansonsten darf selbstverständlich Aachen nicht übergangen werden. Fast alle Nummern sind in Hochdeutsch und damit auch für Nicht-Aachener sehr gut verständlich. Mit Manni d‘Huusmeester kommt allerdings ein bisschen Öcher Platt und etwas mehr Lokalkolorit auf die Bühne. Mit ‚et Billa‘ findet auch die neue Chefin von Manni, die OB:In von Aachen ihren verdienten Platz im neuen Programm. „Auch musikalisch hat das Thema Aachen viel zu bieten. Auf Öcherplatt gibt es 23 Wörter für Chaos … da arbeite ich noch dran, und der Rest ergibt sich“, gibt Manfred Salvelsberg einen Einblick in die noch laufende Ausarbeitung des Programms bis zur ersten Probe im März.

„Wenige Auftritte im kleinen Rahmen konnte ich in den letzten beiden Jahren noch realisieren, aber finanziell wird es für uns schwierig, wenn wir nur vor wenigen Gästen spielen dürfen“, blickt Jan Savelsberg mit ein bisschen Sorge in die Zukunft. Auch bei Peter Kappertz sind derzeit nur die Hälfte der möglichen Zuschauer zugelassen. „Auch wenn eines Tages wieder mehr Zuschauer erlaubt sind, werden viele ängstlich und unsicher sein; es wird Zeit brauchen die Menschen wieder in die Veranstaltungen zu bekommen,“ so der Eindruck von Jan Savelberg „aber es liegt in der Verantwortung aller, Kultur und Veranstaltungen zu besuchen, damit die Branche wieder zum Leben erweckt wird.“

Das „Solo für 2“ ist in diesem Frühjahr genau das Richtige für einen Blick mit viel Humor auf manchmal weniger lustige Themen. Wer lacht, stärkt außerdem sein Immunsystem, und auch wenn es die Veranstaltung noch nicht auf Rezept gibt, Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen und bei Marcel Emonds-Pool im Eilendorfer Buchladen. „Für die Unterstützung auf allen Ebenen von Marcel sind wir sehr dankbar,“ weiß Jan Savelbsberg die Umtriebigkeit von Marcel Emonds-Pool zu schätzen.

Ferienspiele

Das Team der OT Eilendorf freut sich nach zwei Jahren, endlich wieder Ferienspiele in gewohnter Weise zu planen. Wie immer stehen vor allem das gemeinsame Erleben, Kreativität, Bewegung und Spaß im Vordergrund.
„Bei den Ferienspielen in der OT Eilendorf erwarten Kinder im Alter von 6-12 Jahren verschiedenste Freizeitaktivitäten aus den Feldern Bewegung, Abenteuer, Kreativität, Spiel und Spaß. Bastelt mit uns in der hauseigenen Holzwerkstatt. Erklimmt die Kletterwand in unserem Sportraum. Wandert unter unserer Führung durch den Haarbach um die verschiedenen Tiere des Baches zu entdecken und einen Staudamm zu bauen. Lasst uns gemeinsam in der Sporthalle spielen und in der Küche leckere Snacks zubereiten.
Macht mit uns Euer eigenes Duschgel, Kerzen oder Frühstücksbrettchen selber. So oder so, jede Menge Action wartet auf Euch!“
Die Ferienspieltermine 2022:
Osterferienspiele 19. April 2022 bis 22. April 2022, von 8.30 Uhr bis 13 Uhr (25 Euro) und 8.30 Uhr bis 16 Uhr (40 Euro)

Sommerferienspiele 18. Juli 2022 bis 29. Juli 2022, von 8.30 Uhr bis 13 Uhr (60 Euro) und 8.30 Uhr bis 16 Uhr (80 Euro)

Herbstferienspiele 10. Oktober 2022 bis 14. Oktober 2022, von 8.30 Uhr bis 13 Uhr (25 Euro) und 8.30 Uhr bis 16 Uhr (40 Euro)

Anmeldungen findet Ihr auf der Homepage der Offenen Türe unter www.ot-eilendorf.de dann unter „Downloads“ oder zu den Öffnungszeiten vor Ort (Mo-Fr. 15-20 Uhr).

Für weitere Informationen können Sie in den Öffnungszeiten anrufen (0241 953723) oder eine E-Mail an leitung@ot-eilendorf.de schicken.

Neues aus der Eilendorfer Bezirksvertretung

Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler hatte zu Beginn der Bezirksvertretungssitzung Anfang Februar 2022 zunächst die traurige Aufgabe, zum plötzlichen Tod von Wilfried Anhold Worte des Gedenkens zu sprechen. Wilfried Anhold hat sich ehrenamtlich über 20 Jahre für Eilendorf und seine Bürger eingesetzt. Als Fraktionsmitglied der SPD gehörte er von 1999, mit einer kurzen Unterbrechung, 21 Jahre lang der Eilendorfer Bezirksvertretung an, und noch in der letzten Sitzung der Bezirksvertretungssitzung 2021 brachte er sich wie gewohnt engagiert für die Belange der Eilendorfer Bürger ein. In einer Schweigeminute wurde von allen Sitzungsteilnehmern Wilfried Anholds gedacht. Der Übergang zur Tagesordnung war an dieser Stelle sicherlich für viele Anwesenden nicht einfach, doch bei der möglichen Aussicht auf einen baldigen Probebetrieb eines Ortsbusses für Eilendorf waren die Bezirksvertreter wieder ganz bei der Sache.

Ortsbus für Eilendorf
Tobias Capellmann von der ASEAG stellte eine mögliche Umsetzung eines Ortsbusses in Eilendorf vor. Dabei diente der bereits in Betrieb genommene Ortsbus in Brand als Vorbild. Auch wenn Eilendorf durch die Busverbindungen der ASEAG ganz gut abgedeckt ist, bleiben vor allem die Bewohner des Eilendofer Südens ein wenig außen vor. Auf zwei Schleifen, vom Markplatz aus in den Eilendorfer Westen und anschließend in den Eilendorfer Osten, soll der Bus über den Severinus Platz mehr Mobilität für möglichst viele Eilendorfer bieten. Der Bus würde im 30 Minuten Takt die komplette Runde fahren. Da der Bus den Nirmer Tunnel nicht passieren kann, könnte dort eine Haltestelle eingerichtet werden. Eine Ausweitung der Schleife über Nirm würde die Fahrtzeit erheblich verlängern, und der Bus könnte die 30 Minuten Taktung nicht mehr einhalten .Als neue Haltepunkte könnten allerdings Breitbenden und die Krebsstraße, sowie die Stein- und Bezelter Straße mit eingebunden werden. Im Laufe des Probebetriebs können Fahrtwege und Haltestellen noch verändert werden. Der Ortsbus Eilendorf ist an den Markttagen, also immer donnerstags, geplant und ein möglicher zweiter Tag im Probebetrieb wird noch diskutiert. Der 12- sitzige Ortsbus hat eine Rampe, so dass man auch mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen bequem einsteigen kann. Für den Probebetrieb gilt als besonderes Angebot auf Basis des AVV Tarifes das Flugs-Ticket (Kurzstrecke). Mit einem Flugs-Ticket für 1,60 Euro kann man hin- und zurückfahren. Vorhandene Zeitkarten sowie andere gültige AVV-Tickets können selbstverständlich auch genutzt werden. Der Probebetrieb könnte noch in diesem Sommer umgesetzt werden, doch mit dem Hinweis von Tobias Capellmann, dass der November und Dezember die fahrgaststärkste Zeit ist, wird über den Start des Ortsbusses in der Bezirksvertretung noch beraten. Einen pausenlosen Übergang vom Probe- in den Regelbetrieb würde die Bezirksvertretung ebenfalls bevorzugen. Die Umsetzung in den Regelbetrieb wäre auch schon 2023 möglich.

Eilendorf – ein sehr ruhiges Viertel
Polizeihauptkommissar Guido Hermes von der Eilendorfer Dienststelle berichtet in der öffentlichen Sitzung über die allgemeine Lage in Eilendorf. Gemeinsam mit seinem Kollegen Polizeihauptkommissar Andreas Dern ist er für die Bürger Ansprechpartner in Sicherheitsangelegenheiten in unserem Stadtteil. Beschwerden aus der Bürgerschaft werden von der Dienstelle ernst genommen, aber Gewalt- und Drogenkriminalität sind in Eilendorf kaum zu verzeichnen. Auch die Verkehrssicherheit haben die beiden Polizisten im Auge. Vor allem die Situationen vor und um die Grundschulen herum werden von der Polizei in Präsenz regelmäßig überwacht. Auf Wunsch können auch noch weitere Kontrollen mit Laserpistole an neuralgischen Punkten durchgeführt werden, so das Angebot von Guido Hermes an die Bezirksvertreter.

Umbau Heimatstube
Im Januar 2022 hat der Heimatverein bei der Bezirksvertretung einen Antrag auf Fördermittel gestellt. In der Februarsitzung konnte Helmuth Kind, Vorsitzender des Heimatvereins, die Gelegenheit nutzen, die geplanten Umbauideen für die Heimatstube den Vertretern der Fraktionen zu präsentierten. Zwei Punkte sind dem Heimatverein dabei besonders wichtig, zum einen die „digitale Umrüstung des Archivs des Heimatvereins zur Geschichtswerkstatt durch die Einrichtung weiterer digitaler Arbeitsplätze“ und zum anderen die „Umgestaltung der Heimatstube zu Heimatwerkstatt und Heimatforum“.
Die Digitalisierung ist beim Heimatverein schon in vollem Gange. Schon jetzt gibt es sieben komplett vernetzte Arbeitsplätze und sämtliche Quellen, wie Fotos, Dokumente und vieles mehr sind bereits digitalisiert. Neben weiteren Arbeitsplätzen möchte der HVE in passendem Ambiente das geschichtliche Wissen auch den Eilendorfer Bürgern zur Verfügung stellen. Sollte der Antrag für Fördermittel aus dem Heimatfond des Landes NRW genehmigt werden, würde das Land 50 Prozent der Kosten übernehmen. Dies wäre eine sehr große Erleichterung für den Heimatverein, der trotzdem noch 40 Prozent der Kosten selbst tragen muss. Die Bezirksvertretung muss den Umbau dann noch mit 10 Prozent unterstützen. Die Zusage der BV ist dem Heimatverein sicher. Jetzt hofft der Verein auf eine positive Rückmeldung vom Land und dass die Pläne baldmöglichst realisiert werden.