Seit der Schließung des Marmorwerks Ortmanns vor einigen Jahren liegt das Grundstück zwischen Von-Coels-Straße, Marienstraße, Kirchfeldstraße und Steinstraße brach. Die zentrumsnahe Lage mit guter infrastruktureller Versorgung eignet sich bestens für den Wohnungsbau. Der Bebauungsplan Nr. 1002 „Von-Coels-Straße/Auf Trimpersfeld“ soll die Voraussetzungen für eine Wohnbebauung aus Reihenhäusern auf kleinen Grundstücken schaffen und die Bebauung städtebaulich ordnen. Für zu Fuß Gehende und Radfahrende soll eine Verbindung von der Kirchfeldstraße zur Von-Coels-Straße geschaffen werden. Der Planungsausschuss hat auf Empfehlung der Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf die öffentliche Auslegung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans beschlossen.
Die Beteiligung der Öffentlichkeit findet noch bis Freitag, den 10. Juni 2022 statt. Ort der Offenlage: Verwaltungsgebäude Am Marschiertor, Lagerhausstraße 20, 4. Etage, Raum 400, jeweils montags bis donnerstags von 08.00 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 16.oo Uhr, mittwochs bis 17.00 Uhr und freitags von 08.00 bis 13.00 Uhr. Weitere Infos und Kontaktadressen finden Sie im Internet unter www.aachen.de/ bauleitplanung.
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Ein Zuhause gefunden
Das Eilendorfer Bündnis für Integration engagiert sich seit 2012 für die Integration von geflüchteten Menschen im Aachener Stadtteil Eilendorf. Mit der großen Flüchtlingswelle 2015 wuchsen die Aufgaben des Bündnisses, die zugezogenen Menschen in unseren Stadtteil zu integrieren, deutlich. Die Eilendorfer Bürger waren und sind bis heute mit ihrer ehrenamtlichen Unterstützung den Flüchtenden eine große Hilfe und noch heute sind einige Familien eng miteinander verbunden.
Auch wenn die letzten Jahre für das Bündnis in ruhigerem Fahrwasser verliefen, mit dem Ukraine Krieg und den zahlreichen Geflüchteten, die in kürzester Zeit ihre Heimat verlassen mussten, wurde das Netzwerk direkt wieder aktiviert. Viele ukrainische Familien sind in den letzten drei Monaten schon in Eilendorf untergekommen. Meist sind Mütter mit ihren Kindern und oft auch mit den Großmüttern über private Kontakte nach Eilendorf gekommen. So wie Olga, die mit ihrem fünfjährigen Sohn Kyril und ihrer Mutter Marina seit zwei Monaten in Eilendorf lebt. Über Bekannte der Oma ist die Familie nach Eilendorf gekommen und konnte eine Kirchenwohnung der Pfarre St. Severin beziehen. Tatjana dagegen meldete sich mit ihrem siebenjährigen Sohn zunächst in der Verteilstelle am Kölner Bahnhof, und nachdem man ihr nach zwei Tagen noch keine Unterkunft anbieten konnte, ist sie über verschiedene Kontakte in einer privaten Familie in Eilendorf untergekommen.
Im Flüchtlingscafé des Bündnis für Integration finden diese Familien Unterstützung und Hilfe zu den verschiedensten Themen. Arbeits- und Wohnungssuche, Arztbesuche und juristische und bürokratische Fragen können hier angesprochen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Jeden Mittwochnachmittag um 15 Uhr organisiert das Bündnis für Integration das Café im Pfarrheim St. Severin. Darüber hinaus werden mittwochs und freitags ab 10 Uhr im Pfarrheim St. Severin Deutschkurse angeboten. Aber auch Ausflüge, wie Anfang Mai in den Aachener Tierpark, werden organisiert. Beate Jahn und Roland Winter-Gerigk haben den Ausflug begleitet, und Olena Sion ist als Übersetzerin ebenfalls bei sämtlichen Aktionen mit dabei. Trotz des sehr großen Engagements, wird an der ein oder anderen Stelle noch Unterstützung und Hilfe benötigt. Unter anderem werden nach wie vor Wohnungen gesucht. Auch die Suche nach Arbeitsstellen gestaltet sich schwierig, denn viele würden gerne arbeiten; auch hier vermittelt das Bündnis Kontakte.
Unterstützer können sich gerne unter info@eilendorfer-buendnis.de melden.
Blühende Vorgärten

Im Rahmen des Tages der offenen Tür im Bezirksamt Eilendorf hat auch die Eilendorfer Geschäftsstelle der VR Bank ihre Türen geöffnet. Passend zum Thema Nachhaltigkeit konnten die Eilendorfer auch die dreiwöchige Ausstellung „Leben in blühenden Vorgärten“ besuchen. Eine Woche zuvor wurde die Ausstellung eröffnet und alle Anwesenden waren sich einig „in Eilendorf gibt es noch Potential zur Verbesserung“!
Die vom Umweltamt der Stadt Wiesbaden konzipierte Ausstellung informierte über die individuelle und pflegeleichte Gestaltung von Vorgärten, und welche Bedeutung diese für die Artenvielfalt und den Klimaschutz haben. „Als Genossenschaftsbank haben wir den Nachhaltigkeitsgedanken ja sozusagen in den Genen und freuen uns, dass wir auch hier mit der Ausstellung ein wenig zur Nachhaltigkeit beitragen können,“ so Geschäftsstellenleiterin Andrea Hillemacher. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler bedankte sich bei der Geschäftsführung der VR-Bank,sie weiß, dass „die Ausstellung mit viel Aufwand verbunden ist, und dass eine Bankfiliale so etwas unterstützt, ist nicht selbstverständlich.“
Auch wurde ein Wettbewerb mit Fotos von Eilendorfer Vorgärten angeregt, der möglicherweise von der VR Bank mit einem Gewinn prämiert werden könnte. Vielleicht hat sich der ein oder andere Vorgartenbesitzer von den Möglichkeiten der Gestaltung inspirieren lassen.