Schwalbe

Seit 49 Jahren führt der Radsportclub Schwalbe 08 Eilendorf Radwanderfahrten für jedermann durch, die sich in Eilendorf und Umgebung großer Beliebtheit erfreuen. Etwa 20.350 Freizeit- Radler nahmen in dieser Zeit an den Schwalbe-Touren teil und sorgten für eine Gesamtfahrleistung von zirka 940.000 km, das entspricht dem 23-fachen Umfang der Erde. An der 406. Radwanderfahrt in drei Gruppen mit unterschiedlichem Tempo über 45, 55 und 65 km nahmen über 50 Radler teil. Während der gemeinsamen Pause an der Kapelle Alt-Lohn verteilte Breitensportleiter Karl-Heinz Klein, assistiert von Schwalbe-Mitglied Ines Conrad, Urkunden an die Teilnehmer mit einer runden Anzahl von Wanderfahrten.

Die Urkunde für 10 Fahrten erhielten Inge Kloubert, Virginia Jockenhöfer-Mülligans, Wolfgang Jockenhöfer, Werner Scheulen, Ricarda und Georg Corbin, Irmgard Robertz, Anton Rogalewski, Ursula Jäger, Elisabeth Kremer-Kerschgens und Eckhard Finsterer. 25 Fahrten haben Iris und Markus Lau, Frank Röhlings, Reinhard Füllgrabe und Jürgen Theissen erreicht. Für 50 Teilnahmen wurden Dieter Weiler, Peter Simmer, Jürgen Hülsmann und Herbert Jund geehrt. 75mal teilgenommen haben Konrad Böhme, Elmar Zippel, Marianne Alt, Dieter Siebers, Adele Palm, Astrid Canton, Winni Mahlke und Fritz Vaaßen. Urkunden und eine Flasche Sekt für 100 Fahrten erhielten Erich Degenhardt, Andreas Kissenkötter, Raffaele Pasquini und Elisabeth Wolkenar. Schon 125mal mitgefahren sind Petronella Gawron und Gabriele Gobbelé. Karl-Heinz Klein war 350mal dabei.

Ehrenamtspreis

Auch in diesem Jahr möchte der Stadtbezirk Eilendorf erneut einen Ehrenamtspreis für ehrenamtliches Engagement vergeben. Traditionell soll die Verleihung des Preises wieder auf dem Eilendorfer Weihnachtsmarkt erfolgen.

Bürgerschaftliches Engagement ist ein unverzichtbarer Pfeiler unserer Gesellschaft. Es stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und bringt auch dem Erfüllung, der sich für andere einsetzt. Unsere Gesellschaft lebt vom freiwilligen Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger, ohne das heute schon viele gesellschaftliche Leistungen und Projekte weder zu bewältigen noch zu finanzieren wären. Auf vielen Gebieten des öffentlichen und privaten Lebens werden in Zukunft ehrenamtlich erbrachte Leistungen von Einzelnen und von Gruppen eine noch bedeutendere Rolle spielen.

Der Ehrenamtspreis des Stadtbezirks Eilendorf geht an eine Einzelperson oder eine Gruppe, deren ehrenamtliches Engagement dem Stadtbezirk und den in ihm lebenden Menschen zugutekommt. Dabei soll nicht nur das innerhalb von Vereinen und Organisationen erbrachte Engagement, sondern auch der Einsatz außerhalb solcher Institutionen Berücksichtigung finden können. Gewürdigt werden sollen insbesondere Personen, die weniger im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen.

Die ausgewählten Personen oder Personengruppen müssen einer Ehrung würdig sein. Sie sollen in Eilendorf wohnen – bei Personen, die außerhalb Eilendorfs wohnen, muss deren Engagement einen direkten Bezug zum Stadtbezirk haben.

Ehrungen sollen grundsätzlich nicht ausgesprochen werden – allein für eine langjährige Mitgliedschaft in Vereinen, Verbänden und anderen Organisationen,
– wenn besondere Beschlüsse, Richtlinien etc. der Stadt Aachen bereits spezielle Ehrungen für bestimmte Personen / Personengruppen vorsehen – wenn für die gleichen Aktivitäten/Tätigkeiten bereits eine Würdigung vorgenommen worden ist Der gesamten Eilendorfer Bevölkerung wird die Möglichkeit eröffnet, Personen, die sich ehrenamtlich und uneigennützig für das Gemeinwohl sowie ihre Mitmenschen einsetzen, für eine öffentliche Anerkennung vorzuschlagen. Vorschläge können von jedermann eingereicht werden. Vorschlagsberechtigt sind neben natürlichen Personen auch Vereine, Verbände und sonstige Institutionen. Von den Vorschlagsberechtigten soll jährlich jeweils nur ein Vorschlag gemacht werden. Anonyme Vorschläge finden keine Berücksichtigung. Vorschläge sind schriftlich beim Bezirksamt Eilendorf einzureichen. Die Vorschläge müssen sowohl Name und Anschrift der zu würdigenden Person(en) als auch des Vorschlagenden enthalten. Die Gründe für die Würdigung sind darzulegen. Über die eingereichten Vorschläge, auch über die, die keine Berücksichtigung finden, wird im Auswahlgremium aus Datenschutzgründen Stillschweigen bewahrt.

Daher sind Sie alle aufgerufen bis zum 31. Oktober begründete Vorschläge an das Bezirksamt Eilendorf, gerne auch per E-Mail unter bezirksamt.eilendorf@ mail.aachen.de, zu übersenden. Sollten Sie diesbezüglich noch Fragen haben, können Sie sich gerne mit dem Bezirksamt in Verbindung setzen.

Entspannung im neuen Snoezelraum

Eine Balance zu finden zwischen Bewegung und Entspannung, für Kindergartenkinder ein wichtiger Aspekt im Alltag. Viele Kinder sind von morgens bis nachmittags in der Kita, und zwischen viel Bewegung, Spiel und Spaß braucht es auch Entspannungsphasen und Zeiten, die eigenen Sinne bewusst wahrzunehmen. Im Rahmen einer Qualitätsprüfung im Kindergarten St. Severin ist den Mitarbeitern aufgefallen, dass zwar zahlreiche Bewegungsangebote in der Einrichtung vorhanden sind, die Möglichkeiten für die Kinder, zwischendurch auch einmal zur Ruhe zu kommen, allerdings zu kurz kommen. Vor allem an den Nachmittagen können die Kinder ein ruhiges Plätzchen gut gebrauchen, an dem sie entspannen können. Ein Team von drei Erzieherinnen hat das Konzept für den „Snoezelraum“ ausgearbeitet. Petra Grümmer, Sandra Grein und Elke Leinen haben sich mit dem Thema auseinander- gesetzt und nach den Vorgaben zum „Snoezeln“ einen Raum neugestaltet. „Snoezeln“ ist eine Wortschöpfung aus schnuppern und schlummern und kommt aus den Niederlanden. Es geht darum die Sinne anzusprechen und dabei auch entspannen zu können.

Derzeit ist dieses Entspannungskonzept eher bekannt aus dem Förderbereich, aber durchaus auch ein Gewinn für die Kindergarten-Kinder. Der Raum ist hauptsächlich in der Farbe weis und so reizarm wie möglich gestaltet. Teppiche, Sitz- und Liegegelegenheiten sowie Decken sorgen für eine wohlige Atmosphäre. Farben, Musik und Geräusche werden von Projektoren an die Wand und Decke projiziert. Hier laden zum Beispiel Wald- oder Meereffekte zum Spüren und Erleben ein.

Eine Erzieherin ist immer mit den Kindern im Raum, und das Angebot ist für alle Kinder immer freiwillig. Nachdem alle noch einmal die Toilette besucht, die Hände gewaschen und die Schuhe ausgezogen haben sind alle Vorkehrungen getroffen, die dazu dienen, sich die nächsten 20 Minuten ohne Ablenkung auf die eigenen Sinne zu konzentrieren. Alles findet ohne Zwang statt und auch einschlafen ist erlaubt! Besonders lebhafte und unruhige Kinder können von dieser Entspannungsmethode in ihrer Entwicklung sehr profitieren. Am Ende der Zeit werden die Kinder von der Erzieherin wieder langsam aus der Entspannung zurückgeholt. Geschichten werden beendet, es kann auch über das Erlebte gemeinsam gesprochen werden, und es darf sich auch wieder bewegt werden. Das Angebot ist für die drei- bis sechsjährigen Kinder gedacht, da zum Entspannen auch ein Loslassen notwendig ist, was kleineren Kinder meistens schwerfällt. Nach der Umsetzungszeit von einem halben Jahr ist jetzt der Probebetrieb des „Snoezelraums“ gestartet, und die Kita-Leitung Ursula Müller ist genauso gespannt wie ihre Kolleginnen, wie die Kinder den Raum annehmen werden. Sicher wird es in den kommenden Wintermonaten viel Zeit geben den neuen Raum auszutesten und das Entspannen zu erlernen!