Krimi-Lesungen

Wenn im November das schlechte Wetter uns in die Sofaecken drängt, dann könnten die Lesungen zu den Aachener Krimitagen, organisiert von Marcel Emonds-pool Inhaber von „Das Buch in Eilendorf“, Motivation sein, Aachener Autoren live zu erleben.

Am 7. November liest Elke Pistor aus „Kling und Glöckchen“! Im Küchen Kochs Studio, Grüner Weg, hören Sie ab 19.30 Uhr Geschichten zu „Schöner Morden zur Weihnachtszeit“.

Auch eine fachgerecht entsorgte Leiche ist eine Leiche und erfordert die Anwesenheit der Polizei, beschließt Janne Glöckchen, als sie eine Tote zwischen ihren farblich sortierten Mülltonnen findet. Wohl fühlt sie sich dabei allerdings nicht, liegt doch in ihrem Keller bereits ihre verstorbene Chefin Irmgard Kling auf Eis. Aber schlimmer geht immer: Ein junger Mann mit unlauteren Absichten und eine dritte Leiche machen die Aussicht auf eine besinnliche Vorweihnachtszeit für Janne vollends zunichte …

Sascha Gutzeit liest aus „Der Mann, der keine Büchse warf“! Der Autor und Schauspieler präsentiert am 17. November um 19.30 Uhr ebenfalls bei Küchen Kochs seinen neuen Thriller. In „Der Mann, der keine Büchse warf!“ geht es um eine versteckte Leiche, die Beute aus einem Bankraub und ein legendäres Fußballspiel. Das Buch ist eine Hommage an das berühmte „Büchsenwurfspiel“ und gleichzeitig ein bitterböser Krimi, der in und um Mönchengladbach spielt: 20. Oktober 1971. Der Bökelberg in Mönchengladbach. Im Europapokal der Landesmeister tritt die Borussia gegen Inter Mailand an. Werden Netzer, Vogts, Heynckes und Co. gegen den Favoriten aus Italien eine Chance haben? Hochspannung pur – auch bei den beiden Zuschauern, die ein dunkles Geheimnis verbindet…

Keiner liest wie Ralf Kramp! Leider nicht wie vorangekündigt aus „Blaues Blut – Ein Herbie Feldmann Krimi“, das Buch ist noch nicht erschienen, sondern aus dem Tatort Eifel Krimi „Grillen und Killen“! In der evangelischen Versöhnungskirche Johannesstraße wird es am 18. November ab 19.30 Uhr heiß hergehen.

Mörderische Story und kriminell gute Rezepte, das heißt: Aufspießen, Marinieren, Flambieren – bei diesem mörderischen Grillvergnügen ist alles erlaubt! Ist Ihnen bei einem schönen Dry Aged Steak nicht schon einmal der Gedanke an eine Mumie gekommen? Beim gefüllten Riesenchampignon an Gift? Beim Erdbeerketchup an eine Schusswunde? Tickets für alle Lesungen gibt es in der Buchhandlung „Das Buch in Eilendorf“.

„Moral Dilemma – Der Westen und die Autokraten“

Iim Oktober dieses Jahres erschien das neue Buch „Moral Dilemma – Der Westen und die Autokraten“ des Eilendorfers Stephan Kaußen. Wir sprachen mit dem promovierten Journalisten, Hochschuldozenten und Moderator über sein neuestes Werk.
Eilendorf aktuell: Stephan, was ist die Kernaussage Deines neuen Buches?
Kaußen: Unser größter Fehler der letzten Jahre ist zu glauben, der Rest der Welt müßte doch so denken und ticken wie wir. Das stimmt einfach nicht. Obwohl vor drei Jahrzehnten die Mauer in Berlin fiel und es überall Grund zur Hoffnung auf weltweite Verbesserungen gab. Die Mehrzahl der Staaten und Menschen entwickelt sich nicht hin zur Demokratie und Freiheit, sondern von ihr weg.
EA: Konkret?
Kaußen: Der „Politische Westen“ umfasst nur rund eine Milliarde Menschen – von acht! Über diese Größenordnung redet keiner. Nicht die Politik und auch nicht die Medien. Trotzdem meinen wir als Westen immer jedem vorschreiben zu müssen, wie man zu leben und handeln habe. Die Wahrheit ist: Viel mehr Staaten und Milliarden Menschen ticken noch wesentlich konservativer, traditioneller und auch autoritärer als wir. Das ist zur entscheidenden globalen Spaltung geworden.
EA: Besteht Hoffnung auf Umkehr?
Kaußen: Ich fürchte aktuell kaum. Im Gegenteil: Wenn 2024 der Trumpismus in den USA zurückkehrt, ist selbst der Westen nicht mehr ‚eine Denkwelt‘. Bisher waren die Orbans und Johnsons ja die Minderheit bei uns. Hinzu kommt der Faktor China: Weite Teile Asiens und Afrikas sehen in der Kooperation mit China ihre Zukunft, nicht mehr mit uns…
EA: Bedeutet?
Kaußen: Wir müssen kleinere Brötchen backen, wirtschaftlich und moralisch. Wenn wir zum Beispiel weiter einen Boykott der Fußball-WM in Katar fordern, liefert der Nahe Osten sein Öl und Gas eben woanders hin. Dorthin, wo ihnen keiner Vorwürfe macht. Das ist das MORAL DILEMMA unserer Zeit. Wir brauchen als Westen mehr Realpolitik gegenüber den Autokraten, weniger Moralpolitik.
EA: Das klingt düster!

Kaußen: Ja, leider. Aber China könnte von heute auf morgen noch viel mehr Lieferketten abschneiden, von denen unser Wohlstand komplett abhängt. Ob Technolgie- oder auch Basisgüter aller Art. Mikrochips, medizinische Grundstoffe, seltene Erden und selbst die bei uns zur Energiewende nötigen Windräder und Solarmodule etc. Wir haben uns ja auf so vielen Feldern total abhängig gemacht. Natürlich würden gekappte Handelsketten auch dort Schäden anrichten, aber viel kleinere als bei uns. Wir brauchen die ‚Rohstoffe’ der Welt viel mehr als die Welt uns. Das ist erschreckend, aber vielleicht die kommende Realität.
EA: Lieber Stephan, vielen Dank für das Gespräch.

Stadtteilkonferenz

Zahlreiche Bürger engagieren sich bereits in der Eilendorfer Stadtteilkonferenz. Veranstaltungen, Projekte, Austausch und vieles mehr, was den Stadtteil lebendig machen soll, kann an dieser Stelle von allen Bürgern mit angeschoben und umgesetzt werden.

Die nächste Stadtteilkonferenz findet am 17. November 2022 um 19 Uhr im Seniorenzentrum St. Severin in der Kirchfeldstraße statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen und können sich in bereits bestehenden Projekten engagieren oder auch neue Ideen einbringen.
Finanziell wird die Statteilkonferenz vom Statteilfond der Stadt Aachen gefördert.

Anträge für Förderung für verschiedenste Projekte können in den Statteilkonferenzen vorgestellt werden. In der letzten Sitzung wurde zum Beispiel Unterstützung für die Anschaffung eines Glühweinerhitzers für den Weihnachtsmarkt von der IG Vereine beantragt und auch genehmigt. Diesen Glühweinerhitzer können in Zukunft auch alle Mitgliedsvereine der IG Eilendorfer Vereine für ihre Veranstaltungen nutzen.

In der letzten Konferenz wurden auch weitere mögliche Projekte besprochen, wie etwa die Planungen des Seniorenzentrums St. Severin einen Demenzpfad in Eilendorf zu errichten.

Der Arbeitskreis Kind und Kegel plant auch wieder neue Treffen, und in der Diskussion sind auch noch „kleine Flohmärkte in Höfen oder/und Garagen“. Es wurde zudem darüber berichtet, dass eine Selbsthilfegruppe für Eltern von erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung aus Eilendorf gegründet wurde. Ziel ist es, für die Erwachsenen, die aus dem Sozialraum Eilendorf stammen, auch Wohnungen dort zu finden. Bei Interesse kann gerne Kontakt über die Homepage der Selbsthilfegruppe unter www.selbsthilfe-staedteregion-aachen.de aufgenommen werden.

Über weitere Projekte und Termine der Stadtteilkonferenz können Sie sich auch online über die Homepage www.eilendorf.net/stadtteilkonferenz informieren.