„Wunderkiste“ ein voller Erfolg

Die „Wunderkiste“ übertrifft alle Erwartungen! Seit Januar herrscht reger Betrieb und vor allem Austausch rund um den Nachhaltigkeitsschrank. Auf dem Platz Friedrich-Wilhelm-Straße/Ecke Hansmannstraße hat die „Wunderkiste“ zwischen Bänken und Grünstreifen einen besonders schönen Platz gefunden. Auch die Erfahrungen der beiden Initiatorinnen Bernadette Mürl und Beate Jahn bestätigen den optimalen Platz, da viele Bewohner rund um den Platz ein Auge auf das Geschehen haben. So konnte bisher, auch dank regelmäßiger Pflege und Versorgung von Bernadette Mürl und Beate Jahn, nur selten unsachgemäßer Umgang mit dem Nachhaltigkeitsschrank beobachtet werden.

Die Idee der „Wunderkiste“ entstammt der AWA Entsorgung GmbH. Der Kontakt ist über den Bezirksvertreter und Mitglied der CDU Fraktion Oliver Bode entstanden. „Aus Sorge vor Verhüllung und Entstehung von Angstraum waren wir anfänglich eher skeptisch, was die Aufstellung der Wunderkiste betraf“, erklärt Bernadette Mürl die Entscheidung zugunsten der „Wunderkiste“. „Der zuvor gewünschte Bücherschrank soll dennoch im Frühjahr ergänzend beantragt und dann gegenüber der Wunderkiste aufgestellt werden.“

Damit sich dieser Schrank einer guten Übersicht und angenehmen Ordnung erfreut, werden alle begeisterten Tauschfreunde gebeten, auf einige Dinge mit zu achten!

Für die sachgemäße Nutzung des Schrankes und eine lange „Lebensdauer“ des geliebten Eilendorfer Tauschschrankes sind folgende Regeln zu beachten: – Bitte NICHT in den Schrank legen: Erwachsenenbekleidung (auch keine Schuhe!!!) Diese besser in die dafür vorgesehenen Altkleidercontainer bringen. – Gut erhaltene Kinderbekleidung darf sehr gerne in den Schrank, da diese meist umgehend und erfolgreich getauscht wird.

– Unbedingt nur intakte und saubere Gegenstände in den Schrank legen. Dieser soll nicht zur Müllentsorgung dienen!!!!
– Bitte keinerlei Lebensmittel in den Schrank legen.
– Ebenso keine Kosmetika, nicht definierbare Flüssigkeiten oder generell angebrochene Produkte!
– Bitte keine Kassetten, CDs und größere Elektrogeräte. z.B. Fernsehgeräte usw. in den Schrank legen.
– Bringen Sie Bücher (ausgenommen Kinderbücher) auch besser in die dafür vorgesehenen Bücherschränke.
– Tauschobjekte sollten sich immer in solch einem pfleglichen und sauberen Zustand befinden, in welchem man sie selbst auch gerne erhalten würde!

Im Februar gibt es noch eine zusätzliche Tauschmöglichkeit, es wird eine Kostüm-Tauschkiste aufgestellt, in der Sie gerne nicht mehr genutzte Karnevalskostüme ablegen können. Bitte legen Sie einfach die nicht mehr benötigten Kostüme in die Kiste, und stöbern Sie gleichzeitig gerne nach einem passenden „neuen“ Kostüm für Sie oder ihre Familie für die kommende Karnevalssaison.

Ein im Schrank befindliches, „Schwarzes Brett“ bietet zusätzlich die Möglichkeit größere Gegenstände anzubieten, ebenso Nachhilfe, Babysitting und vieles mehr. „Der Schrank soll sich zukünftig zu einer Aus- /Tauschmöglichkeit etablieren, an dem die Eilendorfer im Sommer gerne auch mit einem Eis in der Hand einen netten Plausch halten und gut erhaltene Dinge austauschen“, so der Wunsch von Mürl und Jahn für die weitere Nutzung. „Es ist wirklich toll zu sehen, wie begeistert die Eilendorfer ihn schon nach so kurzer Zeit als Anlaufstelle nutzen, und uns auf der Straße auch immer wieder zurückmelden, dass diese Idee definitiv hier gefehlt hat.“

Ötzi oder nicht?

Diese Frage stellen sich seit Jahren Besucher der Öcher Wiesn und anderer Veranstaltungen, wenn sie Guido Hammes in seinem „Ötzi“ Outfit begegnen. Inzwischen wissen aber die allermeisten, es ist Öcher Ötzi, der auf den zahlreichen Selfies mit seinen Fans um die Wette lacht.

Alles begann 2017, als Guido Hammes, der in Eilendorf zuhause ist, von seiner Familie überredet wurde, DJ Ötzi auf einer Hochzeit zu doubeln. Die Ähnlichkeit war verblüffend und der Auftritt ein voller Erfolg. „Dieser Auftritt hat super Spaß gemacht!“, blickt Öcher Ötzi zurück. Seine Leidenschaft für den Schlager, das Singen und die Bühne war geweckt. Es folgten weitere Auftritte auf privaten Feiern, caritativen Events in Pflegeheimen und zunehmend auch Anfragen für öffentliche Veranstaltungen.

Zuerst imitierte er den „Stern“, „Sweet Caroline“ und Co., doch das reichte Öcher Ötzi nicht. Der Ehrgeiz packte ihn, er ging ins Studio und nahm die vielen bekannten Partyhits für sein Repertoire selbst auf. „Immer nur den Mund zu einer fremden Stimme zu bewegen, war irgendwann keine Herausforderung mehr und so dachte ich mir, warum es nicht einfach selbst versuchen?“, sagt er schmunzelnd.

Inzwischen hat Öcher Ötzi mit „Wir wollen feiern“ und dem „Lala Song“ zwei eigene Titel aufgenommen und es gibt kaum ein Wochenende, an dem er nicht mindestens einen Auftritt absolviert. Sein großer Traum, auf der Öcher-Wiesn-Bühne zu singen, wurde 2022 wahr. Zusammen mit dem Bierkapitän, heizte er dem Publikum zum gleichnamigen Partyhit ein. Und dieses Jahr konnte er als Unterhaltungskünstler, mit einem Auftritt bei der AKV Prinzengala im Eurogress, einen weiteren Meilenstein setzten. „Dieser Auftritt war schon was ganz Besonderes und die Resonanz überwältigend“, sagt er und kann es selbst immer noch kaum glauben.

„Ich freue mich, wenn ich beim Publikum für gute Laune sorgen kann“, sagt Öcher Ötzi. Und wir freuen uns, ihn auf einen der Events in Aachen und Umgebung auf der Bühne zu sehen. Vielleicht auf einer der zahlreichen Karnevalsveranstaltungen in der aktuellen Session und vielleicht bald in Eilendorf.

Annett Klabis

Martin Freude verabschiedet sich

Nach neuneinhalb Jahren im Amt des Bezirksamtsleiters verabschiedet sich Martin Freude mit einem weinenden und einem lachenden Auge aus Eilendorf. „Ich wäre auch noch die nächsten 20 Jahre gerne hier in Eilendorf geblieben, aber die neue Chance an anderer Stelle konnte ich nicht vorüberziehen lassen“, erklärt Martin Freude seinen Wechsel vom Bezirksamt Eilendorf zum Fachbereich Steuern und Kasse bei der Stadt Aachen. Im Oktober 2013 hat der gebürtige Aachener das Amt von Wolfgang Ziemons übernommen und in seiner Amtszeit einiges an Veränderungen und Neuerungen auf den Weg gebracht.

„Neuneinhalb Jahre sind eine lange Zeit, und ich habe die Aufgabe sehr gerne gemacht und mache sie auch heute noch gerne. Das Amt hat mich beruflich und persönlich weitergebracht. Mit der Leitung des Fachbereichs Steuern und Kasse übernehme ich nun die Verantwortung für 85 Mitarbeiter. Eine Herausforderung, die ich ebenso gerne annehme.“

Für sämtliche Belange der Eilendorfer Bürger war Martin Freude Ansprechpartner, und wie „in einem großen Gemischtwaren-Handel“ waren die Aufgaben sehr vielseitig.

Die erste große Herausforderung war der Umbau des Bezirksamts. Das komplett erneuerte Gebäude mit modernen Dienstleistungsräumen ist ein Gewinn für Mitarbeiter und Bürger gleichermaßen. Im Anschluss wurde auch die Umgestaltung des Heinrich-Thomas-Platz umgesetzt, mit Fahrrad Station, Bücherschrank und Bänken ebenfalls für die Bürger eine Bereicherung. Auch für zahlreiche kleinere Projekte und für Anregungen auch aus der Bevölkerung, wie den Tag der offenen Tür, Lastenräder, Rikscha und Saatgutautomat, hat sich der Amtsleiter stets eingesetzt.

„Dank der harmonischen Zusammenarbeit und der parteiübergreifenden, partnerschaftlichen Kooperation mit der Bezirksvertretung und der finanziellen Unterstützung, konnten viele Ideen in Eilendorf umgesetzt werden. Mit offenen Augen und Ohren durch Eilendorf gehen, neue Wege gehen, Ideen austesten, wie könnten die in Eilendorf funktionieren, immer im gemeinsamen Austausch mit allen Beteiligten“, betont Freude das gute und konstruktive gemeinsame Miteinander. „Ich bin kein Einzelkämpfer, und auch ohne das Mitarbeiterteam, das mich immer freundlich und arbeitsbereit unterstützt hat, wäre dies alles nicht möglich gewesen. Sämtliche Sonderaktionen wurden immer mitgetragen, dafür bin ich sehr dankbar.“

Mit sehr viel Engagement hat er auch das Projekt Bezirksservice, das Langzeitarbeitslosen eine Beschäftigungsmöglichkeit gibt, mit aufgebaut. „Wir haben immer gute Menschen im Bezirk gehabt, die eine hilfreiche Aufgabe in Eilendorf geleistet haben. Die Mitarbeiter sind die Augen und Ohren für das Bezirksamt auf den Eilendorfer Straßen. Von fünf Mitarbeitern konnten drei in eine Festanstellung vermittelt werden“, beschreibt Freude stolz den Erfolg des Projektes in Eilendorf. „Ich habe mich immer sehr gerne um diese Mitarbeiter gekümmert, die sicherlich mehr Unterstützung brauchen. Trotzdem sind diese Menschen ein Gewinn für den Bezirk!“

Auch auf die sehr gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit IG Handel und IG Vereine bei Aktionen und Veranstaltungen wie Bürgerfest, Weihnachtsmarkt und Karneval, schaut Martin Freude gerne zurück. „In Eilendorf ziehen alle an einem Strang. Mit viel Engagement und Herzblut setzen sich die Menschen, auch in schwierigen Zeiten, für ihre Vereine ein. Auch die Schulen und Kindergärten habe den Stadtteil ebenfalls mit ihrem Engagement zusätzlich belebt.“

Zu guter Letzt betont Martin Freude noch die sehr gute Zusammenarbeit mit Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler. „In meiner ganzen Amtszeit habe ich nur eine Bezirksbürgermeisterin im Amt erlebt. Elke Eschweiler hat mir neuneinhalb Jahre den Rücken freigehalten, war Unterstützerin, hat Anfragen auf politischer Ebene immer weitergegeben und im Rat der Stadt Aachen immer für den Bezirk gekämpft. Dafür bin ich sehr Dankbar!“

Für die neue Aufgabe an der Habsburgerallee wünschen die Eilendorfer Martin Freude alles Gute!