Martin Freude verabschiedet sich

Nach neuneinhalb Jahren im Amt des Bezirksamtsleiters verabschiedet sich Martin Freude mit einem weinenden und einem lachenden Auge aus Eilendorf. „Ich wäre auch noch die nächsten 20 Jahre gerne hier in Eilendorf geblieben, aber die neue Chance an anderer Stelle konnte ich nicht vorüberziehen lassen“, erklärt Martin Freude seinen Wechsel vom Bezirksamt Eilendorf zum Fachbereich Steuern und Kasse bei der Stadt Aachen. Im Oktober 2013 hat der gebürtige Aachener das Amt von Wolfgang Ziemons übernommen und in seiner Amtszeit einiges an Veränderungen und Neuerungen auf den Weg gebracht.

„Neuneinhalb Jahre sind eine lange Zeit, und ich habe die Aufgabe sehr gerne gemacht und mache sie auch heute noch gerne. Das Amt hat mich beruflich und persönlich weitergebracht. Mit der Leitung des Fachbereichs Steuern und Kasse übernehme ich nun die Verantwortung für 85 Mitarbeiter. Eine Herausforderung, die ich ebenso gerne annehme.“

Für sämtliche Belange der Eilendorfer Bürger war Martin Freude Ansprechpartner, und wie „in einem großen Gemischtwaren-Handel“ waren die Aufgaben sehr vielseitig.

Die erste große Herausforderung war der Umbau des Bezirksamts. Das komplett erneuerte Gebäude mit modernen Dienstleistungsräumen ist ein Gewinn für Mitarbeiter und Bürger gleichermaßen. Im Anschluss wurde auch die Umgestaltung des Heinrich-Thomas-Platz umgesetzt, mit Fahrrad Station, Bücherschrank und Bänken ebenfalls für die Bürger eine Bereicherung. Auch für zahlreiche kleinere Projekte und für Anregungen auch aus der Bevölkerung, wie den Tag der offenen Tür, Lastenräder, Rikscha und Saatgutautomat, hat sich der Amtsleiter stets eingesetzt.

„Dank der harmonischen Zusammenarbeit und der parteiübergreifenden, partnerschaftlichen Kooperation mit der Bezirksvertretung und der finanziellen Unterstützung, konnten viele Ideen in Eilendorf umgesetzt werden. Mit offenen Augen und Ohren durch Eilendorf gehen, neue Wege gehen, Ideen austesten, wie könnten die in Eilendorf funktionieren, immer im gemeinsamen Austausch mit allen Beteiligten“, betont Freude das gute und konstruktive gemeinsame Miteinander. „Ich bin kein Einzelkämpfer, und auch ohne das Mitarbeiterteam, das mich immer freundlich und arbeitsbereit unterstützt hat, wäre dies alles nicht möglich gewesen. Sämtliche Sonderaktionen wurden immer mitgetragen, dafür bin ich sehr dankbar.“

Mit sehr viel Engagement hat er auch das Projekt Bezirksservice, das Langzeitarbeitslosen eine Beschäftigungsmöglichkeit gibt, mit aufgebaut. „Wir haben immer gute Menschen im Bezirk gehabt, die eine hilfreiche Aufgabe in Eilendorf geleistet haben. Die Mitarbeiter sind die Augen und Ohren für das Bezirksamt auf den Eilendorfer Straßen. Von fünf Mitarbeitern konnten drei in eine Festanstellung vermittelt werden“, beschreibt Freude stolz den Erfolg des Projektes in Eilendorf. „Ich habe mich immer sehr gerne um diese Mitarbeiter gekümmert, die sicherlich mehr Unterstützung brauchen. Trotzdem sind diese Menschen ein Gewinn für den Bezirk!“

Auch auf die sehr gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit IG Handel und IG Vereine bei Aktionen und Veranstaltungen wie Bürgerfest, Weihnachtsmarkt und Karneval, schaut Martin Freude gerne zurück. „In Eilendorf ziehen alle an einem Strang. Mit viel Engagement und Herzblut setzen sich die Menschen, auch in schwierigen Zeiten, für ihre Vereine ein. Auch die Schulen und Kindergärten habe den Stadtteil ebenfalls mit ihrem Engagement zusätzlich belebt.“

Zu guter Letzt betont Martin Freude noch die sehr gute Zusammenarbeit mit Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler. „In meiner ganzen Amtszeit habe ich nur eine Bezirksbürgermeisterin im Amt erlebt. Elke Eschweiler hat mir neuneinhalb Jahre den Rücken freigehalten, war Unterstützerin, hat Anfragen auf politischer Ebene immer weitergegeben und im Rat der Stadt Aachen immer für den Bezirk gekämpft. Dafür bin ich sehr Dankbar!“

Für die neue Aufgabe an der Habsburgerallee wünschen die Eilendorfer Martin Freude alles Gute!

Buntes Treiben

Endlich ist es soweit! Die Eilendorfer Straßen werden wieder bunt. Nach zwei Jahren Pause darf auch zur Karnevalshochzeit wieder richtig gefeiert werden. Den Eilendorfer Jecken wird im Februar 2023 wie vor Corona das komplette Straßenkarnevals Programm mit der traditionellen Außensitzung und dem Umzug durch die hiesigen Straßen geboten.

Traditionell startet der Eilendorfer Straßenkarneval schon seit Jahren mit der Außensitzung, früher vor dem Bezirksamt auf dem Heinrich-Thomas-Platz, in diesem Jahr zum zweiten Mal im Moritz-Braun-Park. Moderiert wird die Außensitzung am Mittwoch, dem 15. Februar 2023, ab 18.30 Uhr von der Nirmer Narrenzunft. Auf der Bühne erwartet die Jecken ein Öcher Fastelovvend Programm, unter anderem mit der KG Bröselspetze aus Verlautenheide, der Brander Bürger-Prinzessin und dem Ex Prinzen Corps. Ein Fritten- und ein Bierwagen sorgen für reichlich Verpflegung.

Mit dem Karnevals Umzug am Sonntag, dem 19. Februar 2023, ertönen dann auch in den Eilendorfer Straßen karnevalistische Klänge, und es regnet hoffentlich nur Kamelle. Mehr als 20 Gruppen, Vereine und Institutionen haben sich bereits für den Umzug angemeldet, doch es könnten durchaus noch mehr werden. Bis zum 10. Februar 2023 besteht für weitere Gruppen noch die Möglichkeit sich unter: info@ig-eilendorf-vereine.de anzumelden. Je bunter desto besser! Auch möglichst zahlreiche Zuschauer am Straßenrand sind herzlich willkommen.

Am Vereinshaus an der Nirmer Straße geht es um 14 Uhr für Wagen und Fußgruppen los. Der Zugweg ist unverändert geblieben, und es geht nach dem Start auf der Nirmer Straße wie folgt weiter: Nirmer Str. – Severinstraße – Moritz-Braun-Straße – Marienstraße – Grubenstraße – Severinstraße – Brühlstraße – Karlstraße – Brückstraße – Bezirksamt – Severinstraße – Moritz-Braun-Straße/Marienstraße Auflösung (bis Kreuzung Kirchfeldstraße).

Im Moritz-Braun-Park findet im Anschluss die After Zooch Party statt. Bis 20 Uhr können Umzugsteilnehmer und Zuschauer gemeinsam weiter feiern. Imbiss- und Bierwagen stehen auch hier für die Verpflegung der Jecken zu Verfügung.

Dank des Engagements der Organisatoren der IG Eilendorfer Vereine ist es auch in diesem Jahr den Jecken wieder vergönnt, den Eilendorfer Straßenkarneval in vollen Zügen zu genießen! Das junge Vorstandteam mit Marvin Klöcker, Christian Göbbels und Lisa Stadinger freuen sich gemeinsam mit den Eilendorfern die fünfte Jahreszeit zu feiern.

Die Organisatoren bitten an dieser Stelle die Anwohner, den Zugweg so Auto-frei wie möglich für die Zeit des Umzuges zu halten.

Liebevolle Begleitung am Lebensende

Schwerstkranke und Sterbende am Ende des Lebens würdevoll zu begleiten ist das Herzensanliegen der Ehrenamtler des Hospizdienst St. Severin. Der Ambulante Hospizdienst begleitet Betroffene individuell in dieser besonderen Lebensphase, schenkt den Menschen Zeit und Unterstützung und vor allem sollte in dieser Zeit niemand alleine sein. Aber auch die Familien erfahren durch den Hospizdienst eine große Entlastung. Die Gestaltung der gemeinsamen Zeit können die Betroffenen nach ihren Wünschen selbst bestimmen. „Manche möchten sprechen, andere nicht. Auch wenn sich die Familien kümmern, können die Menschen über Ängste, Wünsche an anderer Stelle freier sprechen und schon das Aussprechen kann Entlastung bringen“, weiß Verena Sußmann aus ihrer Erfahrung als Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes St. Severin.

Die Hopizbegleiter nehmen am alltäglichen Leben der Betroffenen teil, sind „da“ und halten mit aus. Und gelacht werden darf und wird auch! Denn das Lebensende gehört zum Leben dazu. „Mein Ehrenamtler Team hat eine dem Menschen zugewandte Haltung. Sie haben Zeit, sind offen und gehen wertfrei auf die Menschen zu. Sie nehmen auch Kleinigkeiten wichtig, denn Sterbende sind oft sehr empfindsam und nehmen auch kleine Hilfen dankend an.“ Es kann aber auch gesungen, gebetet oder einfach nur gemeinsame Zeit verbracht werden. Im Vorfeld dieser Aufgabe müssen die Ehrenamtlichen Mitarbeiter einen neun Monatigen Kurs absolvieren.

Anfang März 2023 startet im Seniorenzentrum St. Severin der Kurs zur Befähigung von ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen. In diesem Befähigungs- und Ermutigungskurs werden die Teilnehmer auf ihre Aufgabe als Hospizbegleiter intensiv vorbereitet. Verena Sußmann leitet die Kurse gemeinsam mit Madeleine Broichhausen und zum Thema Spiritualität und Religiosität referiert Krankenhausseelsorger Dr. Curt Creutz. Jeder der neun Samstage hat ein anderes Thema, zum Beispiel Biographiearbeit, Kontakt und Kommunikation und Emotionsmanagement. Der Kurs mit maximal 14 Personen ist kostenfrei findet immer samstags von 9 Uhr bis 17 Uhr (mit Pausen) im Seniorenzentrum St. Severin statt. Wenn auch Sie Interesse habe „Dahin zu gehen wo die Menschen sind“, können Sie sich gerne melden.

Anmeldungen bei Verena Sußmann, Koordinatorin Ambulanter Hospizdienst St. Severin, Kirchfeldstraße 34, Aachen-Eilendorf, Telefon: 0241/ 6006-4220 oder per Mail: verena.sussmann@marienhospital.de