Wunderkiste fördert Nachhaltigkeit

Gesellschaftsspiele, Bilderrahmen, Gläser und Vasen reihen sich auf Holzbrettern nebeneinander. Die Türen des grün gestrichenen Holzhäuschens am Recyclinghof Eilendorf sind weit geöffnet, und laden ein, zwischen den Sachen zu stöbern und das eine oder andere Teil mitzunehmen. Denn „Verschenken statt Wegwerfen“ ist das Motto der „Wunderkiste“. Dinge, die gut erhalten sind, aber nicht mehr benötigt werden, können hier hinterlegt und von anderen Besucher*innen kostenlos mitgenommen werden.

Abfallvermeidung, Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit – es sind Themen, die auch Heiko Thomas, Beigeordneter für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude der Stadt Aachen, fokussiert. Dass mit der Wunderkiste Gegenstände, die in Ordnung sind, im Kreislauf gehalten werden und auf diese Weise eine Nutzungsverlängerung erfahren, freut auch ihn. „Es ist eines von vielen Projekten, mit denen wir uns in der Stadt Aachen für Nachhaltigkeit einsetzen.“
Der Aachener Stadtbetrieb hat die Kiste, die von der AWA Entsorgung GmbH zur Verfügung gestellt wird, bewusst am Recyclinghof aufgestellt. „Wir haben hier immer wieder Kundinnen und Kunden, die Dinge entsorgen möchten, obwohl diese noch in Ordnung sind. Nun sprechen wir sie an und fragen, ob sie diese Gegenstände nicht in die Wunderkiste stellen möchten, um anderen damit eine Freude zu machen“, erläutert Jennifer Comuth, Verwalterin des Recyclinghofs. Und: „Die Resonanz ist super“, betont sie.
Die Wunderkiste wurde 2012 von der AWA Entsorgung GmbH erstmals in Eschweiler aufgestellt, mittlerweile gibt es sieben davon in der Region. „Das Wichtigste ist, dass es jemanden gibt, der sich wirklich um die Dinge kümmert und schaut, dass die Wunderkiste nicht vermüllt wird“, betont Hermann-Josef Ostlender, Abteilungsleiter Kundenservice der AWA. Die Mitarbeitenden des Recyclinghofs des Aachener Stadtbetriebs räumen daher jeden Abend die Wunderkiste auf und schauen, ob alle Teile, die sich darin befinden, tatsächlich in Ordnung sind.  In der Wunderkiste können gut erhaltene, intakte, saubere Gegenstände abgelegt werden. „Dazu gehören beispielsweise Geschirr, Töpfe, Deko-Artikel, Blumentöpfe, Spielzeug, Spiele und funktionsfähige Kleinelektrogeräte“, erläutert Anne Lehnen, Abfallberaterin des Stadtbetriebs. Nicht abgegeben werden dürfen unter anderem Kleidung, Lebensmittel, Kosmetika, Großelektrogeräte und Bettwaren wie Matratzen, Kissen, Bettdecken.
Auch ohne eigene Spende dürfen sich Privatpersonen Dinge aussuchen, mitnehmen und für den persönlichen Bedarf nutzen. Die Gegenstände dürfen nicht verkauft werden. Pro Privatperson dürfen maximal fünf Einzelteile mitgenommen werden, mit Ausnahme von beispielsweise Geschirr- oder Gläsersets.  Die Wunderkiste ist zu den normalen Öffnungszeiten des Recyclinghofes Eilendorf geöffnet: montags 8.30 bis 16 Uhr, dienstags 8.30 bis 18 Uhr, mittwochs 8.30 bis 16 Uhr, donnerstags 8.30 bis 18 Uhr, freitags 8.30 bis 16 Uhr sowie samstags 8.30 bis 14.30 Uhr.

Spendenaktion

Die Caritas im Bistum Aachen sammelt Restdevisen, deren Erlös einem sozialen Projekt für Menschen in Not zu Gute kommen soll. Wohin mit dem Restgeld aus Reisen in Ländern mit anderer Währung, das von Banken nicht zurückgetauscht wird? Ob alte D-Mark, Dollar, Yen, Schweizer Franken, Pfund und andere Währungen können ab sofort im Eilendorfer Bezirksamt abgegeben werden. Dazu können Sie die aufgestellte Aktionsbox an der Information nutzen. Über eine Spezialfirma werden die Münzen und Scheine eingetauscht.

Auf diese Weise helfen viele kleine Beträge von Privatmenschen aber auch von Firmen und Geschäftsleuten den Menschen, für die sich die Caritas einsetzt. 50 Prozent des Erlöses geht in regionale Projekte und die andere Hälfte wird zugunsten sozialer Projekte im Ausland gespendet. „Es ist spannend zu sehen, woher das Geld kommt und was noch alles in den Schulbladen der Menschen liegt. Mit dieser Aktion können wir einen Beitrag leisten, globale Probleme global zu lösen“, erklärt Ute Schramm, die die Aktion für den Caritasverband im Bistum Aachen e.V. koordiniert.

Stadtteilkonferenz mit vielen neuen Ideen

Nach dem Neustart der Stadtteilkonferenz im September 2021 konnte das Eilendorfer Gremium „von Eilendorfer, für Eilendorfer“ 2022 einen vollen Erfolg verbuchen. Zahlreiche Anträge der Bürger konnten umgesetzt werden, und erstmals wurde das gesamte Budget der Stadtteilkonferenz ausgeschöpft.

Mit großer Freude verkündete das Sprecherteam, vertreten von Verena Sußmann und Helmut Harth, der Stadtteilkonferenz beim letzten Treffen im November 2022 die guten Neuigkeiten und hofft, auch 2023 wieder mit zahlreichen Ideen aus der Bürgerschaft den Stadtteil für alle Bürger bereichern zu können. Ideen aus 2022, wie der Demenzpfad, der mit einer Station vor dem Seniorenzentrum St. Severin schon die erste Anlaufstelle hat, und der Nachhaltigkeitsschrank, der bereits auf der Ecke Hansmannstraße/Friedrich-Wilhelm-Straße steht und schon jetzt von den Bürgern bestens angenommen wurde, belegen, dass das Engagement der Stadtteilkonferenz seine Früchte trägt. Die Idee eines Garagenflohmarktes soll im Mai oder Juni 2023 umgesetzt werden. Der Arbeitskreis möchte nichtkommerzielle Flohmärkte in Garagen, Gärten und Innenhöfen vernetzen und neben dem Nachhaltigkeitsbeitrag auch das Eilendorfer Wir-Gefühl stärken. Weitere Informationen werden auf der Internetseite www.eilendorf.net veröffentlicht. Die Internetseite soll auch um die Rubrik „Outdoor-, Freizeitmöglichkeiten für Familien und Kinder“ erweitert werden. Hier sollen sich insbesondere Familien mit Kindern über die vielfältigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, die der Stadtteil zu bieten hat, informieren können. Für das kommende Bürgerfest 2023 beantragte die Eilendorfer IG Handel Unterstützung für eine kleine Bühne auf dem Severinusplatz, auf der sich Eilendorfer Musiker, Kleinkünstler, Comedians, Theater- und Kindergruppen präsentieren können. Auch dieser Antrag wurde, wie alle anderen, einstimmig von der Stadtteilkonferenz befürwortet.

Nach dem die Stadtteilkonferenz das letzte Jahr so produktiv beendet hat, möchte sie 2023 an den Erfolg anknüpfen. Am Mittwoch, dem 15. Februar 2023, findet um 19 Uhr in den Räumen der Tagespflege am Pannhaus das erste Treffen statt. Zu diesem Treffen sind auch wieder neue Ideengeber und Interessierte herzlich eingeladen.