Kronkorken sammeln

Doris Koerfer, Inhaberin des Feinschmeckergeschäfts „Pläsierchen“ an der von-Coels-Straße, sammelt bereits seit einiger Zeit Kronkorken. Sie sammelt privat und auch in ihrem Geschäft für Karl-Heinz Domalewski aus Schleiden. Dieser sammelt die Kronkorken schon seit Jahren, hat die Mengen stetig gesteigert und bringt sie zum Schrotthändler seines Vertrauens. Im letzten Jahr hat er 17 Tonnen Kronkorken gesammelt und den Erlös, der auch noch durch weitere Spenden auf 7.500 Euro aufgestockt wurde, der Kinderkrebsstation des Aachener Klinikum gespendet.

„Ich bin so infiziert, dass ich überall, wo ich bin und sehe, es werden viele Kronkorken geöffnet, frage, ob ich diese haben kann. Der SV-Eilendorf sammelt auch schon sehr fleißig mit. Nun ist mir auf dem Bürgerfest die Idee gekommen, wir könnten doch eine Sammelaktion in ganz Eilendorf machen.“ In Eilendorf können die Kronkorken im Pläsierchen abgeben werden. Doris Koerfer fährt aber auch rund und sammelt zum Beispiel auf der Burg Wilhelmstein Kronkorken ein, die für sie beiseitegelegt werden. Sie hat auch weitere Vereine in Eilendorf angesprochen und würde sich sehr freuen, wenn so viele Eilendorfer wie möglich sich an der Aktion für einen guten Zweck beteiligen würden.

Der Kronkorkensammler Karl-Heinz Domalewski bekommt zum Ende jeden Jahres (ungefähr im November) die gesammelten Beträge ausgezahlt, und der gesamte Erlös wird gespendet.

Stadtteilkonferenz

Ende Mai tagte die Stadtteilkonferenz zum zweiten Mal in diesem Jahr. Die Sprecher der Stadtteilkonferenz Sara Gatz, Verena Sußmann und Helmut Harth hatten in die Räume der Oase St. Severin eingeladen und führten durch die Tagesordnung. Rückblicke auf das erste Halbjahr 2023 und auch kommende Projekte wurden angesprochen.
So berichteten Christina Rehfisch und Anne Trautmann vom Sozialen Dienst des Seniorenzentrums St. Severin über das Projekt „Demenzpfad in Eilendorf“. Nachdem im letzten Jahr der Antrag für die erste Station des Demenzpfads von der Stadtteilkonferenz Eilendorf genehmigt wurde, ist diese nun auch fertiggestellt und in Funktion. Vor dem Seniorenzentrum St. Severin steht eine farbige Bank, mit einer Beschilderung zum Thema Demenz und einer Erläuterung der Station. Christina Rehfisch stellte auch Ideen für weitere Stationen vor. Sollten auch andere Teilnehmer der Stadtteilkonferenz Themen für neue Stationen auf dem Demenzpfad haben oder einen Platz für eine solche zur Verfügung stellen, können diese gerne Kontakt (E-Mail: Christina.Rehfisch-Friedrich@seniorenzentrum-aachen.de) aufnehmen. Gleiches gilt für Institutionen, Vereine, Geschäfte und auch Privatpersonen.
Helmut Harth gab im nächsten Tagesordnungspunkt einen kleinen Rückblick auf den sehr erfolgreichen ersten Eilendorfer Garagenflohmarkt. 135 Stationen im ganzen Dorf wurden auf der „Karte“ der Webseite des Garagenflohmarktes aufgeführt und es wurden 3950 Zugriffe darauf verzeichnet. Zwischen Teilnehmer und Besucher fand ein reger Austausch statt und auch „fremde“ Menschen kamen ins Gespräch. Das Wetter, welches sich im Nachmittag verschlechterte, dämpfte die gute Stimmung keinesfalls. Sowohl von den Teilnehmern als auch von den Besuchern des Garagenflohmarktes war die Resonanz durchweg positiv. Eine neue Idee für die Zukunft kam von Vertretern des Seniorenzentrums St. Severin. Neben dem öffentlich zugänglichen Kneippbecken könnte ein Barfußpfad eingerichtet werden. Kindergartengruppen, Schulklassen aber auch Privatpersonen könnten so „das Kneippen“ mit einem Gang über den Barfußpfad verbinden.
Carina Kliebsch und Alina Michel möchten für das kommende Osterfest einen Osterspaßtag für Eilendorfer Kinder organisieren mit Ostereiersuchen und diversen Kinderspielen im Moritz-Braun-Park. Eine Hüpfburg und Kinderschminken könnten ebenso angeboten werden. Montag, 14. August 2023, findet die nächste Stadtteilkonferenz statt. Interessierte sind herzlich willkommen.

Montessori-Schüler als Akrobaten und Künstler

Inzwischen ist es im Schulprogramm verankert, dass der Kinder-Projekt-Circus Lollipop alle vier Jahre die Schülerinnen und Schüler der Montessori-Grundschule zu Clowns, Feuerspuckern, Zauberern, Jongleuren und Artisten ausbildet. In nur vier Tagen lernten die Kinder der Städt. Montessori-Grundschule Eilendorf, die wegen eines Umbaus bis Sommer 2024 in die Barbaraschule Rothe Erde ausgelagert ist, wie man sich vor einem großen Publikum präsentiert! Das professionelle Team des „Kinder- Projekt- Circus Lollipop“ verstand es, die Kinder für Ihre Aufgaben zu begeistern. Alle Kinder tauchten in der Projektwoche vor Ostern in die Zirkuswelt ein und meisterten mit viel Konzentration und Motivation auch die schwierigsten Hürden. „An ihren Aufgaben konnten alle Kinder wachsen und die positiven Eindrücke mit in den Schulalltag nehmen“, so die begeisterte Schulleiterin Ferial Al-Moufti. In zwei Vorstellungen zum Abschluss konnten sich Eltern, Angehörige und Freunde von dem durchweg gelungenen Projekt überzeugen und genossen unter dem Dach des riesigen Zirkuszelts eine rundum professionelle Vorstellung.

Die tollen Erlebnisse in der Projektwoche sind vielen helfenden Händen aus Elternschaft und Schule und dem Förderverein zu verdanken. Den Applaus aber haben die Kinder für ihre Kunststücke verdient. Den finanziellen Grundstock hatten die Kinder der Montessori-Grundschule Eilendorf durch einen Sponsorenlauf erwirtschaftet. Darüber hinaus wurde der Zirkus mit Geldern der Bezirksvertretung Eilendorf, der Sparkasse Aachen, Filiale von-Coels-Straße, Optik Moeres aus Eilendorf, der STAWAG Stadtwerke Aachen und der Anna-Apotheke Stephan Jüsten e.K aus Alsdorf finanziert. Über die finanzielle Unterstützung war die Grundschule sehr glücklich.

Zum Ende des Schuljahres haben die Kinder der 4. Klassen auch ein zweijähriges Kunst- Projekt sehr erfolgreich abgeschlossen. Unter der Leitung der Künstlerin Uschi Kütz entstanden tierisch schöne Bilder. In diesem Schuljahr drehte sich das Thema des Kunstprojekts an der Montessori Grundschule Eilendorf um die „LAST und LUST der Tiere“. Nach einer Idee von Uschi Kütz, in Anlehnung an Salvador Dali malten, zeichneten und collagierten die Schülerinnen und Schüler Tiere, die eine „symbolische LAST“ auf dem Rücken tragen. Diese zeigt, welcher Gefahr oder Quälerei die Tiere durch den Menschen ausgesetzt sind. Dabei spielen Massentierhaltung, Meeresverschmutzung durch Plastik und Klimawandel eine entscheidende Rolle.

Doch in diesem Projekt leiden die Tiere nicht nur, sondern sie drehen die Situation um. Sie erleben eine große LUST dabei, dem Menschen sein Handeln vor Augen zu führen. Anfang Juni präsentierten die Kinder ihre Werke in einer Ausstellung, und jeder Künstler stellte seine Bilder mit Erklärungen zur eigenen Interpretation des Themas und der Stiltechnik den geladenen Gästen vor. Ausgestellt wurden auch die Bilder aus dem letzten Schuljahr zum Thema „Tierisch menschlich, tierisch gut“ und alle Bilder zusammen machten die Aula zu einer Galerie wunderbarer und fantasievoller Kunstwerke. Auch Uschi Kütz hatte „Viel Freude in den letzten beiden Jahren mit den Schülern“ und war nicht weniger begeistert als Eltern und Schulgemeinde von deren Ergebnissen. Das Kunst Projekt wurde vom NRW-Landesprogramm „Kultur und Schule“ gefördert.