Seit 1293, also seit 726 Jahren, steht hier eine Kirche. Sie bot Schutz in unruhigen Zeiten, vermittelte Geborgenheit, gab Orientierung. Ihre Glocken begleiteten den Tag, warnten bei Gefahr und verkündeten Freude und Leid und den Frieden der Nacht. Kirche zu Eilendorf sind aber auch die Menschen, die sich an diesem Ort zum Gebet versammeln. Eingebunden in ihre Zeit. Wie wir heute. Entdecken und erleben wir gemeinsam, wie wir auch nicht Alltäglichem in unserer Muttersprache Ausdruck verleihen können: „En os Moddersproech, wie os de Mull jewahsse es“. Vergessen wir aber auch nicht, dass dies auch ausgrenzen kann. Andere. Fremde. Und denken wir daran (dies lehrt uns Einblick in die Familienstammbücher unserer Vorfahren), dass Sie irgendwann auch hierhergekommen sind. Als Fremde, die Heimat gefunden haben. Zwischen 1817 und 1858 verdoppelte sich die Einwohnerzahl Eilendorfs von 1150 auf 2421. Im Jahr 1890 ist erneut eine Verdopplung eingetreten, auf 5040. Für die nächste Verdopplung auf 10127 werden dann nur noch 20 Jahre benötigt. Leben war damals alles andere als paradiesisch. Und doch signalisierten die Postkarten von damals: hier rauchen die Kamine, hier kann ich meine Familie ernähren . . . leben. Da rückten Menschen zusammen, Vereine begannen das gesellschaftliche Leben im Ort zu prägen. Mitglied in einem Verein zu sein heißt: dazu gehören, Geborgenheit und Anerkennung aber auch Entspannung und Erholung in Gemeinschaft Gleichgesinnter zu finden . . . Erinnern wir uns dessen in Dankbarkeit am Freitag, dem 14. Juni 2019, 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Severin. Damit auch alle nicht so sprachkundigen Bürger den Messtext verstehen können, stellt der Heimatverein ein Heft in „zweisprachiger“ Ausführung zur Verfügung. Für den Heimatverein Pastor Peter Harperscheidt Franz Fey, Helmuth Kind
Archiv des Autors: agentur176
Nirmer Platz
Die Grün- und Parkanlage am Nirmer Platz ist in den zurückliegenden Monaten erfolgreich umgestaltet und aufgewertet worden. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler und einige Mitglieder der Bezirksvertretung Eilendorf zeigten sich bei der offiziellen Eröffnung am Mittwoch, 22. Mai, sehr erfreut über das Ergebnis der Umgestaltung. „Hier ist ein richtig schöner Ort entstanden“, sagte Elke Eschweiler und ruft alle auf, dieses kleine Parkidyll in Nirm eifrig zu nutzen. Die Umgestaltung begann bitte Januar und konnte Anfang April 2019 beendet werden. Auf der Wiese am Nirmer Platz ist ein rund 85 Meter langer und 1,80 Meter breiter Weg entstanden, der auf Höhe des Mühlenweidwegs beginnt und bis zur Kalkbergstraße reicht. An einer Stelle ist dieser Weg aufgeweitet worden, um dort Boule spielen zu können. Unterschiedlich gestaltete Sitzbänke sind am Wegesrand und auch am Ufer des Haarbachs aufgestellt worden. In der Nähe des Nirmer Lädchens an der Kalkbergstraße stehen eine Picknickbank und einige Fahrradständer. Die Fläche um die Kreuzgruppe am Nirmer Platz ist neu gestaltet worden. Auf der Wiese sind drei neue Bäume gepflanzt worden: ein Feldahorn, eine Kornelkirsche und eine Münsterbirne. Überdies gibt eine ganze Reihe neuer Sträucher und Staudenpflanzen. Schließlich wurden Flächen angelegt, auf denen demnächst Blumen in ein- und zweijährigen Intervallen blühen werden. Die Fachleute hoffen, so wieder neuen Lebensraum für Insekten schaffen zu können. Dazu passt auch ein vom Sozialwerk Aachener Christen am Ufer des Haarbachs aufgestelltes Insektenhotel. Im Spätherbst wird die Stadt noch die Zwiebeln von 1.800 Frühjahrsblühern in die Erde setzen, damit der Park am Nirmer Platz im nächsten Frühjahr ganz früh im Jahr wieder bunt erstrahlt. und nicht nur die Anwohner erfreut.
Schützentradition mit Vogelschuss
Die St. Apollonia Schützenbruderschaft 1926 Eilendorf e.V. feiert im Juni Schützenfest. Vom 22. Juni 2019 bis 23. Juni 2019 werden die Schützen auf dem Vereinshof an der Nirmer Straße wieder ihren Schützenkönig ausschießen. Der erste Tag beginnt mit dem Ausrufen des Schützenfestes. Dazu macht sich um 16 Uhr eine Abordnung der Schützen auf den Weg zum amtierenden König. Gemeinsam geht es anschließend zum Festplatz zurück, wo um 18 Uhr das Schützenfest eröffnet wird und der amtierende Prinz beim Prinzenvogelschuss seinen Titel verteidigen kann. Mit dem Dämmerschoppen lassen die St. Apollonia schützen den Tag gesellig ausklingen. Sonntagmittag startet der Festzug durch Eilendorf um 14 Uhr. Auf dem Weg wird die Königin abgeholt und dann geht es für die St. Apollonia Schützenbrüder und ihre Gäste zum Königsvogelschuss auf den Vereinshof Nirmer Straße zurück. Gegen 17 Uhr bieten die Fahnenschwenker „Dark Explosion“ wieder ein beeindruckendes Spektakel und anschließend werden die neuen Majestäten proklamiert. Zu guter Letzt dürfen sich die Gäste, die ein Los erworben haben, bei der Verlosung hoffentlich über ihr Losglück freuen. An beiden Tagen sind Besucher herzlich willkommen, die Tradition des Schützenfestes und des Vogelschusses mit zu erleben. Für Getränke und Essen ist reichlich gesorgt. Die Schützenbruderschaft freut sich auch über zahlreiche Zuschauer die den Weg des Festzuges säumen.