Neue Pläne

In der letzten öffentlichen Bezirksvertretungssitzung im November 2019 wurden erste Weichen für eine Aufwertung des Grundstücks Steinstraße – Friedrich-Wilhelm-Straße – Hansmannstraße gestellt. Nach Jahrelangen Überlegungen sind die Fraktionen sich einig, das Grundstück als Grünfläche zu erhalte. Das alte Gebäude mitten auf dem Grundstück ist mittlerweile so baufällig, dass es ein zunehmendes Sicherheitsrisiko geworden ist. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler möchte mit der Planung ähnlich vorgehen, wie bei der Neugestaltung des Nirmer Platzes, das heißt, Bürger sollen auch an dieser Stelle ihre Wünsche mit einbringen können. Von einer attraktiven Umgestaltung wird auch das ganze Umfeld, wie zum Beispiel der Severinusplatz mit dem Wochenmarkt, erheblich profitieren. Im nächsten Schritt wird das Gebäudemanagement der Stadt Aachen mit dem Abriss beauftragt, für die die Anschubfinanzierung investiert die Eilendorfer Bezirksverwaltung aus den übrig gebliebenen Investitionsmitteln 20.000 Euro. Zur nächsten Sitzung am 29. Januar 2020 wird die Verwaltung Aachen eingeladen, einen Zeitplan vorzulegen.

Weitere Investitionsmittel sind für eine Kinderaußenküche für den Kindergarten St. Apollonia, für das Projekt 2020 Aufführung „Magnificat“ von Johann Sebastian Bach der Chorgemeinschaft St. Severin und für die Bühne auf dem Eilendorfer Weihnachtsmarkt, vergeben worden. Leider kann die Anschaffung einer mobilen Bühne für den Stadtteil in naher Zukunft nicht realisiert werden und somit fließen die 10.000 Euro Rückstellung wieder zurück in das Budget.

Die restlichen Bezirklichen Verfügungsmittel von 3000 Euro gehen an die KG Nirmer Narrenzunft für die Jubiläumssession 2019/20 (1000 Euro), den Förderverein Kultur an St. Severin für das Live Streaming Projekt (1000 Euro), an die St. Apollonia Schützen für Ausstattung (500 Euro) und an die St. Sebastianus Schützenbruderschaft für neue Allwetterjacken (500 Euro).

„Eilendorf in allen vier Jahreszeiten“

Besucher des Eilendorfer Bezirksamtes dürfen sich über einen rundum Blick über Eilendorf erfreuen. Im Wartebereich hängt seit dem 13. Dezember 2019 die Dauerleihgabe von Josef Hansen mit eigener bildlicher Interpretation von „Eilendorf in allen vier Jahreszeiten“. Die Perspektive von Gottessegen über Eilendorf hat den Maler Josef Hansen seit 2015 beschäftigt. Nun ist es vollendet und so kurz vor Weihnachten freuen sich Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler und Bezirksamtsleiter Martin Freude, das Bild in ihren Räumlichkeiten besonders vielen Eilendorfern zugänglich machen zu dürfen.

Angeregt durch ein Bild des Eilendorfer Malers Heinrich Junker, der nur einen kleinen Ausschnitt von Eilendorf gemalt hat, ist dem Eilendorfer Bauunternehmer Josef Hansen die Idee gekommen, selbst ein Bild von seiner Heimat zu malen. Im Spätsommer 2015 sind mit Blick vom Knopp auf den Aachener Stadtteil die ersten Skizzen entstanden.

Gleichzeitig hat er viele Fotos gemacht, um sich entsprechende Details einzuprägen. „Fasziniert hat mich vor allen Dingen die Wiesenlandschaft mit den Weißdornhecken, Sträuchern und Wegen, die sich zwischen dem Prunkweg und Eilendorf befindet“, beschreibt Josef Hansen die Aussicht über Eilendorf. Somit domminiert auf der Leinwand sehr viel grüne Acrylfarbe, die allerdings nach den Jahreszeiten verschiedene Tönungen zeigt. Auf der linken Bildseite sieht der Betrachter die Landschaft in hellen grünen Frühlingsfarben, sattgrün ist der Sommer, dann wird es herbstlich grünbraun und in der Winteransicht ganz rechts dominiert Weiß. Im Dorfzentrum geben die Bauwerke von St. Apollonia, St. Severin und das Bezirksamt dem Betrachter Orientierung, denn „das Bild soll keine fotographische Wiedergabe sein, sondern Eilendorf als Ganzes sehen.“

Aufgewachsen in Eilendorf und selber viel unterwegs in und rund um Eilendorf kamen dem Maler beim Ausblick vom Knopp viele Erinnerungen wieder ins Gedächtnis und so soll es auch den zukünftigen Besuchern des Bezirksamts im besten Falle ergehen. „Es soll ein Geschenk von mir an Eilendorf sein, verbunden mit dem Dank für das lange Leben, das ich seit meiner Geburt in Eilendorf verbringen durfte. Hier lebt meine Familie, hier sind meine Schulkameraden, meine Pfadfinder- und Handballfreunde. Hier habe ich meine Firma gehabt und habe mich mit diversen anderen Aktivitäten eingebracht.“ Elke Eschweiler bedankte sich im Namen des Bezirkes für dieses „Geschenk“, „denn solch eine Dauerleihgabe kommt nicht so oft vor und ist etwas Besonderes!“ An dieser Stelle würde es die Bezirksbürgermeisterin sehr freuen, wenn das Bild zum Gespräch anregt und wie bei der Übergabe schon passiert, Erinnerung an Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter zu Tage bringt. So wie die rasanten Schlittenfahrten auf dem Todeshügel, die sich über mehrere Generationen ins Gedächtnis gebrannt haben. „Wir Vertreter der Bezirke möchten, dass sich die Menschen wohlfühlen, dafür setzen wir uns ein und freuen uns sehr, wenn wir von den Bürgern etwas zurückbekommen!“ Offiziell wird das Bild beim Neujahrsempfang am Sonntag, dem 5. Januar 2020 um 14 Uhr im Bezirksamt vorgestellt.

Bestsellerautorin wieder in Eilendorf

Vor fast zwei Jahren, im Mai 2017, kamen die Eilendorfer schon einmal in den Genuss einer Lesung von Melanie Raabe. Damals stellte sie ihren zweiten Thriller „Die Wahrheit“ vor. Schon ihr erster Roman „Die Falle“ war ein Bestseller und nach ihrem dritten Werk „Der Schatten“ erschien nun am 27. Dezember 2019 ihr vierter Thriller „Die Wälder“.

In diesen zwei Jahren hat Melanie Raabe nicht nur an ihren Büchern geschrieben. Inzwischen experimentiert sie auch mit anderen Formen. Ihr Fiction Podcast „Der Abgrund“ erschien im Juni 2019 und stand auf Platz 1 der Podcast-Charts. Zudem betreibt sie mit ihrer Freundin, der Designerin, Makerin und Youtuberin Laura Kampf den Podcast „Raabe & Kampf“, in dem die beiden sich in wöchentlichen Episoden allem widmen, was mit Kreativität zu tun hat. Zudem setzt sie sich als Lesebotschafterin der Stiftung Lesen für die Leseförderung ein.

Ihr neustes Werk „Die Wälder“ handelt von einer spannenden Suche: Als Nina die Nachricht erhält, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor seinem Tod fast manisch versucht hat, zu erreichen. Und sie ist nicht die Einzige, bei der er sich gemeldet hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheimnisvolle letzte Nachricht hinterlassen, sondern auch einen Auftrag: Sie soll seine Schwester finden, die in den schier endlosen Wäldern verschwunden ist, die das Dorf, in dem sie alle aufgewachsen sind, umgeben. Doch will Nina das wirklich? In das Dorf und die Wälder zurückkehren, die sie nie wieder betreten wollte …

Marcel Emonds-pool, Inhaber der Buchhandlung „Das Buch in Eilendorf“, freut sich besonders die Kölner Autorin als einer der Ersten für eine Lesung gewonnen zu haben. Wie schon bei der ersten Lesung, dürfte es auch am 18. Januar 2020 um 19 Uhr in der evangelischen Versöhnungskirche in der Johannesstraße sehr voll werden. Tickets erhalten sie für 12 Euro in der Buchhandlung „Das Buch in Eilendorf“ auf der von-Coels-Straße 52, Tel. 0241 5590880.