25! Das ist die wohl am häufigsten genannte Zahl bei der Pressekonferenz zum schrit_tmacher Festival 2020 Ende November. Denn zum 25. Mal reißt das Festival mit hochkarätigen Aufführungen die gesamte Euregio mit. Doch die 25 ist auch nur eine Zahl von vielen. Zehn Jahre ist das Festival bereits in der Fabrik Stahlbau Strang in Aachen. Hiervon können zum Beispiel die Eilendorfer besonders profitieren, da der Aufführungsort näher an unserem Stadtteil als an Aachens Zentrum ist. Die Beigeordnete für Bildung und Kultur der Stadt Aachen, Susanne Schwier, betont: „Es ist ein erstaunlicher Reifungsprozess, den wir mit schrit_tmacher erleben. Vom kleinen experimentellen Tanztheater zum renommierten Festival mit weltbekannten Kompanien, beeindruckenden Locations und toller grenzüberschreitender Partnerschaft.“ Inzwischen legt das Festival in der gesamten Euregio einen künstlerischen und kulturpolitischen Schwerpunkt.
Fünf Wochen lang steht die gesamte Region grenzübergreifend im Zeichen des Tanzes. Die hochklassigen, internationalen Performances werden umgeben von Workshops, Filmen, interaktiven Kunstinszenierungen und Installationen sowie Vorträgen. Für alle Altersgruppen und Liebhaber von Tanz, Kunst, Musik, Mode und mehr gibt es im März und April viel zu erleben. „Das Jubiläumsfestival wird grandios“, verspricht Schwier: „frisch, jung, unkonventionell.“ Festivalleiter Rick Takvorian beschreibt den Weg des Festivals: „Ganz zu Beginn haben wir als Ergänzung zu einem anderen Projekt angefangen, da habe ich noch vieles alleine gemacht und auch gegen Vorbehalte, dass Aachen zu klein für ein Tanzfestival sei, arbeiten müssen. Aber das Publikum kam und wurde größer, internationaler. Heute habe ich ein großes Team, quasi eine „Familie“ beim schrit_tmacher Festival und gemeinsam arbeiten wir mit allen Kräften für eine tolle Veranstaltung.“ Takvorian erklärt, dass es immer sein Wunsch gewesen sei, ein internationales Programm nach Aachen zu holen, ein Fenster zur Welt zu öffnen, „etwas, dass man sonst nicht sieht.“ Zum Festivaljubiläum blickt er mit der kommenden Ausgabe zurück: „Wir wollen feiern und unserem Publikum ein Geschenk machen. Deshalb haben wir viele Lieblinge der letzten Jahre, die ganz großen Kompanien, mit neuen Programmen zurückgeholt.“ Der Dank an das Publikum ist allen Beteiligten besonders wichtig. „Sie sind unsere Berechtigung“, sagt Takvorian. „Ohne diesen Enthusiasmus wären wir nicht hier.“
Aber auch der Blick nach vorne darf nicht fehlen. 2020 liegt der Fokus natürlich wieder auf dem Nachwuchs. Mit GENERATION2 werden schon seit sieben Jahren unter dem Stichwort „Talententwicklung“ junge Künstlerinnen und Künstler gefördert. Gleichzeitig baut auch das kommende Festival auf neue Entdeckungen, Experimente und spannende Begleitprojekte – etwa die interaktive Lichtinstallation, bei der die Bewegungen der Besucher in Licht umgewandelt werden.
Das Programm ist wie jedes Jahr hochklassig, international, bunt und lässt keine Wünsche offen. Einen einzigen Wunsch hat der Festivalleiter dann aber doch und appelliert an sein treues Publikum: „Lasst uns gemeinsam dieses Festival so richtig feiern!“ Karten sind ab sofort erhältlich, Das Festival- Programm und weitere Infos gibt es ab sofort im Internet unter www.schrittmacherfestival.com
Von Bürgern, für Bürger! Die Stadtteilkonferenz Eilendorf wurde 2018 ins Leben gerufen und noch nicht ganz zwei Jahre nach ihrer Gründung stehen schon erste Projekte zur Realisierung in den Startlöchern.
Auf dem diesjährigen Eilendorfer Weihnachtsmarkt wurde das Lastenrad von der Bürgergruppe Fahrradfreundliches Eilendorf offiziell eingeweiht. Eine Vielzahl von interessierten Besucherinnen und Besuchern nutze die Möglichkeit sich über die Ausleihmöglichkeit und das Rad zu informieren. Auch Heimatverein Mitglied Josephine Reiff, geborene Bartz, nach der das Eilendorfer Lastenrad benannt wurde, machte sich gemeinsam mit der Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler und dem Bezirksamtsleiter Martin Freude ein Bild vom „Finchen“. Sie war begeistert vom neuartigen Elektroantrieb, der ihr in früheren Zeiten eine deutliche Erleichterung im Alltag mit ihrem Lastenrad gewesen wäre. Finchen Reiff hat bereits in den frühen 40er Jahren des letzten Jahrhunderts mit einem Lastenrad die Einkäufe aus ihrem Lebensmittelgeschäft in Eilendorf ausgeliefert. Die heute 92-jährige freut sich über die Namenswahl und wünscht sich weitere Lastenräder für Eilendorf, da sie diese „för en jou Saach“ hält. Eine Probefahrt durfte natürlich auch nicht fehlen. Kurz vor Weihnachten wurde auch die eigens für Lastenräder konzipierte Garage geliefert, die sich hinter dem Bezirksamt Eilendorf auf dem Parkplatz befindet. Dort kann das Rad ab Januar kostenfrei über das Buchungsportal www.beladeschaeng.de ausgeliehen werden. Voraussetzung ist eine einmalige Registrierung und eine nachgewiesene Einführung mit Probefahrt.