Heimatblätter

Wer sich mit der Geschichte beschäftigt, erfährt nicht nur etwas über die Vergangenheit, sondern lernt auch, die Gegenwart besser zu verstehen.“ Dem verpflichtet legt der Heimatverein zu Beginn des neuen Jahres den nächsten Band der „Eilendorfer Heimatblätter“ vor. Zu Redaktionsschluss stand noch kein genauer Termin fest. Interessierte können sich Anfang des Jahres beim Heimatverein informieren.

Konzeptionell folgt das Buch in „einem historischen Spaziergang“. Nämlich dem Verlauf des Haarbaches von der Quelle bis zur Mündung in die Wurm. Unterwegs gibt es dabei viel zu sehen. Gelegentlich verlassen wir dabei den Weg zu kleineren Exkursionen. Doch nicht nur von der Technik des Mahlens und der Mühlen erfahren wir.

Auch wenn wir das „Klappern der Mühlen“ dort nicht mehr hören, so ist auch mit unserem kleinen Haarbach die eine oder andere Geschichte verbunden, die nur hier und nur so passieren konnte und das Leben unserer Vorfahren zum Teil hart und nachhaltig traf.

Die letzten Bilder in unserem „Mühlenbuch“ möchten gerne dazu einladen, dem Bachverlauf des Haarbachs einmal bei schönem Wetter zu folgen und sich selbst auf Spurensuche zu begeben. Dabei möchte das Buch willkommener Wegweiser und freundlicher Begleiter sein.   Für den Heimatverein Mastthias Bartz und Helmuth Kind

Neue Pläne

In der letzten öffentlichen Bezirksvertretungssitzung im November 2019 wurden erste Weichen für eine Aufwertung des Grundstücks Steinstraße – Friedrich-Wilhelm-Straße – Hansmannstraße gestellt. Nach Jahrelangen Überlegungen sind die Fraktionen sich einig, das Grundstück als Grünfläche zu erhalte. Das alte Gebäude mitten auf dem Grundstück ist mittlerweile so baufällig, dass es ein zunehmendes Sicherheitsrisiko geworden ist. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler möchte mit der Planung ähnlich vorgehen, wie bei der Neugestaltung des Nirmer Platzes, das heißt, Bürger sollen auch an dieser Stelle ihre Wünsche mit einbringen können. Von einer attraktiven Umgestaltung wird auch das ganze Umfeld, wie zum Beispiel der Severinusplatz mit dem Wochenmarkt, erheblich profitieren. Im nächsten Schritt wird das Gebäudemanagement der Stadt Aachen mit dem Abriss beauftragt, für die die Anschubfinanzierung investiert die Eilendorfer Bezirksverwaltung aus den übrig gebliebenen Investitionsmitteln 20.000 Euro. Zur nächsten Sitzung am 29. Januar 2020 wird die Verwaltung Aachen eingeladen, einen Zeitplan vorzulegen.

Weitere Investitionsmittel sind für eine Kinderaußenküche für den Kindergarten St. Apollonia, für das Projekt 2020 Aufführung „Magnificat“ von Johann Sebastian Bach der Chorgemeinschaft St. Severin und für die Bühne auf dem Eilendorfer Weihnachtsmarkt, vergeben worden. Leider kann die Anschaffung einer mobilen Bühne für den Stadtteil in naher Zukunft nicht realisiert werden und somit fließen die 10.000 Euro Rückstellung wieder zurück in das Budget.

Die restlichen Bezirklichen Verfügungsmittel von 3000 Euro gehen an die KG Nirmer Narrenzunft für die Jubiläumssession 2019/20 (1000 Euro), den Förderverein Kultur an St. Severin für das Live Streaming Projekt (1000 Euro), an die St. Apollonia Schützen für Ausstattung (500 Euro) und an die St. Sebastianus Schützenbruderschaft für neue Allwetterjacken (500 Euro).

„Eilendorf in allen vier Jahreszeiten“

Besucher des Eilendorfer Bezirksamtes dürfen sich über einen rundum Blick über Eilendorf erfreuen. Im Wartebereich hängt seit dem 13. Dezember 2019 die Dauerleihgabe von Josef Hansen mit eigener bildlicher Interpretation von „Eilendorf in allen vier Jahreszeiten“. Die Perspektive von Gottessegen über Eilendorf hat den Maler Josef Hansen seit 2015 beschäftigt. Nun ist es vollendet und so kurz vor Weihnachten freuen sich Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler und Bezirksamtsleiter Martin Freude, das Bild in ihren Räumlichkeiten besonders vielen Eilendorfern zugänglich machen zu dürfen.

Angeregt durch ein Bild des Eilendorfer Malers Heinrich Junker, der nur einen kleinen Ausschnitt von Eilendorf gemalt hat, ist dem Eilendorfer Bauunternehmer Josef Hansen die Idee gekommen, selbst ein Bild von seiner Heimat zu malen. Im Spätsommer 2015 sind mit Blick vom Knopp auf den Aachener Stadtteil die ersten Skizzen entstanden.

Gleichzeitig hat er viele Fotos gemacht, um sich entsprechende Details einzuprägen. „Fasziniert hat mich vor allen Dingen die Wiesenlandschaft mit den Weißdornhecken, Sträuchern und Wegen, die sich zwischen dem Prunkweg und Eilendorf befindet“, beschreibt Josef Hansen die Aussicht über Eilendorf. Somit domminiert auf der Leinwand sehr viel grüne Acrylfarbe, die allerdings nach den Jahreszeiten verschiedene Tönungen zeigt. Auf der linken Bildseite sieht der Betrachter die Landschaft in hellen grünen Frühlingsfarben, sattgrün ist der Sommer, dann wird es herbstlich grünbraun und in der Winteransicht ganz rechts dominiert Weiß. Im Dorfzentrum geben die Bauwerke von St. Apollonia, St. Severin und das Bezirksamt dem Betrachter Orientierung, denn „das Bild soll keine fotographische Wiedergabe sein, sondern Eilendorf als Ganzes sehen.“

Aufgewachsen in Eilendorf und selber viel unterwegs in und rund um Eilendorf kamen dem Maler beim Ausblick vom Knopp viele Erinnerungen wieder ins Gedächtnis und so soll es auch den zukünftigen Besuchern des Bezirksamts im besten Falle ergehen. „Es soll ein Geschenk von mir an Eilendorf sein, verbunden mit dem Dank für das lange Leben, das ich seit meiner Geburt in Eilendorf verbringen durfte. Hier lebt meine Familie, hier sind meine Schulkameraden, meine Pfadfinder- und Handballfreunde. Hier habe ich meine Firma gehabt und habe mich mit diversen anderen Aktivitäten eingebracht.“ Elke Eschweiler bedankte sich im Namen des Bezirkes für dieses „Geschenk“, „denn solch eine Dauerleihgabe kommt nicht so oft vor und ist etwas Besonderes!“ An dieser Stelle würde es die Bezirksbürgermeisterin sehr freuen, wenn das Bild zum Gespräch anregt und wie bei der Übergabe schon passiert, Erinnerung an Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter zu Tage bringt. So wie die rasanten Schlittenfahrten auf dem Todeshügel, die sich über mehrere Generationen ins Gedächtnis gebrannt haben. „Wir Vertreter der Bezirke möchten, dass sich die Menschen wohlfühlen, dafür setzen wir uns ein und freuen uns sehr, wenn wir von den Bürgern etwas zurückbekommen!“ Offiziell wird das Bild beim Neujahrsempfang am Sonntag, dem 5. Januar 2020 um 14 Uhr im Bezirksamt vorgestellt.