Vorwort

Liebe Eilendorferinnen und Eilendorfer,
die letzten Wochen haben unsere Welt, Deutschland und auch Eilendorf verändert!

Reihenweise abgesagte Veranstaltungen, geschlossene Geschäfte und Unternehmen, strenge Abstandsregelungen, dort wo Geschäfts- und Verwaltungstätigkeit noch möglich ist und dann das Kontaktverbot –Maßnahmen, die keine Alternative boten, um die unkontrollierte Ausbreitung der Pandemie zu verhindern.

Maßnahmen, die wir alle spüren und die uns teilweise auch vor große Herausforderungen im persönlichen und beruflichen Bereich stellen.

Aber auch Maßnahmen, die ungeahnte Kräfte freisetzen, eine Welle der Hilfsbereitschaft und Motivation auslösen. Da sind die besonderen Geschäftsöffnungszeiten, lange Praxistage, die privaten Lieferdienste und die Aufrechterhaltung unserer Verwaltung, damit ein wenig Normalität in unseren veränderten Alltag einkehren kann. Und da ist die Kreativität von Ihnen Allen, die uns auf so vielfältige Weise Mut macht und uns zeigt, dass wir zusammenstehen, obwohl wir Abstand halten müssen.

Für all das möchte ich mich bei Ihnen herzlich bedanken und natürlich auch dafür, dass Sie die Einschränkungen Ihrer persönlichen Lebenssituation und die Ihrer Familien und der Nachbarschaft mit Ruhe, Besonnenheit und Einsicht angenommen haben. Und ich bin in Gedanken bei den Menschen, die erkrankt sind und besonders auch bei denjenigen, die nahestehende Menschen verloren haben, denen trotz aller Bemühungen nicht mehr geholfen werden konnte.

Ein wunderschönes, neu interpretiertes Lied hat in diesen Wochen durch den unglaublichen Einsatz unserer Freiwilligen Feuerwehr und der Polizei hier in Eilendorf und weit über die Grenzen hinaus an ungeahnter Bedeutung gewonnen. Darin heißt es: „Wenn das Schicksal uns etwas nimmt, vertraue der Zeit, denn immer, immer wieder geht die Sonne auf und bringt jeden Tag für uns ein Licht“…

Deshalb appelliere ich an Sie alle, gerade jetzt, wo die getroffenen Maßnahmen zu wirken scheinen und die Zahl der Neuerkrankungen sinkt, nehmen Sie weiterhin Rücksicht auf sich und auf andere! Bleiben Sie bitte weitestgehend zu Hause und meiden Sie vielfältige soziale Kontakte. Nur so kann uns schrittweise ein Ausstieg aus dieser Krise gelingen. Und nur so kann es hoffentlich bald wieder heißen:
„Und immer, immer wieder geht die Sonne auf, denn Dunkelheit für immer, die gibt es nicht!“

In diesem Sinne grüße ich Sie von Herzen,
Ihre Elke Eschweiler

Vorwort der Bezirksbürgermeisterin zur aktuellen Lage

Liebe Eilendorferinnen und Eilendorfer, „alles, was Menschen gefährden könne, müsse reduziert werden“, so hat es unsere Bundeskanzlerin am 18. März 2020 formuliert und sie appellierte an die Bevölkerung, sich an die Regeln und Einschränkungen zu halten.

Dass das neue Jahrzehnt die Menschen auf der ganzen Welt und ihr bisheriges Leben derart verändert, hätte noch vor wenigen Wochen niemand auch nur ahnen können.

Ein bisher unbekannter Virus stellt Deutschland und die Welt vor vollkommen neuen Herausforderungen. Das gewohnte Leben wurde weitestgehend heruntergefahren und wir wissen derzeit nicht, ob diese Maßnahmen überhaupt ausreichen oder nachgesteuert werden muss.

Schon jetzt begegnen zahlreiche Menschen in ihrem Berufs- und Privatleben erheblichen Schwierigkeiten und Problemen.

Das Gemeinschaftsgefühl unserer Gesellschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Das, was immer selbstverständlich war – Arbeit, Kindergarten, Schule, Freizeitgestaltung, Treffen mit Freunden, das nette Gespräch und natürlich auch der gewohnte Händedruck – ist uns aus Rücksichtnahme auf den anderen derzeit verwehrt. Das schließt auch das gemeinsame Gebet in unseren Pfarrkirchen ein.

Doctor Retro – Der singende Historiker aus Eilendorf

Für junge Leute ist Vergangenheit eben Vergangenheit!“ Dieser erschreckende Satz fiel in diesem Jahr. Aus dem Munde eines 17jähri­gen, obwohl dieser eigentlich ein eher sehr gut gebildeter Repräsentant des „interessierten Deutschlands“ ist. Top erzogen, kein Egoist, kurz vor dem Abitur. Oha!
Nicht nur 75 Jahre nach Kriegsende, sondern auch 30 Jahre nach dem Weg in die Freiheit für so viele – oha. Und wie sagte es Udo Lindenberg in seiner manchmal schnoddrigen, aber immer auch so emphatischen Art: „Überrasch´´ mich!“
Deutschlands vielleicht wichtigster Musiker unserer Zeit ist eines der großen „Gelebten Vorbilder“ von Stephan Kaußen. Und der nahm den „persönlichen Auftrag“ tatsächlich ernst. „Ich bin nach Jahren des Bü­cherschreibens auf die Idee gekommen, historische Zusammenhänge einmal in anderen Darstellungsformen zu präsentieren.“