Bürgerfest 2021

Vor zehn Jahren hat das Eilendorfer Bürgerfest Premiere gefeiert und in diesem Jahr sollte das Zehnjährige besonders groß gefeiert werden. „Wir, von der IG Vereine, haben uns 2010 überlegt, was wir unserem ‚Dorf’ Gutes tuen könnten und das Bürgerfest ins Leben gerufen. Es hat damals nicht nur Befürworter gegeben, aber wir haben uns nicht beirren lassen“, erinnert sich Kathy Herms, Vorsitzende der IG Vereine, an die Anfänge des Bürgerfestes in Eilendorf. Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit der IG Handel, Handwerk und Gewerbe und der Unterstützung der Bezirksvertretung und des Bezirksamtes, ist über die Jahre aus einem überschaubaren Fest, ein Event mit große Zuspruch und Besuchern aus dem ganzen Stadtgebiet geworden.

Im Juni 2020 sollte das zehnjährige Jubiläum groß gefeiert werden. Dieser Termin sollte wegen der Corona Krise zunächst im Oktober nachgeholt werden, aber auch dieser Zeitpunkt war nicht haltbar. Die Corona Vorschriften für solch eine Veranstaltung sind nicht umsetzbar und zudem ist der Termin zu nah am Weihnachtsmarkt, sodass der Aufwand für die Interessengemeinschaft Vereine, kaum zu stemmen ist. Kathy Herms bedauert die Absage sehr, „es hätte alles so gut gepasst, aber für uns hat die Gesundheit der Protagonisten und der Besucher oberste Priorität. Auf einen Corona Hotspot in Eilendorf können wir gerne verzichten“. Schlussendlich wurde gemeinsam mit der IG Handel, Handwerk und Gewerbe und dem Bezirksamt Mitte Juni endgültig die Absage des Bürgerfestes für dieses Jahr entschieden.

Ab jetzt wird für 2021 geplant, mit noch größerem Programm und Public Viewing zur Fußball – Europameisterschaft, wenn es der Spielplan zulässt. Für dieses Jahr war die Zustimmung der UEFA zum Public Viewing schon eingeholt, daher sind die Organisatoren auch für 2021 sehr optimistisch. „Vom 18. bis 20 Juni 2021 wird gefeiert, als gäbe es kein Morgen,“ prophezeit Kathy Herms. Die Bands, denen die Organisatoren in diesem Jahr absagen mussten, haben ihr Kommen für das nächste Jahr schon zugesagt. Daher dürfen sich Musikfreunde schon auf die Bands ‚For Example’ und die ‚Pearls’ freuen und viele weitere musikalische Akts. Auch die hiesigen Vereine werden mit ihren Beiträgen das Bürgerfest 2021 wieder zu einem unvergesslichen Event machen.

Bücherinsel öffnet wieder

Vom 6. Juli bis zum 2. August 2020 ist die Bücherinsel wegen der Sommerferien geschlossen. Der erste Ausleihtag nach den Bücherinselferien ist am Mittwoch, dem 5. August 2020. Die geänderten Öffnungszeiten, mittwochs und freitags von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr, bleiben bis zum Jahresende bestehen. Außerdem entfällt wegen der eingeschränkten Mitarbeiterzahl bis Januar 2021 die Sonntagsöffnungszeit! Die Sicherheitsvorkehrungen bleiben in der Bücherinsel mit leichten Veränderungen bestehen: Mund-/Nasenmaskenpflicht.

Zutrittsregelung: Eintritt nur nach Aufforderung mit Einschränkung der Besucheranzahl (höchstens sechs Leser/ Besucher).

Um einen kurzen Aufenthalt wird weiterhin gebeten. Namen und Kontaktdaten aller Besucher werden Zwecks der Nachvollziehbarkeit notiert.

Abstandsregeln bitte einhalten. Die Mitarbeiter der Bücherinsel bedanken sich bei den Lesern und Besuchern für das Verständnis über die bisher schon durchgeführten und weiteren Maßnahmen und freuen sich auch weiterhin auf Ihren Besuch nach den Sommerferien.

Das Team der Bücherinsel Eilendorf

Studierendenprojekt als Mehrwert für Eilendorf

Am Donnerstag präsentierten acht Studierende der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung das Ergebnis ihres neunwöchigen Praxisprojekts in Eilendorf.

Als Thema wählten die jungen Nachwuchskräfte der Stadt Aachen und Heinsberg die „Optimierung der Stadtbezirksentwicklung durch die Initiierung von Workshops am Beispiel des Stadtbezirks Aachen-Eilendorf“. Somit fand ein Thema, welches seit Jahren in Eilendorf forciert wird, seinen Abschluss.

Dafür entwickelten die Studierenden einen Fragebogen, welcher interessierten Bürgerinnen und Bürgern online zur Verfügung gestellt wurde. Zusätzlich wurde dieser allen Haushalten Eilendorfs in der Zeitschrift „Eilendorf Aktuell“ zur Verfügung gestellt. Aus den 420 Rückläufern konnte die Projektgruppe ihre Ergebnisse ableiten.

Initiiert und unterstützt wurde das Projekt von Seiten des Bezirksamtsleitung Martin Freude und Ron-Roger Breuer. Auch Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler freute sich über die Bereitschaft der Studierenden, sich mit der Stadtbezirksentwicklung zu beschäftigen. Von Seiten der Hochschule betreute Dr. Sascha Opielka das Projekt.

Gabriele Schütz-Lembach, die sich von Anfang an für die Partnerschaft Aachen und Kapstadt im Förderverein engagiert, und Breuer, stellvertretender Bezirksamtsleiter in Eilendorf, brachten das Thema Bürgerpartizipation bereits vor einigen Jahren aus Kapstadt mit nach Eilendorf.

„Es ist toll, dass junge Menschen, die Themen hier in Eilendorf fortsetzen und umsetzen“, freut sich Schütz-Lembach am Abend der Projektpräsentation.

In Kapstadt wurden zahlreiche partizipative Elemente entwickelt, die die Bedürfnisse und Wünsche der Bürgerinnen und Bürgern sowie aktiver Interessengruppen in einem Stadtbezirk verdeutlichen und zusammenfassen. In einem Arbeitsaustausch mit einem Kollegen der Stadtverwaltung Kapstadt durfte Breuer die Ansätze kennen lernen und konnte diese Elemente aus Kapstadt in Eilendorf implementieren.

Angelehnt an diese Verfahren konnte 2018 und 2019 in Eilendorf in mehreren Workshops die Bürgerbeteiligung und die Vernetzung der Akteure im Bezirk verbessert werden. Sauberkeit und gefühlte Sicherheit wurden verbessert und infrastrukturelle Maßnahmen umgesetzt. Die politische Ebene hat die Maßnahmen positiv begleitet, mitgetragen und gefördert.

Das diese Workshops schon Früchte tragen, zeigen die Ergebnisse des Studierendenprojekts. Denn die meisten Einwohnerinnen und Einwohner sind mit der Sicherheit des Stadtteils, der Infrastruktur, den Veranstaltung- und Freizeitangeboten zufrieden. Ein besonderes Ergebnis zeigt sich bei der Zufriedenheit der Wohnsituation insgesamt. Hier sind 326 der 420 Umfrageteilnehmer zufrieden bzw. sehr zufrieden mit ihrer aktuellen Wohnsituation im Heimatort Eilendorf. Die Zufriedenheit wurde im Fragebogen, der mit Unterstützung von Andreas Braun von der Heinrich-Heine-Universität angefertigt wurde, in geschlossenen Fragen abgefragt. Offene Fragen gab es unter Anderem zum Entwicklungspotential des Stadtbezirks, Erwartungen der Bürger oder zu Problemen im täglichen Umfeld.

Entwicklungspotential sehen die Eilendorferinnen und Eilendorfer laut Umfrage jedoch auch. Viele Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Umfrage wünschen sich eine Mehrzweckhalle, eine Umgehungsstraße für die von-Coels-Straße oder bessere Busverbindungen – vor allem nach Brand. Auch Radwege und Straßen könnten saniert und ausgebaut werden, sowie die Schaffung von mehr Parkraum wird gefordert.

Einen der Wünsche wird Politik und Verwaltung auf jeden Fall erfüllen, konnte Eschweiler verkünden: „Mit der Realisierung des Montessori-Zentrums erhält Eilendorf auch eine attraktive Mehrzweckhalle für Veranstaltungen mit über 300 Personen. Der Baubeschluss wurde im Planungsausschuss soeben verabschiedet.“