Neben vielen anderen Events, wurde auch der Eilendorfer Trödelmarkt auf 2021 verlegt. Dieser sollte am letzten Sonntag in den Sommerferien stattfinden und gemeinsam mit der Kirmes auf dem Eilendorfer Marktplatz eine besondere Veranstaltung werden. Hierfür wäre auch die Von-Coels-Straße auf dem Stück zwischen Markt und Brander Straße gesperrt worden. „Alle Plätze waren schon vergeben und wenn wir den Trödelmarkt, wie im letzten Jahr, auf den REWE Parkplatz verlegt hätten, hätten wir sehr vielen Leuten absagen müssen“, erklärt REWE Inhaber und Ausrichter des Trödelmarktes Michael Reinartz die Situation. Und neben der Frage, wem man absagen soll, gab es noch eine weitere Einschränkung, jeder zweite Parkplatz hätte aus Sicherheitsabstand frei bleiben müssen. Also noch weniger Teilnehmer! „Wir gehen jetzt erstmal davon aus, das im nächsten Jahr wieder am letzten Sonntag in den Sommerferien der Trödelmarkt im Rahmen der Kirmes stattfinden wird und dass dann alle, die jetzt schon einen Platz und auch bezahlt haben, diesen für nächstes Jahr behalten können. Soweit sie dann teilnehmen möchten,“ so Michael Reinartz über die Aussichten für Trödelfans für 2021.
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Neues aus der Bezirksvertretung
Kurz vor der Sommerpause wurde in allen Bezirken der Flächennutzungsplan 2030 vorgestellt. Damit endete der intensive, zehn Jahre dauernde Gesamtprozess Aachen 2030, der wichtige Weichen zu zahlreichen Handlungsfeldern vorbereitet, z.B. das Handlungskonzept Wohnen, die Neuaufstellung des Landschaftsplans, das Freiraumkonzept Grüne Krone und weitere. Der Flächennutzungsplan Aachen 2030 überträgt die Zukunftsperspektiven einer modernen und umweltgerechten Stadt in ein gesamtstädtisches räumliches Konzept. Durch den Flächennutzungsplan Aachen 2030, der als behördenverbindliches, übergeordnetes Planwerk dient, sollen die planerischen Leitlinien der Stadt Aachen für einen Zeithorizont von etwa 15 Jahren geschaffen werden. Hieraus geht hervor, wo zukünftig Bauflächen entwickelt werden können und wo vorrangig Natur und Umwelt geschützt werden muss.
Die Bezirksvertretung Eilendorf empfiehlt dem Rat, nach Abwägung der privaten und öffentlichen Belange die Stellungnahmen der Öffentlichkeit sowie der Behörden, die nicht berücksichtigt werden konnten, zurückzuweisen und den Flächennutzungsplan Aachen 2030 in der vorliegenden Fassung, einschließlich der Begründung, dem Umweltbericht, der zusammenfassenden Erklärung und allen Anlagen sowie der redaktionellen Anpassungen zu beschließen. Des Weiteren wurde in der Juni Sitzung die Querung der Von-Coels-Straße für die Rad-Vorrang-Route diskutiert. Der Mobilitätsausschuss hat drei Varianten vorgelegt und die Bezirksvertretung Eilendorf hat sich für Variante 2 entschieden, in der eine direkte Verbindung zwischen der Kleebachstraße und der Überquerung der Von-Coels-Straße durch eine für den Radverkehr nutzbaren Durchstich der Sackgasse vorgesehen ist, diese wird zum querenden Gehweg verbunden und somit dem Fußverkehr untergeordnet.
Die Nutzer der Rad-Vorrang-Route auf der nördlichen Seite der Von-Coels-Straße sollen im Verlauf der Marienstraße gegenüber dem Fahrverkehr aus der Grubenstraße bevorrechtigt werden. Hierzu soll der Kurvenbereich Grubenstraße / Marienstraße als Einmündung ausgebildet und die vorfahrtberechtigte Fahrradstraße Marienstraße über die Einmündung hinaus verlängert werden. Der südliche Arm der Einmündung (in Richtung Von-Coels-Straße) soll nur für den Radverkehr freigegeben und durch einen Poller vor dem Befahren von Kfz-Verkehr geschützt werden. Identisch zum Planungsprinzip der südlichen Seite soll die Fortführung auf den straßenbegleitenden Gehweg der Von-Coels-Straße über einen Rampenstein und somit gegenüber dem Fußverkehr untergeordnet erfolgen. Die Verschmälerung der Fahrbahnbreite auf drei Meter soll neben der Anrampung zur Verringerung der Geschwindigkeit der sich nähernden Radfahrer führen. Die Radfahrerfurt über die Von-Coels-Straße ist in direkter Verbindung zwischen der (verlängerten) Marien- und Kleebachstraße geplant. Hierfür muss die Ampel der Überquerung in Richtung Osten verschoben und mit einem Radverkehrssignal mit Anforderungstaste ergänzt werden. An der südöstlichen Ecke der Marienstraße ist die Anlage eines vergrößerten Baumfeldes mit Fahrradbügeln vorgesehen. Im Rahmen der Umgestaltung wird die Verwaltung einstimmig um Prüfung gebeten, die Aufmerksamkeit auf die Lichtzeichenanlage für den Kraftfahrzeugverkehr durch ein gelbes Blinklicht, Hinweisschilder und eine noch weitere Verschiebung in Richtung Osten zu erhöhen. Des Weiteren ist eine generelle Überprüfung dieser Ampelschaltung gewünscht, da die Grünphase für die Querung der Fußgänger zu schnell auf die Rotphase für den Kraftfahrzeugverkehr erfolgt.
Auf der Tagesordnung im Juni stand erneut die Umgestaltung des Gründreiecks an der Steinstraße. Nach dem Abriss des Gebäudes, der noch in diesem Jahr erfolgen soll, ist eine Aufwertung für die gesamte Fläche geplant. An dieser Stelle soll die Aufenthaltsqualität, vor allem für Familien, erheblich gesteigert werden. Ziel ist es auch Sichtachsen und Geländetopographie qualitativ zu nutzen. Die Bezirksbürgermeisterin und die Bezirksvertretung möchten diese Umgestaltung gemeinsam mit der Bevölkerung und den Anliegern vornehmen. Für die Gesamtmaßnahme wurden weitere 15.000 Euro aus bezirklichen Investitionsmitteln zur Verfügung gestellt.
SPD appelliert: Bitte gehen Sie wählen!
Die Kommunalwahl findet am Sonntag, 13. September, statt. Gewählt werden der Stadtrat, die Bezirksvertretungen und der Städteregionstag. Überdies stimmt die Aachener Bevölkerung darüber ab, wer in den nächsten Jahren das Amt des Oberbürgermeisters/der Oberbürgermeisterin bekleidet. Der Wahlkampf gestaltet sich in Zeiten der Corona-Pandemie schwieriger als in vorigen Jahren. Die SPD in Eilendorf geht dennoch mit viel Optimismus in diesen Wahlkampf und tritt schon wie bei früheren Wahlen mit einem schlagkräftigen Team an.
Für den Stadtrat kandidieren erneut Fabia Kehren (Eilendorf-Nord, Wahlbezirk 23) und Rolf Schäfer (Eilendorf-Süd, Wahlbezirk 24). Auf der Liste für die Bezirksvertretung in Eilendorf sind folgende SPD-Frauen und -Männer zu finden: Rolf Schäfer, Fabia Kehren, Wilfried Anhold, Frank Meuser, Werner Schunck, Linda Clesius, Johann-Wilhelm Harzon und Anil Cakir. Und Harzon tritt in Eilendorf auch als SPD-Kandidat für den Städteregionstag an.
Die SPD hat sich für die nächsten fünf Jahren verschiedene Ziele gesetzt.
Sie will weitere Kindergarten-Plätze in Eilendorf schaffen, zum Beispiel durch den Bau einer neuen Kindertagesstätte (Kita) im Neubaugebiet Breitbenden. Überdies wird sich die SPD dafür einsetzen, dass in den Eilendorfer Kitas die Betreuung am frühen Morgen, späten Nachmittag oder auch frühen Abend, die sogenannte Randzeitenbetreuung, häufiger als bisher angeboten wird. „Von einem solchen Angebot profitieren vor allem berufstätige Eltern, die auf eine flexiblere Betreuung angewiesen sind“, sagt SPD-Ratsfrau Fabia Kehren.
Wichtig ist der SPD auch, dass das Montessori-Zentrum an der Kaiserstraße zügig saniert und zeitgemäß ausgebaut wird. Kehren: „So wollen wir ein attraktives Schulangebot in Eilendorf dauerhaft erhalten.“ Den Einkaufsstandort Eilendorf möchte die SPD stärken. „Immer stärker konzentriert sich das Geschäftsleben in Eilendorf auf einen Vollversorger und einen Discounter. „Wir meinen, dass es zumindest einen weiteren Discounter im Oberdorf geben müsste“, sagt der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Ratskandidat Rolf Schäfer. Doch damit nicht genug. Der Einzelhandel wird immer auch von den kleineren Geschäften maßgeblich getragen. „Es gilt also, die kleineren Geschäfte zu erhalten und neue in Eilendorf anzusiedeln“, so Schäfer.
Die Straßen Eilendorfs müssen sicherer werden. Deshalb will die SPD die Sicherheit von Fußgängern und Radlern verbessern. Die Fahrradstraßen in Hansmannstraße, Moritz-Braun-Straße, Marien- und Kleebachstraße sind wichtig dafür und ein wichtiger Bestandteil der ersten Radvorrangroute von Eilendorf in Aachens Innenstadt. Die Querung der Von-Coels-Straße auf Höhe von Marien- und Kleebachstraße wird so umgestaltet, dass Radler und Fußgänger die vielbefahrene Hauptstraße sicher überqueren können.
Die SPD in Eilendorf setzt weiter darauf, dass das Land NRW in einigen Jahren eine Umgehungsstraße bauen lässt. „Nur wenn sie tatsächlich kommt, haben wir eine Chance, die Von-Coels-Straße anders zu gestalten und zu nutzen“, sagt Eilendorfs SPD-Fraktionsvorsitzender Wilfried Anhold.
Einsetzen will sich die SPD für eine regelmäßige und ganztägige Busverbindung zwischen Eilendorf und Brand. „Sie könnte zu einer interessanten Alternative zum Auto oder auch Fahrrad werden“, sagt Anhold. Für den Bahnhofsvorplatz an der Hansmannstraße und auch auf der Nirmer Seite könnte er sich überdachte Fahrrad-Parkplätze vorstellen. Sie würden die Attraktivität des Bahnhaltepunkts Eilendorf stärken, sagt Anhold.
In Eilendorf gibt es viele Vereine, die Kirchen und die Arbeiterwohlfahrt. Doch die SPD stellt auch fest, dass es in Eilendorf immer mehr Alleinstehende gibt, die keine Familie mehr im Rücken haben und sich daher mit sozialen Kontakten sehr schwer tun. SPD-Ratsfrau Fabia Kehren ist deshalb überzeugt. „Wir brauchen eine Person, die sich aktiv um einsame Menschen in Eilendorf kümmert.“ Sie solle dafür sorgen, dass alleinstehende Menschen Kontakt zu sozialen Einrichtungen und zu Vereinen in Eilendorf bekommen.
Die SPD ruft die Eilendorfer Bevölkerung auf, sich an der Kommunalwahl am 13. September zu beteiligen. „Bitte gehen Sie wählen“, sagt Fabia Kehren und Rolf Schäfer. Persönlich, in dem die Wählerinnen und Wähler die Wahllokale aufsuchen oder aber per Briefwahl, die immer häufiger als interessante Alternative zum Besuch des Wahllokals etabliert hat.