Sechs Jahre lang zeigte uns unsere Eilendorfer Turmuhr immer kurz vor 12 Uhr an. Das war das Zeichen, das etwas passieren muss.“ So beschreibt die Bezirksbürgermeisterin, Elke Eschweiler, die lange Zeit, in der die Turmuhr auf dem Dach des Bezirksamtes am Heinrich-Thomas-Platz nicht in Betrieb war: „Wir haben viele schriftliche und mündliche Beschwerden erhalten, als die Uhr kaputtging. Sie war ein Orientierungspunkt, der wegfiel“, fügt der ehemalige stellvertretende Leiter des Bezirksamtes Eilendorf, Ron-Roger Breuer an.
Hergestellt wurde das quarzgesteuerte Uhrwerk beim Hersteller Perrot, der auch die Turmuhr für den Aachener Dom fertigte. Da lediglich diese Firma die Uhr reparieren und sanieren konnte, wurden finanzielle Mittel benötigt, die „nur in Teilen vorhanden waren“, erzählt Eschweiler: „Auf die Frage ‚Wer kann helfen?‘ bekamen wir direkt positive Antwort von fünf Einzelhändlern aus dem Ort“, freut sich die Bezirksbürgermeisterin. Auch die Eilendorfer Bezirksvertretung hat sich an den umfangreichen Kosten der Sanierung beteiligt. Problematischer gestaltete sich die interne Abwicklung der eigegangenen Spenden. Den entscheidenden Hinweis für die Verarbeitung der Spenden gab dann schlussendlich Christian Brockhaus, Dozent für kommunales Finanzmanagement an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung in Köln, an der auch Ron-Roger Breuer als Lehrbeauftragter tätig ist, in einem gemeinsamen Pausengespräch.
Dass die Uhr seit einigen Wochen wieder funktioniert, blieb bei den Eilendorferinnen und Eilendorfern nicht unentdeckt: „Die Leute freuen sich. Erstaunlicherweise hat sich eine analoge Turmuhr im digitalen Zeitalter nicht überlebt“, erzählt Eschweiler.
1981 war die Uhr, die durch eine zehnmonatige Spendenaktion der Eilendorfer mit einem Zuschuss von 25.000 DM finanziert worden und durch den damaligen Bürgermeister Kurt Malangré im Rahmen des 1. Eilendorfer Bürgerfestes eingeweiht worden. Für den Eilendorfer Bezirksamtsleiter Martin Freude zeigt sich wiedermal, dass bürgerschaftliches Engagement auch 2020 in Eilendorf noch funktioniert und dadurch ein Wunsch aus der Bevölkerung umgesetzt werden
Nach drei Jahren im Amt des stellvertretenden Bezirksamtsleiters verlässt Ron-Roger Breuer Eilendorf und wechselt als Amtsleiter in den Haarener Bezirk. Für Eilendorf ist es ein trauriger Abschied, denn in der sehr kurzen Zeit hat Ron-Roger Breuer mit seinem Engagement und der sehr guten Zusammenarbeit mit Amtsleiter Martin Freude, viel bewegen können. Auch für die Eilendorfer Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler „war das Tandem eines, wie man es selten hat“. Sie freut sich aber auf die weitere Kooperation mit dem zukünftigen Amtsleiter in Haaren. Haaren ist als Koppelamt von Eilendorf stets erster Ansprechpartner für das Bezirksamt in Eilendorf und so sehen alle optimistisch auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Nachbarbezirk. „Mit dem Abschied endet die tolle Zusammenarbeit mit Ron-Roger Breuer natürlich nicht. Vielmehr bekommen wir die Chance, die bestehende, gute Zusammenarbeit mit dem Nachbarbezirk Haaren noch weiter auszubauen,“ schaut die Bezirksbürgermeisterin mit Zuversicht in die Zukunft. In den letzten drei Jahren hat die Führungsspitze im Bezirksamt Eilendorf – Freude/Breuer – außergewöhnlich gut funktioniert. Besonders bei den Aufgaben des Ordnungsamtes hat Ron Breuer immer den direkten Kontakt mit den Bürger*innen gesucht und somit dem Amt des stellvertretenden Amtsleiters ein Gesicht gegeben. Er hat neue Projekte angestoßen und in Kooperation mit Politik und Verwaltung umgesetzt.