Kurz vor der Sommerpause wurde in allen Bezirken der Flächennutzungsplan 2030 vorgestellt. Damit endete der intensive, zehn Jahre dauernde Gesamtprozess Aachen 2030, der wichtige Weichen zu zahlreichen Handlungsfeldern vorbereitet, z.B. das Handlungskonzept Wohnen, die Neuaufstellung des Landschaftsplans, das Freiraumkonzept Grüne Krone und weitere. Der Flächennutzungsplan Aachen 2030 überträgt die Zukunftsperspektiven einer modernen und umweltgerechten Stadt in ein gesamtstädtisches räumliches Konzept. Durch den Flächennutzungsplan Aachen 2030, der als behördenverbindliches, übergeordnetes Planwerk dient, sollen die planerischen Leitlinien der Stadt Aachen für einen Zeithorizont von etwa 15 Jahren geschaffen werden. Hieraus geht hervor, wo zukünftig Bauflächen entwickelt werden können und wo vorrangig Natur und Umwelt geschützt werden muss.
Die Bezirksvertretung Eilendorf empfiehlt dem Rat, nach Abwägung der privaten und öffentlichen Belange die Stellungnahmen der Öffentlichkeit sowie der Behörden, die nicht berücksichtigt werden konnten, zurückzuweisen und den Flächennutzungsplan Aachen 2030 in der vorliegenden Fassung, einschließlich der Begründung, dem Umweltbericht, der zusammenfassenden Erklärung und allen Anlagen sowie der redaktionellen Anpassungen zu beschließen. Des Weiteren wurde in der Juni Sitzung die Querung der Von-Coels-Straße für die Rad-Vorrang-Route diskutiert. Der Mobilitätsausschuss hat drei Varianten vorgelegt und die Bezirksvertretung Eilendorf hat sich für Variante 2 entschieden, in der eine direkte Verbindung zwischen der Kleebachstraße und der Überquerung der Von-Coels-Straße durch eine für den Radverkehr nutzbaren Durchstich der Sackgasse vorgesehen ist, diese wird zum querenden Gehweg verbunden und somit dem Fußverkehr untergeordnet.
Die Nutzer der Rad-Vorrang-Route auf der nördlichen Seite der Von-Coels-Straße sollen im Verlauf der Marienstraße gegenüber dem Fahrverkehr aus der Grubenstraße bevorrechtigt werden. Hierzu soll der Kurvenbereich Grubenstraße / Marienstraße als Einmündung ausgebildet und die vorfahrtberechtigte Fahrradstraße Marienstraße über die Einmündung hinaus verlängert werden. Der südliche Arm der Einmündung (in Richtung Von-Coels-Straße) soll nur für den Radverkehr freigegeben und durch einen Poller vor dem Befahren von Kfz-Verkehr geschützt werden. Identisch zum Planungsprinzip der südlichen Seite soll die Fortführung auf den straßenbegleitenden Gehweg der Von-Coels-Straße über einen Rampenstein und somit gegenüber dem Fußverkehr untergeordnet erfolgen. Die Verschmälerung der Fahrbahnbreite auf drei Meter soll neben der Anrampung zur Verringerung der Geschwindigkeit der sich nähernden Radfahrer führen. Die Radfahrerfurt über die Von-Coels-Straße ist in direkter Verbindung zwischen der (verlängerten) Marien- und Kleebachstraße geplant. Hierfür muss die Ampel der Überquerung in Richtung Osten verschoben und mit einem Radverkehrssignal mit Anforderungstaste ergänzt werden. An der südöstlichen Ecke der Marienstraße ist die Anlage eines vergrößerten Baumfeldes mit Fahrradbügeln vorgesehen. Im Rahmen der Umgestaltung wird die Verwaltung einstimmig um Prüfung gebeten, die Aufmerksamkeit auf die Lichtzeichenanlage für den Kraftfahrzeugverkehr durch ein gelbes Blinklicht, Hinweisschilder und eine noch weitere Verschiebung in Richtung Osten zu erhöhen. Des Weiteren ist eine generelle Überprüfung dieser Ampelschaltung gewünscht, da die Grünphase für die Querung der Fußgänger zu schnell auf die Rotphase für den Kraftfahrzeugverkehr erfolgt.
Auf der Tagesordnung im Juni stand erneut die Umgestaltung des Gründreiecks an der Steinstraße. Nach dem Abriss des Gebäudes, der noch in diesem Jahr erfolgen soll, ist eine Aufwertung für die gesamte Fläche geplant. An dieser Stelle soll die Aufenthaltsqualität, vor allem für Familien, erheblich gesteigert werden. Ziel ist es auch Sichtachsen und Geländetopographie qualitativ zu nutzen. Die Bezirksbürgermeisterin und die Bezirksvertretung möchten diese Umgestaltung gemeinsam mit der Bevölkerung und den Anliegern vornehmen. Für die Gesamtmaßnahme wurden weitere 15.000 Euro aus bezirklichen Investitionsmitteln zur Verfügung gestellt.