Der verschollene Marktzwerg

Kann ein Zwerg wachgeküsst werden? Doris Koerfer hätte es gerne gemacht! Aber so einfach ist es dann doch nicht, den verschollenen und ramponierten Eilendorfer Marktzwerg wieder in Stand zu setzten. Durch Zufall ist die Eilendorferin und Inhaberin des Pläsierchens auf die Idee gekommen, den Marktzwerg wieder zu beleben. „Ich habe auf Facebook ein Foto gesehen und mich auf die Suche nach dem Zwerg gemacht“, so Doris Koerfer über den Anfang, eines doch nicht so kleinen Projektes.

Anlässlich des ersten Eilendorfer Bürgerfestes 1981 stiftete Peter Pütz, Gründungsmitglied des Karnevalsvereins KG Marktzwerge Eilendorfer, den bunten Kerl mit Zwergenkappe. Die Marktzwerge Eilendorf, ge-gründet 1958, haben damals den Seniorenkarneval im Dorf zu einem festen Brauchtum gemacht. Der karnevalistische Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und einem jecken Programm besteht dank der Nirmer Narrenzunft bis heute. Nicht aber die Marktzwerge Eilendorf und seit etwa acht Jahren ist auch ihr Maskottchen abgetaucht. 31 Jahre lang zierte der überlebensgroße Zwerg aus Beton die Grünfläche an der Von-Coels-Straße/ Heckstraße.

Auf der Suche nach dem Zwerg wurde Doris Koerfer auf dem Aachen-Eilendorfer Betriebshof fündig. Hier fristete der Marktzwerg seit geraumer Zeit sein trauriges Dasein. Dank des Betriebshof Mitarbeiters Herr Wolf wurde er bis jetzt vor der Entsorgung bewahrt. Bei der ersten Begegnung stellte sich dann allerdings heraus, dass der Zwerg kein Zwerg ist. Mit 180 Zentimetern Körpergröße und 500 Kilo Körpergewicht ist das Kerlchen, ein ausgewachsener Kerl! Zudem hat der Zahn der Zeit deutlich an ihm genagt. Doch das hat Doris Koerfer nicht abgeschreckt. Ihr Wunsch, den Zwerg zu retten und in Eilendorf wieder aufzustellen, war ungebrochen. Mit der Erlaubnis des Bezirksamtsleiters Martin Freude, den Zwerg zu restaurieren, um ihn dann wieder auf der Grünfläche vor der Apollonia Kapelle zu platzieren, begann das Projekt „Marktzwerg“. Im August ist der Zwerg bei Familie Koerfer eingezogen. „Wir haben einiges in Bewegung setzten müssen, um diesen großen Kerl in unseren Garten zu bekommen“, berichtet die Zwergenretterin über den Umzug. „Wir haben auch schon einige Ideen, wie wir den Kerl instand setzten können. Aber alleine schaffen mein Mann und ich das nicht.“ Jetzt ist Engagement und fachliche handwerkliche Hilfe gefragt. „Wir können uns auch vorstellen, an Wochenenden ein Event zur Wiederherstellung des Zwerges zu machen“. Auch finanzielle Unterstützung für das benötigte Material ist herzlich willkommen. Wenn Sie Interesse an dem Projekt haben, können Sie sich gerne bei Doris Koerfer im Geschäft melden. Rufen Sie einfach an oder kommen direkt vorbei: Doris Koerfer, Pläsierchen, Von-Coles-Straße 171, Tel.: 0241 47599337.

Eilendorf.net – Von Bürgern, für Bürger

Eine nicht kommerzielle Plattform für Eilendorf, mit Allem rund um Kultur, Sport, Vereine, Institutionen, Gewerbe und vieles mehr, dafür steht „eilendorf.net“. Dahinter steht kein Unternehmen, sondern an dieser Stelle sollen sich Eilendorfer Bürger aus allen Lebensbereichen vernetzten. Dabei ist es von den Machern der Website unbedingt ge-wünscht, dass die Eilendorfer in Zukunft ihre Seite mitgestalten. Die Basis für Vernetzung ist geschaffen, jetzt dürfen alle ran! Ursprünglich wurde in der Stadtteilkonferenz nur über einen zentralen Terminkalender für Eilendorf diskutiert, woraufhin im Januar 2020 die Stadtteilkonferenz Eilendorf beschloss, die Webseite www.eilendorf.net erstellen zu lassen. Aus der Stadtteilkonferenz heraus bildete sich eine Arbeitsgruppe, in der sich schnell die Frage stellte, ob es nicht sinnvoll ist, über den Terminkalender hinaus, möglichst viele ortsrelevante Informationen auf einem Webportal zu bündeln.

Um die Erstellung der Seite zu finanzieren, stellte die Stadtteilkonferenz einen Antrag an das Heimatförderprogramm der Bezirksregierung Köln. Von diesem Geld wurde die Eilendorfer Firma Haurand, in Person von Hans-Gerd Gerhards, beauftragt, die Seite zu entwickeln. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Mitgliedern der Arbeitsgruppe, Milan Schümmer, Christian Moeres, Helmut Harth und Regina Haurand, ist eine Webseite von Bürgern für Bürger entstanden.

Das Ergebnis ist online unter www.eilendorf.net zu finden. Schon jetzt können Sie sich über den Terminkalender hinaus, der immer noch der zentrale Bestandteil der Seite ist, mit Informationen rund um Eilendorf versorgen. Besonders anschaulich ist die Eilendorf-Karte, auf der die gesamte Infrastruktur Eilendorfs abgebildet ist. Hier sieht man, wie „bunt“ und vielfältig der Bezirk ist. Eine Filter- und Suchfunktion erleichtert das Auffinden einzelner Einträge. Ein weiterer Menüpunkt verweist auf das lebendige Vereinsleben im Dorf. Von Abfuhrterminen bis hin zu Notfallnummern, kann der Besucher auf der rechten Seite im Servicebereich schnell auf alle wichtigen Daten zugreifen. Sie können sich aber auch ab sofort aktiv an der Gestaltung beteiligen. Ideen zu Weiterentwicklung, was fehlt noch, was ist gewünscht, sind herzlich willkommen. Vorschläge können gerne über das Kontaktformular gemacht werden. Besonders wichtig ist, aber auch Ihr Veranstaltungstermin und Ihr Angebot, die über die hinterlegten Formulare direkt übermittelt werden können. Nur wenn möglichst viele Bürger diese Seite nutzen und mit Leben füllen, können bestehende Strukturen erhalten und verbessert werden.

Die Inhalte der Webseite werden, da sie von der Stadtteilkonferenz initiiert ist, unabhängig und neutral sein, da sich die Stadtteilkonferenz aus Institutionen, Organisationen und Vereinen zusammensetzt, die in Eilendorf ansässig sind.

Arminia mit Elan in die neue Saison

Es hat etwas von Aufbruchsstimmung, wenn die jungen, engagierten Arminen über die Pläne für die Zukunft ihres Vereins sprechen. „Wieder mehr Vereinsleben, mehr Engagement in der Jugendarbeit, mehr Zusammengehörigkeit im gesamten Verein und über die einzelnen Fußballabteilungen hinaus“, lauten die ambitionierten Wünsche von Abteilungsleiter Senioren Marcus Plumanns, Jugendleiter Michael Walbert und Jugendtrainer Heiko Herms.

Ein wichtiger Punkt auf der Agenda der Arminen ist das in letzter Zeit zu kurz gekommene Engagement für die Jugend. Unter dem neuen Jugendleiter Michael Walbert soll die Jugendabteilung familiärer werde, Eltern sollen das Gefühl bekommen, ihre Kinder sind im Verein gut versorgt. Dabei soll nicht nur der Erfolg im Vordergrund stehen, soziales Miteinander und der Spaß am Fußball ist den Verantwortlichen ebenfalls wichtig. „Wir möchten die Eltern wieder mehr integrieren und in das Vereinsleben einbinden. Zum Beispiel ihnen die Möglichkeit geben, sich als Co-Trainer sportlich zu engagieren“, zählt Michael Walbert einige Ideen auf. Auch die ältere Jugend soll in der Jugendarbeit Aufgaben bekommen, „damit können wir den Vereinsgeist stärken, Mitglieder langfristig im Verein binden und das ehrenamtliche Engagement attraktiver machen.“ „Um mehr Zusammengehörigkeitsgefühl herzustellen, werden wir Werbung dafür machen, dass die Mannschaften gegenseitig ihre Spiele besuchen. Senioren zur Jugend, Jugend zu den Kindern… und umgekehrt“, so Marcus Plumanns, der selbst schon seit seiner Jugend in der Armina Eilendorf aktiv ist. „Leider ist es gerade wegen der Corona Einschränkungen schwieriger, unsere Ideen umzusetzen. Auch wenn die Cafeteria derzeit geschlossen ist, bei Heimspielen dürfen am Grillstand Getränke ausgegeben werden.“ Wegen der derzeitigen Schließung des Vereinsheims, würde der Verein gerne in eine Überdachung der Terrasse vor der Cafeteria investieren, aber auch die Sponsoren Einnahmen sind derzeit sehr überschaubar. Im neuen Layout zeigt sich dagegen schon die neue Internet Seite der Arminia. Hier sind Informationen über Senioren- und Junioren Mannschaften, Werbepartner und Aktuelles zu finden.

Wenn nicht gerade alles reglementiert ist, finden im Stadion an der Linde auch zahlreiche sportliche Events neben dem Ligabetrieb statt. Für die Senioren stehen traditionell der Baustoffe Geulen Cup, das Sommerlochturnier und die Saisoneröffnung mit Alemannia Aachen statt. Die Junioren können sich beim Fronleichnamsturnier mit teilweise 200 Mannschaft messen und beim Brückentagsturnier sind nicht nur Vereinsmitglieder eingeladen teilzunehmen. Alle interessierten Eilendorfer Schulkinder werden hier an ihrem freien Tag betreut. Für Jugendtrainer Heiko Herms ist „auch mehr Kooperationen mit anderen Vereinen und Institutionen gewünscht. Helfen, Austauschen und voneinander lernen“. Das neue Team der Fußballabteilung Arminia Eilendorf möchte aus der Situation das Beste machen. „Der Prozess ist jetzt in Gang gesetzt und wir möchten in Zukunft konsequent ein Auge darauf haben, den Verein mit modernen Ideen wieder attraktiver zu machen.“