In den letzten Wochen und Tagen gab es eine ganze Reihe von Anfragen und Bedenken, ob und wie die beliebte ökumenische Adventsfensteraktion unter den jetzigen verschärften Corona-Bedingungen tatsächlich stattfinden kann.
Diese Bedenken möchten wir ernst nehmen. Im Vorbereitungskreis haben wir gemeinsam – evangelisch und katholisch – gut überlegt und zusammen entschieden, dass diese Aktion in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden kann. Daher soll es in diesem Jahr ein „Lichterweg im Advent“ werden.
Alle Haushalte, Vereine, Institutionen wie Schulen, Kindergärten, Seniorenzentren usw. sind herzlich eingeladen, für eine Woche oder auch länger jeweils von 18 bis 21 Uhr ein Fenster adventlich zu beleuchten, gegebenenfalls mit Hilfe einer Zeitschaltuhr.
Melden Sie bitte Ihr Fenster bei Gemeindereferentin Jenny Kruse, Tel: 9972890 oder Email: j.kruse@st-severin-eilendorf.de oder bei Pfarrer Hans Christian Johnsen, Tel: 1824924 oder Email: hanschristian.johnsen@ekir.de an. Die Adventsfenster werden dann jede Woche in der Geisha-Werbung bekanntgegeben. Mit der Meldung Ihrer Anschrift stimmen Sie einer Veröffentlichung zu. Alle in Eilendorf und Rothe Erde sind dann herzlich eingeladen, bei einem abendlichen Spaziergang die angegebenen Fenster zu besuchen und zu bestaunen.
Ein Dankeschön geht an die Menschen, Gruppen und Einrichtungen, die sich bereit erklärt hatten, mit entsprechendem Hygienekonzept ein Adventsfenster auszurichten. Der Vorbereitungskreis hofft, dass es im nächsten Jahr wieder stattfinden kann.
Ab dem vierten Advent wird zum Beispiel ein Fenster an der Versöhnungskirche geschmückt sein.
Archiv des Autors: agentur176
Neuer stellvertretender Bezirksamtleiter
Nach drei Monaten konnte das Bezirksamt in Eilendorf mit Marc Delzepich einen Nachfolger für Ron Roger Breuer verpflichten. Seit dem ersten November 2020 ist der examinierte Jurist Marc Delzepich im Amt und hat sich schon mit seinen Aufgaben und den Kollegen vertraut gemacht. „Ich bin hier im Amt von allen Kollegen sehr herzlich aufgenommen worden und konnte mich dank der großen Hilfsbereitschaft schon sehr gut in das Tagesgeschäft einarbeiten“, freut sich der neue stellvertretende Bezirksamtsleiter über die positive Atmosphäre in seinem neuen Arbeitsumfeld.
Der 33jährige Quereinsteiger war in den letzten drei Jahren Rechtsanwalt in einer mittelständischen Kanzlei in Stolberg und hat nun die Gelegenheit bekommen, in seinen Wunschberuf zu wechseln. „Ich hatte immer schon Interesse in den Verwaltungsdienst einzutreten. Im Studium habe ich meine Schwerpunkte auf Staat und Verwaltung gelegt. Meine Hausarbeit habe ich über Polizei und Ordnungsrecht geschrieben, was sehr gut zu meinen jetzigen Aufgaben passt,“ erklärt Delzepich seinen Schritt in den Verwaltungsdienst. „Im Anschluss an mein Studium gab es nicht gleich einen Job in der Verwaltung und ich konnte daher noch Erfahrung in einer mir sehr gut bekannten Kanzlei sammeln. Dies hat mich aber weiter in meinem Wunsch gestärkt, in die Verwaltung zu wechseln.“ Auch Bezirksamtsleiter Martin Freude ist „sehr froh, den Bewerber für Eilendorf gewonnen zu haben, vor allem, weil es derzeit nicht mehr so einfach ist gute Leute zu finden und auch hier halten zu können. Der Bewerbermarkt ist auch für die Verwaltung ein schwieriges Pflaster, die meisten gut ausgebildeten Bewerber werden häufig auf dem freien Arbeitsmarkt besser bezahlt.“
Sämtliche Bereiche des Ordnungs- und des Gewerbeamtes umfassen das Aufgabenfeld des stellvertretenden Bezirksamtsleiters und Delzepich ist es wichtig, „dass die Bürger einen Ansprechpartner vor Ort haben. Auch wenn Angelegenheiten nicht vor Ort geklärt werden können, möchte ich nicht nur weiterleiten, sondern die Menschen weiter betreuen.“ „Gerade die kurzen Wege und eine Verwaltung aus einer Hand ist uns sehr wichtig. Dafür setzten wir uns schon seit Jahren ein und wünschen uns sogar noch einen Ausbau der Dienstleistung hier in Eilendorf“, betont auch Freude den Dienstleistungsvorteil einer Verwaltung vor Ort.
In der Bezirksvertretungssitzung konnte Marc Delzepich schon vorgestellt werden und ins laufende Geschäft hat er sich auch schon eingearbeitet und einige Kontakte knüpfen können. Da es aber in diesem Jahr keine größeren Veranstaltungen geben wird, freut er sich schon auf zukünftige Events und Mitgliederversammlungen, um die Vereine und Institutionen und natürlich die Eilendorfer Bürger kennen zu lernen.
Ein besonderer Volkstrauertag 2020
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bürgerinnen und Bürger, am Sonntag, dem 15. November, war Volkstrauertag. In vielerlei Hinsicht ein in diesem Jahr ganz besonderer. Vor genau 100 Jahren wurde der Volkstrauertag, der damals noch „Heldengedenktag“ hieß, eingeführt. Er sollte uns an die vielen Menschen erinnern, die im ersten Weltkrieg in den Jahren 1914 – 1918 ihr Leben gelassen haben. Damals ahnte niemand, dass nicht einmal 20 Jahre später der Zweite Weltkrieg beginnen sollte. Ein verheerender Krieg, an dem mehr als 60 Staaten auf der ganzen Erde direkt oder indirekt beteiligt waren. 110 Millionen Menschen wurden bewaffnet, mehr als 60 Millionen Menschen zu Lande, auf See und im Luftkrieg getötet. Das Ende dieses schrecklichen von Holocaust und Massenmorden geprägten Krieges erfolgte mit der bedingungslosen Kapitulation am 08. Mai 1945, also vor 75 Jahren. Aus Anlass dieses besonderen Jahrestages ist auf Einladung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier Seine Königliche Hoheit, der Prinz von Wales, gemeinsam mit seiner Ehefrau am Volkstrauertag nach Deutschland gekommen, um die Tiefe der Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien zu unterstreichen und damit den Wert einer gemeinsamen Zukunft in Frieden. Es erfülle ihn mit großem Stolz, so der Prinz, dass er diese starken Bande in einem denkwürdigen Jahr erneuern dürfe, 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, nach 75 Jahren in Frieden und Freundschaft.
Der Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan machte dies in bemerkenswerter Weise in seiner Begrüßungsrede mit Blick auf die Briten deutlich, in dem er sagte:
„Sie waren als Sieger gekommen und sind als Freunde geblieben.“
Dies erklärt einmal mehr, woran uns der Volkstrauertag Jahr für Jahr erinnern soll: an die Versöhnung über den Gräbern. Und daran, dass diese schwierige Aufgabe von jedem Einzelnen von uns immer wieder aufs Neue zu schultern ist, damit Spaltungen überwunden und Kriege – gleich welcher Art – vermieden werden können. Besonders in diesem Jahr ist, dass der Bundespräsident das Totengedenken ergänzt hat, in dem wir zukünftig auch der Menschen gedenken, die bei uns durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind. Opfer von Terrorismus und Extremismus, Antisemitismus und Rassismus.
Besonders in diesem Jahr ist es aber auch, dass wir den Volkstrauertag in Pandemie-Zeiten erleben müssen, die ein Zusammentreffen unserer Vereine, der Kirchen, der Politik und der Verwaltung und Ihnen, liebe Eilendorferinnen und Eilendorfer, leider nicht möglich gemacht hat.
Gemeinsam mit den neuen stellvertretenden Bezirksbürgermeisterinnen Astrid Vogelheim und Fabia Kehren sowie unserem Bezirksamtsleiter Martin Freude ist – mit dem nötigen räumlichen Abstand – die Kranzniederlegung erfolgt und stellvertretend für Sie haben wir die Kriegsgräber mit weißen Rosen geschmückt.
Ich bedanke mich ausdrücklich bei Allen, die diese besondere Art, den Volkstrauertag zu begehen, ermöglicht haben, bei den Kolleginnen und Kollegen der Bezirksvertretung Eilendorf sowie dem Aachener Stadtbetrieb, der dafür gesorgt hat, dass am Sonntagmorgen alle Lichter an den Gräbern entzündet worden sind.
Und bei Peter Quadflieg, der in Gedanken das Gebet über den Gräbern aus der Entfernung gesprochen hat.
Und ich bedanke mich bei Ihnen allen für Ihr Verständnis. Ich bin mir ganz sicher, dass der Gedanke des Volkstrauertages in Ihren Herzen immer seinen ebenso besonderen Platz hat.
Die Versöhnung über den Gräbern besteht nicht nur aus einem Grundstein. Sie ist ein Mauerwerk, dass es immer wieder weiter aufzubauen gilt. Und besonders dann gefestigt werden muss, wenn auch nur die kleinste Instabilität erkennbar wird.
Nur so können wir unseren Kindern und Enkelkindern eine Zukunft in Gerechtigkeit und Frieden, in Freiheit und Toleranz ermöglichen.
Herzlichst Ihre Elke Eschweiler