Wie bei alle Sportarten, bleiben auch seit Wochen die Eilendorfer Fußballplätze leer! So auch bei der DJK Arminia Eilendorf an der Brander Straße. Jeglicher Trainings- und Spielbetrieb ist eingestellt und derzeit kann niemand sagen, wie lange dies noch so bleiben wird. Doch auch erste Turnierankündigungen anderer Vereine für Mitte Februar treffen bei der Arminia ein, ob diese allerding schon stattfinden können ist noch fraglich.
Doch wie geht der Verein seit den Herbstferien mit diesem Stillstand um? „Vor allem die Kinder und Jugendlichen sehnen sich nach sportlicher Betätigung. Alle vermissen es auf dem Platz zu stehen, in der Gemeinschaft Sport zu betreiben und Freizeit zu verbringen“, weiß Heiko Herms, Trainer der Bambini Mannschaft und der U19. „Von den Eltern bekomme ich das Feedback, dass ihre Kinder zu Hause durchdrehen und launisch sind, weil ihnen die Bewegung fehlt. Sie wollen ihre Mannschaftskameraden und den Trainer sehen und vor allem Fußball spielen.“
Aufgrund der Kontaktbeschränkung sind sämtliche gemeinsame sportlich Aktivitäten verboten und so suchen Verein und Trainer Alternativen. Durch Trainingsvideos, per Whatsapp oder auch über die Eltern, wird mit den Kindern und Jugendlichen der Kontakt gehalten. Auch Heiko Herms hat mit der U19 eine Videokonferenz abgehalten und in Trainingsvideos hat er seinen Jungs Übungen vorgemacht, wie sie alleine oder zu zweit zu Hause mit dem Ball trainieren können. „So können sie fit bleibe, denn es ist ja schon eine sehr lange Zeit ohne Sport“, bedauert der Trainer die Zeit ohne Fußball.
Einige von den Jugendlichen trifft man auch gelegentlich beim Laufen im Feld. Trotz eines möglichen Saisonabbruchs möchten sie trainieren und sich fit halten, um sich auf die Saison vorzubereiten.
„Sie kommen natürlich nicht drum herum, sich die Sinnfrage bezüglich der Maßnahmen zu stellen und wieso körperliche Betätigung an freier Natur so viel gefährlicher sein soll, als zu Hause in geschlossenen Räumen zu verharren. Aber eine positive Erkenntnis ist, dass kein Videospiel auf der Welt den Jungs lieber ist, als im Team draußen Fußball zu spielen“, zeigt Heiko Herms Verständnis für die Situation der Kinder und Jugendlichen.
Einen positiven Nebeneffekt hat die Auszeit, da abends kein Betrieb im Stadion an der Brander Straße ist, können die Nachbarn der Arminia die Ruhe genießen. Das Flutlicht ist aus, Schussgeräusche oder Geschrei vom Platz sind verstummt. Möglicherweise freuen sich die Eilendorfer aber auch wieder auf belebte Straßen, Spielplätze und auch Sportstätten!
Warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah.“ Selten war dieser Spruch aktueller als heute. In den letzten Wochen sind viele Menschen mal mehr, mal weniger weit gereist, um sich ein bisschen Abwechslung vom tristen Alltag in Zeiten von Corona Beschränkungen zu gönnen. Viele Ausflugsziele zum Beispiel in der Eifel und im Hohen Venn sollen nicht mehr angefahren werden und sind zum Teil auch gesperrt. Doch gleich um die Ecke gibt es ebenso schöne Gebiete, die bei einer Wanderung erkundet werden können.
Bereits jetzt, wo die Tage wieder länger werden, entdecken viele Menschen das Spazierengehen in der lokalen Umgebung wieder für sich. Eine schöne Möglichkeit dazu bietet der ‚Rundweg um Eilendorf‘, der seit 2013 durchgehend mit dem Symbol der ‚Grünen Füße‘ ausgeschildert ist. Der Weg führt durch eine vielfältige Landschaft mit Wiesen, Waldrand, an den Bachauen des Haarbachs entlang und zum Teil durch unerwartete ‚Wildnis‘ im Bereich der alten Vennbahntrasse zwischen Forster Straße und Fringsgraben. Oft ist man überrascht, wieviel Natur in unmittelbarer Nähe der Siedlungs- und Verkehrsflächen zu entdecken ist und welche Ausblicke sich auf die Landschaft um Eilendorf bieten. In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Eilendorf wurden Informationstafeln zur Heimat- und Kulturgeschichte aufgestellt, die Wissenswertes u.a. zu den Themen Bergbau, Wasserversorgung und Eisenbahn vermitteln. Es sind zurzeit drei neue Tafeln in Arbeit, die mit Hilfe von schon genehmigten bezirklichen Mitteln realisiert werden können. Der Rundweg ist ungefähr 12 Kilometer lang, kann aber ohne Probleme in kürzere Abschnitte aufgeteilt werden, da es zahlreiche Einstiegspunkte gibt. Der Weg verläuft zwar größtenteils auf befestigen Wegen, ist aber in einigen Abschnitten nicht barrierefrei. Hindernisse durch Bewuchs können trotz regelmäßiger Freischneideaktionen der ehrenamtlichen Wanderwegegruppe nicht ausgeschlossen werden. Über Hinweise sind wir jederzeit dankbar.