Frösche und Kröten wandern wieder…

Sobald die Außentemperaturen über acht Grad Celsius steigen, wandern Frösche, Kröten und Molche aus ihren Winterquartieren zu den Teichen, in denen sie selbst einmal aufgewachsen sind. Das ist vor allem morgens und abends während der Dämmerung der Fall.

Die Tiere müssen auf ihrer Wanderung zu den Laichplätzen zum Teil stark befahrene Straßen überqueren. Dabei werden sie ohne die entsprechenden Schutzmaßnahmen oft in großer Zahl überfahren. In Aachen passiert das vor allem auf folgenden Straßen: Eupener Straße, Lütticher Straße, Grünenthal, Lemierser Berg, Purweider Weg, Entenpfuhler Weg, Hasselholzer Weg, Prunkweg, Strüverweg und Triftweg. Der Fachbereich Umwelt der Stadt Aachen geht davon aus, dass die diesjährige Amphibienwanderung wegen des drastischen Witterungswechsels und den derzeit milden Temperaturen bereits in diesen Tagen beginnen wird. Es bittet alle Autofahrerinnen und Autofahrer, in den kommenden Wochen bis Ende April auf den genannten Straßen und Wegen zum Schutz der Tiere und der Amphibienschützerinnen und -schützern, die dort im Einsatz sein werden, besonders achtsam zu fahren.

Im Stadtbezirk Haaren wird die Straßenverbindung Waldstraße/Prunkweg in Höhe der beiden Wanderparkplätze ebenfalls bis zum Ende der Amphibienwanderung durch eine Pollerreihe für den Durchgangs- verkehr gesperrt. Für Spaziergängerinnen und -gänger bleiben die beiden Wanderparkplätze weiterhin erreichbar.

Spielplatzsanierung und Verkehrsplanung

In der Bezirksvertretungssitzung Mitte März kamen aufgrund der COVID Beschränkungen nur wenige Themen auf die Tagesordnung. Zunächst wurde der Sachstand zum gesamtstädtischen Spielplatzkonzept, insbesondere die Vorgehensweise und Spielplatzanalyse auf Bezirksebene in die Diskussion gegeben. Dabei ist die Raumanalyse der Stadt zum Ergebnis gekommen, dass die Versorgung mit Spieleinrichtungen für Kinder und Jugendliche im Bezirk Eilendorf von ausreichend bis gut bewertet worden. In allen Lebensräumen ist die Anzahl an Haushalten mit Kindern im Vergleich zu den Durchschnittswerten der Stadt Aachen hoch. Die Auswertung ergibt dabei für die 15 Eilendorfer Spiel- und Bolzplätze meist nur Handlungsbedarf für Einzelmaßnahmen. Dabei werden hauptsächlich die Spielgeräte in Stand gehalten oder ausgetauscht. Einzig der Spiel- und Skateplatz an der Krebsstraße sollen umgeplant werden. Im Vorfeld der Planungen der konkreten Umplanungsmaßnahmen ist immer eine Bürgerbeteiligung mit Schwerpunkt auf die Nutzergruppe Kinder und Jugend vorgesehen, mit dem Ziel, dass möglichst alle Nutzergruppen in den Prozess einbezogen werden.Die Bezirksvertretung gab in ihrem Beschluss nur zu bedenken, dass auch bei der guten Spiel- und Bolzplatz Situation im Gegensatz zu der gesamtstädtischen Lage, die Eilendorfer mit ihren. notwendigen Sanierungsmaßnahmen nicht hinten anstehen dürfen. Darüber hinaus hat die Bezirksvertetung Eilendorf die Fachverwaltung um folgende Ergänzungen gebeten:

Mehr Kleinkinderspielgeräte im westlichen Teil Eilendorfs

Spielplatz Buschbenden mehr Sitzgelegenheiten

Bolzplatz Birkstraße Abtrennung zum Bach möglichst offen gestalten

Ausschilderungen der drei Boulebahnen in Eilendorf Aufstellung von Fahrradständern an allen Spielplätzen

Altersgerechte Sitzmöglichkeiten für Jugendliche

Aufwertung Moritz-Braun-Park mit Kleinkinderspielgeräten

Bei Neuplanung von Spielplatz Krebsstraße Kleinkinderspielgeräte berücksichtigen

Zeitnahe Ersatzbeschaffung der Rutsche auf dem Spielplatz Fingerhutsmühlenweg

Weiterhin hat die Bezirksvertretung Eilendorf die Fachverwaltung beauftragt ein Verkehrskonzept für Eilendorf, unter Einbeziehung der Hauptverkehrsstraßen, mit verkehrs- und umwelttechnischer Rahmenplanung und unter Berücksichtigung der aktuellen und zukünftigen Verkehrsströme zu erstellen. Dazu werden für den Eilendorfer Bezirk nach Haushaltsverabschiedung planmäßig 100.000 Euro zur Verfügung stehen. In der Sitzung einigten sich die Fraktionen darauf, dass diese Planungen, einmal mit Einbezug der Umgehungsstraße (L221n) und einmal ohne, erstellt werden sollen. In diesem Konzept sollen nicht mehr Einzelmaßnahmen die vielen Missstände hinsichtlich Verkehrssicherheit, Ökologie, Parkraum und vieles mehr beheben, sondern großräumig die Verkehrsströme, Kreuzungen und Schulwege im ganzen gesehen werden.

Abschließend wurde das Aufstellen eines „Vorfahrt achten“ Schildes an der Ausfahrt gegenüber der Kleebachstraße von der Bezirksvertretung beschlossen. An dieser Stelle kam es in der Vergangenheit zu gefährlichen Situationen, da die Radfahrer vom Vennbahnweg kommend über den Landwirtschaftsweg auf die Rad-Vorrang-Route häufig die Vorfahrt sowohl der Fußgänger, als auch der Autofahrer nicht geachtet haben. An dieser Stelle ist durch den Landwirtschaftsweg und den durchgängigen Bürgersteig Verkehrsregelung zwar eindeutig, doch die Radfahrer wähnen sich auf einer „Fahrradvorfahrtstraße“, begünstigt durch ein Hinweisschild „Radweg geradeaus“. Mit dem „Vorfahrt achten“ Schild sollen in Zukunft brenzlige Situationen vermieden werden. Darüber hinaus wurde die Fachverwaltung gebeten zu prüfen, ob dort ein Umbau in eine 4-armige asphaltierte Kreuzung möglich ist, um dann der durchgehenden Kleebachstraße als Fahrradstraße die Vorfahrt einräumen zu können. Die nächste Bezirksvertretungssitzung findet am Mittwoch, dem 5. Mai 2021, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Bezirksamts Heinrich-Thomas-Platz statt.

Abgespeckte Bezirksvertretungssitzung

In der Februarsitzung der Eilendorfer Bezirksvertretung konnten aus Pandemiegründen nur die zwingend notwendigen Punkte der Tagesordnung abgearbeitet werden. Dabei stand das ‚Aufregerthema‘ Erschließungsgebühren Breitbenden gleich zu Anfang auf dem Programm. Leider konnte nur wenigen Bürgern der Einlass in den Sitzungssaal Aufgrund des Coronaschutzes gewährt werden. Doch bereits im Vorfeld wurden den Eigenheimbesitzer Informationen über den Abrechnungsmodus für die Erschließungsgebühren im Neubaugebiet Breitbenden schriftlich mitgeteilt. Für die wenigen betroffenen anwesenden Bürger ging Eckard Larosch, Fachbereichsleiter Vertrags,- Vergabe- und Fördermittelmanagement der Stadt Aachen, noch einmal auf die Kostenberechnung der Stadt Aachen für das Gebiet ein. Dieser komplizierte und für die Betroffenen häufig nicht nachvollziehbare „Abrechnungsmodus war bei der Planung des Neubaugebietes nicht gewollt. Doch während der langen Umsetzung des Neubaugebietes, seit Beginn 1999 sind 22 Jahre vergangen, hat die geänderte Rechtsprechung diese Planung aufgehoben“, erklärt Larosch und stellt in Aussicht, das die Stadt die weitere Bebauung zügiger vorantreiben möchte, um weitere Kostensteigerungen für die Bürger zu vermeiden. Nachdem die Bürger im Anschluss das Wort erhielten, wurde der Wunsch nach Klarheit für jeden einzelnen Eigenheimbesitzer immer deutlicher. Bezirksvertretung und Stadtverwaltung konnten sich daraufhin einigen, die Bescheide noch im Februar zu verschicken und im Anschluss eine Informationsveranstaltung und individuelle Beratungsgespräche für noch offene Fragen einzelner anzubieten.

Der nächste Tagesordnungspunkt, Bedarfsplanung Kitabetreuung, ist in Eilendorf seit Jahren ebenfalls ein eher unbefriedigendes Thema. Eilendorf ist auch in diesem Jahr wieder Schlusslicht im Bereich Kinderbetreuung. Für die über dreijährigen Kinder liegt das Angebot an Plätzen derzeit bei 75% und bei den unter Dreijährigen sogar nur bei 33%. Heinrich Brötz, Fachbereichsleiter der Abteilung Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen, ist das Problem durchaus bewusst und es resultiert zum einen „aus dem überproportionalen Wachstums des Eilendorfer Stadtteils mit deutlich mehr Kindern, als im Rest der Stadt Aachen“. Außerdem hat die Stadtverwaltung in den letzten Jahren mit der Suche nach neuen möglichen Örtlichkeiten für Kitas viel Zeit verbraucht. Mit viel Optimismus könnte 2021 der Bau der Kita an der Kaiserstraße beginnen. Doch ob ein möglicher Investor bis zum Frühjahr den Zuschlag für den Auftrag bekommt, ist noch nicht sicher und auch dann wäre „die Baubeginn 2021 sehr sportlich“, weiß auch Heinrich Brötz. Die Kita im Neubaugebiet Breitbenden ist schon in Planung, doch wann tatsächlich in den acht Gruppen Kinder betreut werden können, ist ebenfalls noch nicht spruchreif. Somit müssen die Eilendorfer wohl noch ein Zeitlang auf Entspannung der Situation warten.

Die nächste öffentliche Sitzung der Bezirksvertretung findet am Mittwoch, dem 17. März 2021, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Bezirksamtes statt. Inwieweit zu diesem Zeitpunkt die Corona-Beschränkungen wieder gelockter und damit auch wieder mehr Gäste zugelassen werden können, war bis zum Redaktionsschluss noch nicht absehbar.