Mobilität für Menschen mit Einschränkungen ermöglichen. Dies ist der Grundgedanke des Rikscha Projektes des Seniorenzentrum St. Severin. Johann Steffens, Pflegedienstleiter der Einrichtung, stellte in der Juni Sitzung der Bezirksvertretung das neue Projekt vor. „Wir möchten mit Rikscha Projekt den Menschen, jung oder alt, Mobilität und den Kontakt zu anderen ermöglichen“, beschreibt Johann Steffens die Idee hinter dem Projekt. Die Rikscha ist ein E-Bike, bei dem vorne zwei Personen Platz haben und hinten tritt ein ehrenamtlicher Fahrer in die Pedale. Die Unterhaltungskosten werden mit Unterstützung der Caritas getragen und auch ehrenamtliche Fahrer können von der Caritas angefragt werden. Die Neuanschaffungskosten von 9.588 Euro bleiben beim Seniorenzentrum, das allerdings auf finanzielle Hilfe angewiesen ist. „Mit dem Rikscha Projekt könnte auch das Kneippbecken und das Café im Seniorenzentrum für mehr Menschen interessant werden“, so Steffens über die möglichen positiven Nebeneffekte des Projektes. Die Organisatorischen Fragen sind noch nicht ganz ausgearbeitet, welche Aufgaben übernimmt die Caritas und welche das Seniorenzentrum. Die zirka zweistündigen Fahrten sollen aber jeden Fall kostenlos sein und die Buchung möglichst niederschwellig. Sobald die nötigen Gelder vorhanden sind, soll das Projekt starten. Alle Fraktionen begrüßen das Vorhaben des Seniorenzentrums, vor allem im Hinblick auf die in Corona Zeiten deutlich gestiegen Vereinsamung vieler Menschen und beteiligt sich finanziell mit bezirklichen Mitteln zu 50 Prozent an den Anschaffungskosten.
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Bezirksvertretung
Auch in Zeiten, in denen in der Außenwirkung nicht wirklich viel stattfindet, geht die Arbeit in den Vereinen und Institutionen weiter. Wie in so vielen Bereichen sind Ausgaben bestehen geblieben und Einnahmen gesunken. Hier kann besonders in diesem Jahr der Topf mit öffentlichen Geldern die notwendige Unterstützung leisten. In der Bezirksvertretungssitzung Anfang Mai wurde nochmal die Grundförderung, die 2013 festgelegt wurde, der AWO, des Erzählcafés, der Bücherinsel und die Freiwillige Feuerwehr mit 1000 Euro und die Förderung der IG Verein mit 2000 Euro aus den bezirklichen Verfügungsmitteln, bestätigt. Aus diesen Mitteln erhält nach Antrag der Tennis Club Eilendorf 2021 für die Jugendförderung 1000 Euro. Aus den bezirklichen Verfügungsmitteln werden die St. Apollonia Schützenbruderschaft mit 2000 Euro für eine neue Fahne, die Bücherinsel an St. Severin mit 10.000 Euro für die Renovierung, der Motorsport Club Eilendorf für Vereinsjacken für Kinder und Jugendliche, die St. Severin KiTa mit 500 Euro für ein Hochbeet und die Verwaltung für die Zukunftswerkstatt, Öffentlichkeitsarbeit und Weihnachtsbeleuchtung, in diesem Jahr unterstützt. Am Mittwoch, 30. Juni 2021, um 18 Uhr ist die letzte Sitzung vor den Sommerferien.
Grundsätzlich sind interessierte Einwohnerinnen und Einwohner zu den öffentlichen Beratungen zugelassen. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage ist eine Teilnahme aber leider nur sehr begrenzt möglich und sollte, auch zu Ihrem eigenen Schutz, gut überlegt sein.
Im öffentlichen Teil der Sitzung stehen die Themen Rikscha-Projekt des Seniorenzentrums St. Severin, Sachstandsbericht zu den Kindergartenneubauten in Eilendorf Antrag Grüne Fraktion Eilendorf, Überprüfung der Verkehrssicherheit im Bereich Herrenbergstraße; Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/Die Grünen, Satzung zur Aufhebung der Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Eilendorf“, Wasserspielplatz in Eilendorf – Interfraktioneller Antrag, weitere Anträge und Anfragen und Mitteilungen der Verwaltung auf der Tagesordnung. Die Sitzung findet im Sitzungssaal des Bezirksamtes, Heinrich-Thomas-Platz 1, Aachen-Eilendorf statt.
Regenbogenbuntes Zeichen
In seiner Sitzung vom 9. Juni 2021 hat der Hauptausschuss entschieden, rund um den historischen Christopher Street Day vom 21. Juni bis zum 5. Juli 2021 Regenbogenfahnen am Rathaus sowie den Bezirksämtern zu hissen, um ein starkes Zeichen für eine vielfältige, offene und tolerante Gesellschaft und die Gleichstellung aller Bürger*innen zu setzen. Im letzten Jahr gingen sowohl ein Antrag der Bezirksschü̈ler-*innenvertretung, als auch einer der SPD Fraktion, mit dem Wunsch ein Zeichen für Solidarität zu setzten, im Rat der Stadt ein.
„Seit den 1970er Jahren ist die Regenbogenfahne ein internationales Symbol, das weltweit für Aufbruch, Veränderung und Frieden steht, vor allen Dingen aber für Toleranz und Akzeptanz.
Mit dem Hissen der Regenbogenfahne an unserem Rathaus und unseren Bezirksämtern im Pride Monat wollen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und gegen jedwede Form der Diskriminierung setzen. Gerade junge Paare müssen dies leider immer noch erleben. Nicht selten verzweifeln sie auch daran.
Wir möchten den Menschen, die sich ausgegrenzt fühlen, Solidarität bekunden und unsere Unterstützung anbieten. Wie notwendig das ist, können wir daran erkennen, dass die im Nachbarbezirk Richterich bereits vor einigen Wochen gehisste Regenbogenfahne von Unbekannten angezündet worden ist,“ begrüßt Elke Eschweiler das Hissen der Fahne am Bezirksamt Aachen-Eilendorf.
Aachen steht als Stadt im Dreiländereck und internationaler Hochschulstandort für eine diverse, offene und tolerante Gesellschaft des gelebten diskriminierungsfreien Miteinanders. Diese Haltung, die sich bereits in einer Vielzahl kommunaler Konzepte, Initiativen und Aktivitäten widerspiegelt, soll mit dem hissen der Regenbogenfahne am 21. Juni 2021 in der Innenstadt und den Stadtbezirken anlässlich des Pride Month mit einem starken Zeichen der Solidarität und für die Gleichstellung aller Bürger-*innen eindrü̈cklich bekrä̈ftigt werden.