Hundekot bleibt ein großes Ärgernis

Seit seinem Amtsantritt als Bezirksamtsleiter vor acht Jahren begleitet Martin Freude das Problem der Verunreinigung der Fußwege und Grünstreifen und –anlagen mit Hundekot! „Dabei werden seit Jahren stetig neue Beutelspender aus dem städtischen Kontingent in Mülleimernähe und zusätzlich vom Bezirk Beutelspender mit integriertem Mülleimer aufgestellt. Die Situation ist nach wie vor ein großes Ärgernis für die Mitbürger“, weiß Martin Freude. Die Bürger beschweren sich regelmäßig und immer wieder muss der Amtsleiter darauf verweisen, dass die Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht entsorgen, so zu sagen ‚auf frischer Tat ertappt‘ werden müssten, um eine Ordnungsstrafe zu kassieren. Immer wieder malen Kinder und Hauseigentümer Schilder und weisen damit darauf hin, das die Verschmutzung mit Hundekot in Vorgärten, in Grünanlagen, auf Bürgersteigen und auf Spielplätzen, ein rücksichtsloses Verhalten gegenüber den Mitbürgern ist.
Nicht nur in Eilendorf ist die Verschmutzung mit Hundekot ein Problem, in Aachen-Nord wurde im Mai ein Outdoor Museum mit Kunstwerken von Kindern aus Aachen-Nord zum Thema „Mein Hund muss mal! Was nun?“ eröffnet. Es wäre schön, wenn all diese Aktionen, die angesprochenen Hundebesitzer für dieses Problem sensibilisieren könnte und in Zukunft mit Rücksicht auf Kinder und Mitmenschen ihren Teil für eine saubere Stadt beitragen würden.

Solidaritätskonzert des Swingquartetts

Das geplante Konzert von ‚Swingquartett‘ im Rahmen des Stadtglühen-Programms musste Aufgrund der Hochwasserkatastrophe in Kornelimünster abgesagt werden und fand nun am 21. Juli, 2021 in Eilendorf statt. „Wir sind froh, dass wir das so schnell organisieren konnten. Ich bin Mitglied im Kulturausschuss und hatte schon vorher versucht, Veranstaltungen aus dem Stadtglühen-Programm nach Eilendorf zu holen,“ so Silke Bergs, Mitglied der Bezirksvertretung für die Grünen Fraktion. „„Es war super! Es waren rund 200 Teilnehmer, die teils ganz spontan vorbei gekommen sind. Die Atmosphäre war super und dank des Engagements der Beteiligten haben wir uns als Veranstaltungsort für weitere Veranstaltungen im Rahmen von Stadtglühen qualifiziert,“ beschreibt Bergs den Erfolg des Konzerts.
Das ‚Swingquartett‘  rund um den Eilendorfer Musiker Heribert Leuchter, spielte das Konzert ‚swing.it“ in Eilendorf für einen guten Zweck. Die Einnahmen des Solidaritätskonzertes wurden für die vom Hochwasser Betroffenen der Region eingespielt. Dass der Ortswechsel so kurzfristig stattfinden konnte, ist den zahlreichen Unterstützern zu verdanken. An der Umsetzung haben das Organisationsteam von Stadtglühen, der Kulturbetrieb der Stadt, der stellvertretenden Bezirksamtsleiter Marc Delzepich und die IG Eilendorfer Vereine e.V. rund um Kathy Herms, mitgewirkt. Der Dank gilt außerdem den Organisatoren von Sport im Park – Aachen, die kurzfristig den Veranstaltungsort für „Functional fit“ verlegt haben und der Pfarre St. Severin, die den Vorplatz des Pfarrheims als Ausweichort bereitgestellt hat.

„Aachen blüht“ auch in Eilendorf

In Eilendorf freut man sich über Zuwachs in der Pflanzenwelt. Am 6. Juli 2021 sind in der Kita St. Apollonia drei neue Projekte der Aktion „Aachen blüht“ vorgestellt worden. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler lobt das „gesunde, natürliche und ehrenamtliche Engagement“ im Bezirk, wodurch die unterschiedlichen Projekte entstanden und gefördert wurden. Auch Bezirksamtsleiter Martin Freude freut sich über das große Engagement in seinem Bezirk.
Nicole Reuter, Leiterinder Kita, präsentiert diverse Einzelprojekte, die vor Ort entstanden sind. UrsulaMüller, Leiterin der Kita St. Severin, stellt Projekte ihrer Kita vor und Barbara Kirchbrücher das Gemeindeprojekt „Johannesgarten – Gemeinschaftsbeete an der Versöhnungskirche“.
Im Außenbereich der Kita St. Apollonia wurde ein Bienenkorb und Hochbeet aufgestellt, ein Ameisenbeet in Form einer Kräuterspirale gebaut, diverse Beerensträucher und Tomatenpflanzen für den kleinen Hunger zwischendurch in niedrigen Kübeln angesiedelt sowie eine bunte Wildblumenwiese angelegt. „Sogar ein Ameisenbär ist in den großen Garten eingezogen“, erklärt Reuter. Das zutrauliche Stofftier beantwortet Briefe der Kinder und verschenkt Blumensamen. Teilweise finden die Projekte auch in Zusammenarbeit mit den Eltern der betreuten Kinder statt. „Die Projekte wurden nachhaltig angelegt und werden in den kommenden Jahren weitergeführt“, betont Reuter. So lernen die Kinder nicht nur, wie man Pflanzen säht und pflegt, sondern auch über zahlreiche Insektenarten und dem friedlichen Umgang mit ihnen. „Die vor Beginn des Projektes von Eltern geäußerte Sorge, dass ihre Kinder von Bienen gestochen werden könnten, war unbegründet.“ Zudem wurde die umfangreiche Arbeit in – und mit – der Natur belohnt: Die Kita St. Apollonia landete beim letzten Wettbewerb der Initiative „Deutschland summt“ auf dem ersten Platz. Auf dem kleineren Gelände der Kita St. Severin werden mit Unterstützung der Bezirksvertretung aktuell Hochbeete angelegt, in denen zahlreiche Gemüsearten von Mangold bis Kohlrabi und Wildblumen gepflanzt und ausgesät werden. Auch hier sollen den Kindern dadurch naturnahe Themen vermittelt und die Wissenslücke zwischen Acker und Nahrungsmittel geschlossen werden. Müller beschreibt das Projekt mit den Worten: „Aus den Blüten ist eine Frucht geworden – und zwar nicht aus dem Supermarkt, sondern selbst angepflanzt!“.
Im Urban Gardening Projekt „Johannesgarten“ wird in der Johannesstraße ein Bereich der Rasenfläche zwischen dem Gemeindezentrum und der Urbanstraße aufbereitet und mit Gemüse, Obststräuchern und -bäumen bepflanzt. Dabei entstanden laut Kirchbrücher anfänglich große Herausforderungen: „Die Wiesenfläche war durch eine vorherige Nutzung als Standort eines Planschbeckens und davor eines Beachvolleyballfeldes stark verdichtet. So musste unter anderem eine dicke Sandschicht abgetragen werden.“
Im Schatten eines bereits vorhandenen Wallnussbaumes soll ein grüner Aufenthaltsraum geschaffen werden. Auch Kirchbrücher betont die zukunftsorientierte Planung des Projektes: „Nächstes Jahr soll es weiter gehen, das Gelände kann noch erweitert werden“. Freude erläutert ergänzend die Kooperation mit einem Imker, der im Gemeinschaftsgarten einen geeigneten Standort für drei Bienenstöcke gefunden hat. Die Gartengruppe des „Johannesgartens“ freut sich auf neue Mitstreiter*innen im gemeinschaftlichen Gärtnern. Jede*r ist willkommen – auch ohne gärtnerische Vorerfahrung.
Unter www.aachen.de/aachenblueht ist das Programm von „Aachen blüht“ bis zum Abschluss der Kampagne im November einsehbar. Und nicht vergessen: Gleich noch ein Foto von allem was blüht machen und mit dem Hashtag #aachenblüht ganz Aachen teilhabenlassen!