Die Corona-Pandemie stellt für uns alle eine große Herausforderung dar. Neben den alltäglichen Aufgaben treten derzeit auch Einschränkungen und Veränderungen auf, die die Pandemiebekämpfung mit sich bringt. Dies kann zu außergewöhnlichen seelischen Belastungen führen. Aus diesem Grund bietet Frau Atoussa Rohde vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes jeden Mittwoch von 9 – 10 Uhr in Bezirksamt Eilendorf Beratungsgespräche an. Das Angebot richtet sich an Menschen, die an einer psychischen /seelischen Erkrankung leiden und zur Bewältigung ihrer Erkrankung oder einer kritischen Lebenssituation Unterstützung wünschen. Das Angebot richtet sich ebenfalls an die Angehörigen.
Die Sprechstunde dient der Möglichkeit, sich unverbindlich über die Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren. Die Gespräche unterliegen der Schweigepflicht und sind kostenlos. Für ein Beratungsgespräch vereinbaren Sie bitte einen Termin unter 0241/ 5198 5376 bzw. E-Mail: atoussa.rohde@staedteregion-aachen.de, damit ein Gespräch unter Beachtung aller Hygieneanforderungen gewährleistet werden kann.
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Literatur und Musik und eine Lesung mit Spendenaktion
Zwei Brüder, die 70er und ein Heim, in dem das dunkle Deutschland überdauert!‘ Mit einem, zum Denken anregenden Thema, lädt Buchhändler Marcel Emonds-pool nach Monaten der pandemiebedingten veranstaltungslosen Zeit, wieder zu einer Lesung ein. Literatur und Musik erwartet die Zuhörer am Freitag, dem 24. September 2021, um 19.30 in der Evangelischen Versöhnungskirche Johannesstraße. Willi Achten liest aus seinem Buch „Die wir liebten“. Ein Buch, das im letzten Jahr erschienen ist und für ziemlichen Aufruhr gesorgt hat.
„Etwas lag in der Luft, etwas wie Aufruhr und Revolte, ein Glanz auf den Gesichtern und in den Blicken.“ Die Siebziger in der westdeutschen Provinz. Ein Dorf, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Für Edgar und seinen Bruder Roman ist das Leben überschaubar und gut. Bis sich ihr Vater am Maifest in die Tierärztin verliebt und die Familie verlässt. Die Mutter zieht sich immer mehr in ihren Lotto-Laden zurück. Die Jungen sind bald sich selbst überlassen. Schließlich steht das Jugendamt vor der Tür, um Edgar und Roman in den Gnadenhof zu holen. Ein Heim, in dem die Methoden der Nazis fortbestehen. In glühenden Bildern erzählt Willi Achten von einem spannungsvollen Jahrzehnt, dem unauflösbaren Band zwischen Geschwistern und vom Aufbruch einer Generation, die dem dunklen Erbe ihrer Eltern mit aller Entschiedenheit entgegentritt. Sein letztes neues Werk stellt Willi Achten in seiner Aachener Heimat vor und dazu gesellt sich mit Heribert Leuchter ein ebenso Heimatverbundener Aachener Musiker. Heribert Leuchter spielt zur Lesung selbstkomponierte Stücke.
Die Besucher dürfen sich endlich wieder auf einen schönen unterhaltsamen Abend freuen, auch wenn leider immer noch nicht alles beim Alten ist. Keine Getränke und die üblichen Hygienemaßnahmen bleiben den Veranstaltern erstmal erhalten. Die Lektüre erscheint am 1. September im Piper Verlag als Taschenbuch.
Tickets für die Lesung gibt es für 15 Euro in der Buchhandlung ‚
Das Buch in Eilendorf‘ von-Coels-Str. 52, dasbuchineilendorf@t-online.de
Das Eilendorfer Autorenpaar Judith und Christian Vogt liest am 29. August 2021 von 16 bis 17.30 Uhr aus ihrem neuen Roman ANARCHIE DÉCO auf dem Moritz-Braun-Platz in Aachen-Eilendorf in Kooperation mit „Das Buch in Eilendorf“ und den Stadtteil-Grünen. Eine Anmeldung nicht erforderlich, der Impf- oder Testnachweis wird aber auf jeden Fall benötigt! ANARCHIE DÉCO, das ganz frisch beim Fischer-Verlag erschienen ist, beschreibt der Verlag als „Babylon Berlin mit Magie“: Im Jahr 1927 wird die Magie entdeckt – und alles ändert sich. Ganz vorne mit dabei ist die junge Physikerin Nike Wehner, die an der Friedrich-Wilhelms-Universität über das neue Phänomen promoviert und der Berliner Polizei als wissenschaftliche Beraterin zur Seite steht. Denn auf den Straßen Berlins geschehen immer mehr ungewöhnliche Verbrechen, die nach einer Erklärung verlangen. Ein kommunistischer Funktionär wird magisch ermordet, auf den Varieté-Bühnen der Stadt sind die bizarrsten Spektakel zu bewundern, und eine Vermieterin im Arbeiterviertel Prenzlauer Berg wird in Stein verwandelt. Und dann ist da noch das Gerücht, dass mitten in Berlin ein jüdischer Golem sein Unwesen treibt. Nike versucht die unerklärlichen Phänomene wissenschaftlich und kriminalistisch aufzuklären – und gerät dabei in tödliche Gefahr. Der Eintritt ist frei, aber freiwillige Spenden gehen ans Spendenkonto „Aachen hilft“ und kommen den Menschen in den Überflutungsgebieten in Stolberg und der Eifel zugute. Eine tolle Aktion, wie wir finden.
Historisch: Kaufverbot für Eilendorfer
Seit je her gibt es Gesetzte und Beschlüsse, die das Miteinander der Menschen regeln sollen. Einige machen zu Zeiten der Beschlussfassung sicher auch Sinn. Doch nicht immer werden diese Beschlüsse wieder offiziell aufgeboben. So möglicherweise auch der Beschluss des Stadtrates um 1652.
Die Eilendorfer Geschäftsleute würde dies sicher freuen. „Nach einem Beschluss des Stadtrates ist es allen Eilendorfern verboten in der Stadt Aachen zu kaufen.“
Notiz des Pfarrers Henricus Brewer im Haarener Sterberegister, August 1652:

Im 17. Jahrhundert kannte man noch keine Personalausweise, es bleibt deshalb sehr rätselhaft, nach welchen Merkmalen der jeweilige Judas an den Stadttoren die “Elendorperen” von anderen Einlaßsuchenden unterschied.
Da nicht bekannt ist, ob der Beschluss des Aachener Stadtrates jemals widerrufen wurde, scheint es ratsam für die “Elendorperen” nur in Eilendorf einzukaufen.
Neben den besonders gesetzestreuen und vorsichtigen Einwohnern von Nirm, könnten die “Elendorperen“ vielleicht zum Einkaufen auch in die benachbarten Dörfer ausweichen. Heinrich Schiffers
Transkription: „Den 23 ist Zu aach ein Edictum außgangen warinnen allen Elendorperen verbothen ist int [!] in der statt Zu Kaufen Zu dem endt ist den Hahrenteren unterthanen vom Ehrb.[aren] rath aufferlegt an St. adelberti und an Collen portz zu stehen zum wenigsten an ieglicher portz ein Mensch weys die Elendorperen zu Kennen. NB. Zu aach ist doch so voll der pest als Zu Elendorp.