In Eilendorf freut man sich über Zuwachs in der Pflanzenwelt. Am 6. Juli 2021 sind in der Kita St. Apollonia drei neue Projekte der Aktion „Aachen blüht“ vorgestellt worden. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler lobt das „gesunde, natürliche und ehrenamtliche Engagement“ im Bezirk, wodurch die unterschiedlichen Projekte entstanden und gefördert wurden. Auch Bezirksamtsleiter Martin Freude freut sich über das große Engagement in seinem Bezirk.
Nicole Reuter, Leiterinder Kita, präsentiert diverse Einzelprojekte, die vor Ort entstanden sind. UrsulaMüller, Leiterin der Kita St. Severin, stellt Projekte ihrer Kita vor und Barbara Kirchbrücher das Gemeindeprojekt „Johannesgarten – Gemeinschaftsbeete an der Versöhnungskirche“.
Im Außenbereich der Kita St. Apollonia wurde ein Bienenkorb und Hochbeet aufgestellt, ein Ameisenbeet in Form einer Kräuterspirale gebaut, diverse Beerensträucher und Tomatenpflanzen für den kleinen Hunger zwischendurch in niedrigen Kübeln angesiedelt sowie eine bunte Wildblumenwiese angelegt. „Sogar ein Ameisenbär ist in den großen Garten eingezogen“, erklärt Reuter. Das zutrauliche Stofftier beantwortet Briefe der Kinder und verschenkt Blumensamen. Teilweise finden die Projekte auch in Zusammenarbeit mit den Eltern der betreuten Kinder statt. „Die Projekte wurden nachhaltig angelegt und werden in den kommenden Jahren weitergeführt“, betont Reuter. So lernen die Kinder nicht nur, wie man Pflanzen säht und pflegt, sondern auch über zahlreiche Insektenarten und dem friedlichen Umgang mit ihnen. „Die vor Beginn des Projektes von Eltern geäußerte Sorge, dass ihre Kinder von Bienen gestochen werden könnten, war unbegründet.“ Zudem wurde die umfangreiche Arbeit in – und mit – der Natur belohnt: Die Kita St. Apollonia landete beim letzten Wettbewerb der Initiative „Deutschland summt“ auf dem ersten Platz. Auf dem kleineren Gelände der Kita St. Severin werden mit Unterstützung der Bezirksvertretung aktuell Hochbeete angelegt, in denen zahlreiche Gemüsearten von Mangold bis Kohlrabi und Wildblumen gepflanzt und ausgesät werden. Auch hier sollen den Kindern dadurch naturnahe Themen vermittelt und die Wissenslücke zwischen Acker und Nahrungsmittel geschlossen werden. Müller beschreibt das Projekt mit den Worten: „Aus den Blüten ist eine Frucht geworden – und zwar nicht aus dem Supermarkt, sondern selbst angepflanzt!“.
Im Urban Gardening Projekt „Johannesgarten“ wird in der Johannesstraße ein Bereich der Rasenfläche zwischen dem Gemeindezentrum und der Urbanstraße aufbereitet und mit Gemüse, Obststräuchern und -bäumen bepflanzt. Dabei entstanden laut Kirchbrücher anfänglich große Herausforderungen: „Die Wiesenfläche war durch eine vorherige Nutzung als Standort eines Planschbeckens und davor eines Beachvolleyballfeldes stark verdichtet. So musste unter anderem eine dicke Sandschicht abgetragen werden.“
Im Schatten eines bereits vorhandenen Wallnussbaumes soll ein grüner Aufenthaltsraum geschaffen werden. Auch Kirchbrücher betont die zukunftsorientierte Planung des Projektes: „Nächstes Jahr soll es weiter gehen, das Gelände kann noch erweitert werden“. Freude erläutert ergänzend die Kooperation mit einem Imker, der im Gemeinschaftsgarten einen geeigneten Standort für drei Bienenstöcke gefunden hat. Die Gartengruppe des „Johannesgartens“ freut sich auf neue Mitstreiter*innen im gemeinschaftlichen Gärtnern. Jede*r ist willkommen – auch ohne gärtnerische Vorerfahrung.
Unter www.aachen.de/aachenblueht ist das Programm von „Aachen blüht“ bis zum Abschluss der Kampagne im November einsehbar. Und nicht vergessen: Gleich noch ein Foto von allem was blüht machen und mit dem Hashtag #aachenblüht ganz Aachen teilhabenlassen!
Archiv des Autors: agentur176
Rikscha-Projekt
Mobilität für Menschen mit Einschränkungen ermöglichen. Dies ist der Grundgedanke des Rikscha Projektes des Seniorenzentrum St. Severin. Johann Steffens, Pflegedienstleiter der Einrichtung, stellte in der Juni Sitzung der Bezirksvertretung das neue Projekt vor. „Wir möchten mit Rikscha Projekt den Menschen, jung oder alt, Mobilität und den Kontakt zu anderen ermöglichen“, beschreibt Johann Steffens die Idee hinter dem Projekt. Die Rikscha ist ein E-Bike, bei dem vorne zwei Personen Platz haben und hinten tritt ein ehrenamtlicher Fahrer in die Pedale. Die Unterhaltungskosten werden mit Unterstützung der Caritas getragen und auch ehrenamtliche Fahrer können von der Caritas angefragt werden. Die Neuanschaffungskosten von 9.588 Euro bleiben beim Seniorenzentrum, das allerdings auf finanzielle Hilfe angewiesen ist. „Mit dem Rikscha Projekt könnte auch das Kneippbecken und das Café im Seniorenzentrum für mehr Menschen interessant werden“, so Steffens über die möglichen positiven Nebeneffekte des Projektes. Die Organisatorischen Fragen sind noch nicht ganz ausgearbeitet, welche Aufgaben übernimmt die Caritas und welche das Seniorenzentrum. Die zirka zweistündigen Fahrten sollen aber jeden Fall kostenlos sein und die Buchung möglichst niederschwellig. Sobald die nötigen Gelder vorhanden sind, soll das Projekt starten. Alle Fraktionen begrüßen das Vorhaben des Seniorenzentrums, vor allem im Hinblick auf die in Corona Zeiten deutlich gestiegen Vereinsamung vieler Menschen und beteiligt sich finanziell mit bezirklichen Mitteln zu 50 Prozent an den Anschaffungskosten.
Bezirksvertretung
Auch in Zeiten, in denen in der Außenwirkung nicht wirklich viel stattfindet, geht die Arbeit in den Vereinen und Institutionen weiter. Wie in so vielen Bereichen sind Ausgaben bestehen geblieben und Einnahmen gesunken. Hier kann besonders in diesem Jahr der Topf mit öffentlichen Geldern die notwendige Unterstützung leisten. In der Bezirksvertretungssitzung Anfang Mai wurde nochmal die Grundförderung, die 2013 festgelegt wurde, der AWO, des Erzählcafés, der Bücherinsel und die Freiwillige Feuerwehr mit 1000 Euro und die Förderung der IG Verein mit 2000 Euro aus den bezirklichen Verfügungsmitteln, bestätigt. Aus diesen Mitteln erhält nach Antrag der Tennis Club Eilendorf 2021 für die Jugendförderung 1000 Euro. Aus den bezirklichen Verfügungsmitteln werden die St. Apollonia Schützenbruderschaft mit 2000 Euro für eine neue Fahne, die Bücherinsel an St. Severin mit 10.000 Euro für die Renovierung, der Motorsport Club Eilendorf für Vereinsjacken für Kinder und Jugendliche, die St. Severin KiTa mit 500 Euro für ein Hochbeet und die Verwaltung für die Zukunftswerkstatt, Öffentlichkeitsarbeit und Weihnachtsbeleuchtung, in diesem Jahr unterstützt. Am Mittwoch, 30. Juni 2021, um 18 Uhr ist die letzte Sitzung vor den Sommerferien.
Grundsätzlich sind interessierte Einwohnerinnen und Einwohner zu den öffentlichen Beratungen zugelassen. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage ist eine Teilnahme aber leider nur sehr begrenzt möglich und sollte, auch zu Ihrem eigenen Schutz, gut überlegt sein.
Im öffentlichen Teil der Sitzung stehen die Themen Rikscha-Projekt des Seniorenzentrums St. Severin, Sachstandsbericht zu den Kindergartenneubauten in Eilendorf Antrag Grüne Fraktion Eilendorf, Überprüfung der Verkehrssicherheit im Bereich Herrenbergstraße; Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/Die Grünen, Satzung zur Aufhebung der Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Eilendorf“, Wasserspielplatz in Eilendorf – Interfraktioneller Antrag, weitere Anträge und Anfragen und Mitteilungen der Verwaltung auf der Tagesordnung. Die Sitzung findet im Sitzungssaal des Bezirksamtes, Heinrich-Thomas-Platz 1, Aachen-Eilendorf statt.