Unternehmen öffnen Türen für Schülerinnen und Schüler

Was passiert nach dem Abitur? Diese Frage stellen sich viele Schülerinnen und Schüler häufig erst dann, wenn sie den Schulabschluss in der Tasche haben. Soll es ein Studium sein, wenn ja, welches? Oder doch lieber eine Ausbildung? Oder vielleicht beides in Form eines Dualen Studiums? Fragen über Fragen, die nach dem Schulabschluss oft in einer Warteschleife enden und die Berufs- oder Studienwahlentscheidung erst einmal verschoben wird. Das „kostet“ oft ein Jahr.

Um dem „Nachwuchs“ auf die Sprünge zu helfen haben sich zwanzig Unternehmen aus der Region Aachen und den Kreisen Düren und Euskirchen in Kooperation mit dem zdi-Zentrum ANTalive einige tolle Aufgaben für Schülerinnen und Schüler aus den Oberstufen überlegt. Diese Aufgaben sind Bestandteile der zwei Schülerwettbewerbe „GoING & GoJob“ sowie „GoIT“.

Die beteiligten Unternehmen wollen mit realen Projekten, die die Jugendlichen in kleinen gemischten Teams in ihren Unternehmen innerhalb einer Woche lösen dürfen, ihre Türen öffnen und den Arbeitsalltag abbilden. Dabei sind die Aufgaben so vielfältig wie auch die beteiligten Unternehmen. Der Schülerwettbewerb „GoIT“ bietet besonders informatikbegeisterten Schülerinnen und Schülern Aufgaben aus dem IT – Bereich. Dabei tüfteln die Teilnehmer/innen an einer Lern-Software, steuern Lego-Roboter, analysieren Videos, testen Schaltschränke oder programmieren einen Rundenzähler für Autorennbahnen. Der Schülerwettbewerb „GoIng & GoJob“ überzeugt durch Aufgaben im Marketing, architektonischem Bauen und Konstruieren sowie chemischen Analysieren, technischem Verständnis und redaktionellem Berichten.

Am Ende der Woche stellen die Schülerinnen und Schüler ihre erarbeiteten Lösungen einer Jury vor und diese werden natürlich prämiert.

„2017 haben wir diese Art von Wettbewerben nun zum fünften Mal durchgeführt und möchten auch für das kommende Schuljahr wieder Schüler für das MINT-Studium fit machen“, wirbt Brigitte Capune-Kitka, erste Vorsitzende im Verein ANTalive e.V., für die kommenden Projekte. „Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Unternehmen sind immer wieder begeistert über die Ergebnisse, die sie erzielen konnten. Den Unternehmen helfen die Impulse, die sie von den Teilnehmern erhalten bei ihrer zukünftigen Arbeit und die Schülerinnen und Schüler kommen mit einer gehörigen Portion an Erfahrungen aus dieser Woche zurück, die ihnen in der Schule so nie geboten werden können.“ Das zdi-Zentrum ANTalive e.V. fördert und unterstützt über das Ministerium für Wissenschaft und Forschung und die Agentur für Arbeit naturwissenschaftliche und technische Workshops, Seminare und Projekte für Schülerinnen und Schüler aus der Region. Derzeit sind über 40 Schulen als Mitglieder in dem Verein gemeldet. Die Teilnahme ist natürlich kostenfrei.

Sobald es für das Schuljahr 2017/18 die aktuellen Termine gibt, wird Eilendorf Aktuell berichten und bei Interesse können sich alle Teilnehmer der Jahrgangsstufen 10-12 bzw. EF – Q2 schon mal unter www.antalive.de informieren. Fragen können interessierte Jugendliche an info@antalive.de richten oder unter Tel.: 0241 / 99744422 stellen.

Zdi-Zentrum ANTalive e.V., Krebsstraße 89, 52080 Aachen, Tel.: 0241 99744422, stollenwerk@antalive.de, www.antalive.de

Montessori-Zentrum

In den letzten Jahren wurde die Montessori-Grundschule und das Kinderhaus mehr als einmal mit Hiobsbotschaften seitens der Stadt Aachen und der Schulentwicklungsplaner konfrontiert. Doch die Eilendorfer Bezirksvertretung und die Schule sind nicht von ihrem Wunsch abgerückt, an der Kaiserstraße das Montes­sori Zentrum auszubauen.

Jetzt können alle aufatmen, denn Claudia Bossler vom Gebäudemanagement der Stadt stellte in der Junisitzung der Bezirksvertretung die Pläne für ein Montessori Lernzentrum an der Kaiserstraße vor. Erste Pläne für das dringend sanierungsbedürftige Schulgebäude wurden in einem Workshop im Frühjahr 2017 gemeinsam mit der Schulleitung, Vertretern der OGS, der Kita und dem Fachbereich 45 erarbeitet. „Hier wurde der Wunsch nach einem nachhaltigen, wirtschaftlichen Gebäude festgestellt, das auf multifunktionale Raumnutzung ausgelegt ist und eine zukunftsorientierte Bildungslandschaft bietet.“ Zu diesem Zeitpunkt war auch die Prüfung des Gebäudes abgeschlossen. Dabei ergab sich, dass der sogenannte Zwischenbau, den der Altbau und die derzeitigen Räume der Grundschule verbindet, wegen seines besonders schlechten Zustandes abgerissen werden muss.

An dieser Stelle wir ein neuer Mittelteil entstehen, der als „multifunktionale Mitte“ von Kita und Schule mit gemeinsamem Eingangsbereich, Versammlungsraum, einer Mensa und Therapieräumen genutzt werden soll. Diese Mehrzweckhalle könnte möglicherweise auch für außerschulische Veranstaltungen der Eilendorfer genutzt werden. Der zweizügigen Grundschule werden nach dem Umbau 1.700 Quadratmeter zur Verfügung stehen und ein erstes Raumkonzept der Workshop-Beteiligten ergab, dass die offene Ganztagsbetreuung im Erdgeschoss untergebracht wird und die Unterrichtsräume, Verwaltung- und Schulleiterbüros ins Obergeschoss ziehen. Auch dem wachsenden Bedarf an Kindergartenplätzen in Eilendorf, der vor Monaten schon Thema in der Bezirksvertretung war, wurde die Stadt mit dem Ausbau der Kita auf 680 Quadratmeter und fünf Gruppen gerecht. Beide Turnhallen sollen erhalten bleiben, dagegen werden die Pavillons an der Seite Karlstraße abgerissen. Auch wenn der gerade erst für die Flüchtlinge renovierte Gebäudeteil nicht als Schul- oder Kitaraum eingeplant ist, ist es der Wunsch aller Eilendorfer Politiker, diesen Teil für mögliche andere Nutzung in Zukunft zu erhalten.

Für die Zeit des Umbaus wäre ein Umzug der Montessori Grundschule in die Räume der ehemaligen Grundschule Barbarastraße vorgesehen. Doch zunächst müssen die Vorschläge aus dem Workshop durch die städtischen Planer ausgearbeitet werden. Sollte dies wie vorgesehen ablaufen, können die Arbeiten 2019 oder 2020 starten.

Zurückblicken um Zukunft zu gestalten

Heimat erforschen, Heimat erleben und Heimat mit zu gestalten hat sich der Eilendorfer Heimatverein schon seit 1983 zur Aufgabe gemacht. Seither hat der Verein viel aufgebaut. Das Archiv in der Weißen Schule am Kirchplatz birgt historische und zeitgeschichtliche Dokumente, Bilder und Quellen aus 779 Jahren Eilendorf. Aber nicht nur die Vergangenheit liegt dem Heimatverein am Herzen, auch in die Zukunft hat der Verein schon viel investiert. Ganz aktuell ist zum Beispiel das Wissen über das ursprüngliche Umfeld des Eilendorfer Bahnhofs gefragt. Mit den Umbauplanungen der Stadt Aachen und der Deutschen Bahn kommen Fragen über Besonderheiten des Gebietes auf und diese werden an den Heimatverein herangetragen. Dies ist nur ein Aufgabenfeld, das sich mit Geschichte und Zukunft zugleich beschäftigt. Helmuth Kind, Vorsitzender des Heimatvereins, erinnert sich in diesem Zusammenhang immer gerne an den Ausspruch seines Fahrlehrers: „Immer in den Rückspiegel gucken, bevor man weiterfährt.

“ Somit gibt es auch für die Jüngsten im Dorf die Möglichkeit, vom Heimatverein zu profitieren. Das Projekt Bauwagen auf dem Knopp steht jetzt auch wieder auf der Agenda. Die VR-Bank Eilendorf ermöglicht mit ihrer Spende von 1.000 Euro die Wiederinstandsetzung der Wagen. Hier sollen die Kinder aus den Kindergärten und Grundschulen einen Anlaufpunkt haben, um ihre Umgebung zu erkunden. Eigens dazu erarbeitet der Heimatverein Programme, mit denen den Kindern Heimat auf spielerische Weise nähergebracht wird. Gesucht werden für dieses Projekt noch Bürger, die mit den Kindern gemeinsam die Zeit an den Bauwagen verbringen. Die OT-Verlautenheide hat sich dem Projekt bereits angeschlossen. Zum einen liegt es für die Eilendorfer Nachbarn nahe, diesen Ort mit zu nutzen und zum anderen wäre die Gefahr des weiteren Vandalismus hoffentlich verringert. Interessenten, die die Bauwagen gerne nutzen möchten, können sich gerne direkt an Helmuth Kind (Telefon: 553321) wenden.

Ein weiteres aktuelles Anliegen, das dem Verein besonders am Herzen liegt, ist der Ausbau des Naherholungsgebietes. Wenn es gelingt, neue Wanderwege und Bodendenkmäler fest in den neuen Landschaftsentwicklungsplan NRW einzubringen, dann wäre ein großer Schritt zur Erhaltung der Grünflächen rund um Eilendorf gemacht. Dazu wird es ab September Wanderungen, bzw. Begehungen geben, die dokumentiert und in das Projekt Wanderwege „Wege wohin und wozu?“ einfließen werden.

Für den Herbst steht auf dem Terminplan des HVE eine Ausstellung mit Bildern von Wilhelm Sistermann, in Eilendorf aufgewachsen, Hobbyfotograf und taubstummer Vater von Maria Wallisfurth. Außerdem wird aus dem Buch „Sie hat es mir erzählt“ von Maria Wallisfurth, in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden, vorgelesen. Ein Buch über die Geschichte ihrer taubstummen Eltern, das sogar in Amerika veröffentlich wurde. Die Bilder möchte Maria Wallisfuth dem Heimatverein nach der Ausstellung überlassen. Ein ganz besonderes Geschenk für den Heimatverein, das das Archiv wird wieder um eine kostbare zeitgeschichtliche Bilderquelle erweitert.

Doch um das Archiv weiter zu erhalten, zu digitalisieren und nutzbar zu machen, braucht es Bürger, die sich für Heimat einsetzen. Ob es nun Ur-Eilendorfer oder Neu-Eilendorf sind, Eilendorf kann Heimat für jeden sein. Der Heimatverein zählt zwar immer noch 500 Mitglieder, davon sind allerdings nur 80 Bürger unter 60 Jahren. Da ist noch viel Platz für Neues und Neue.

Aktive Mitglieder zu finden, die sich an Projekten, am Heimatforum und an Fahrten und Ausflügen beteiligen, ist ein besonderes Anliegen von Helmuth Kind.