In der November Sitzung der Bezirksvertretung wurde den anwesenden Gästen und Fraktionsmitgliedern der neue stellvertretende Bezirksamtsleiter Ron-Roger Breuer vorgestellt. Seit kurzem arbeitet der 31jährige an der Seite von Bezirksamtsleiter Martin Freude. Ron-Roger Breuer ist seit 14 Jahren bei der Stadtverwaltung Aachen tätig. Nach mehrjähriger Tätigkeit im Sportamt sowie im Ordnungsamt der Stadt Aachen, war er zuletzt Leiter des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes. In seiner neuen Funktion ist er nun zuständig für alle ordnungsrechtlichen Angelegenheiten wie beispielsweise Gaststätten, Hunde, wildem Müll sowie für die Vergabe und Verwaltung der Sportstätten und des Vereinshauses in Eilendorf.
Dieses Sachgebiet hat Ron-Roger Breuer von Frau Theißen übernommen, die auch die Bürger aus jahrzehntelanger Tätigkeit im Stadtbezirk Eilendorf kennen. Für die geleistete Arbeit von Frau Theißen danken auch auf diesem Weg Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler und Amtsleiter Martin Freude.
Ron-Roger Breuer freut sich auf seine neuen Aufgaben und möchte seine Erfahrung aus seinen vorherigen Tätigkeiten für die Bürgerinnen und Bürger in Eilendorf einsetzen. Herr Breuer ist an seiner neuen Arbeitsstätte im Eilendorfer Bezirksamt unter der Telefonnummer 0241-4328210 zu erreichen. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler und Bezirksamtsleiter Martin Freude hießen den neuen Mitarbeiter offiziell in Eilendorf willkommen und freuen sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit.
Jüdische Familien in Eilendorf, sie lebten unter uns“, mit diesem Kapitel schlägt der Eilendorfer Heimatverein ein neues Kapitel auf. Nach drei Jahren intensivster Arbeit liegen nun die neuen Heimatblätter auf dem Tisch und darin finden sich Geschichten von Menschen wieder, die einmal Teil des Lebens in Eilendorf waren. Geboren, geheiratet und zurückgekommen, anhand der Geschichten unter anderem von Familie Pauly und Familie Wallach soll, wenn auch erst sehr spät, der Beginn eines neuen Dialoges stattfinden. Helmuth Kind, Vorsitzender des Heimatvereins, betont ausdrücklich, dass „dieses Buch kein Schlussstrich“ sein wird. Da es keine direkten Deportationen aus Eilendorf gab, sondern jüdische Familien von Eilendorf aus zunächst in Aachener Sammelunterkünften gebracht wurden, gibt es in den Unterlagen offiziell keine Juden, die aus Eilendorf deportiert wurden. Doch viele mussten ihre Heimat verlassen, sowie Familie Pauly. Anhand dieser Geschichte der Familie aus den USA, die jahrzehntelang auf der Suche nach ihren Wurzeln war, wird dem Leser das Schicksal einzelner nah gebracht. Wie so viele haben sie nach dem Krieg ihre Verwandten gesucht. Doch seitens der Behörden gab es zwischen 1933 und 1938 keine Juden, obwohl im Jahr 1933 noch 29 Juden in Eilendorf gemeldet waren. 1938 wurden Listen mit deportierten Juden zur Einsicht freigegeben. Doch wie erwähnt, brachte das viele auch nicht weiter. 1946 versuchte die Familie Pauly über eine Annonce, Kontakt herzustellen, gleiches versuchte sie nochmals 1978, vergeblich. Über diese Suche findet der Leser in den Heimatblättern ein Interview, ungekürzt und damit authentisch. Mit der Gründung des Heimatvereins 1983 hatten viele Suchende endlich einen Ansprechpartner. Von Beginn an sammelte Hubert Beckers Dokumente, Fotos, Urkunden und alles was ihm zugetragen wurde und legte damit den Grundstein für die jetzige Aufarbeitung.