Auf dem diesjährigen Eilendorfer Weihnachtsmarkt wurde das Lastenrad von der Bürgergruppe Fahrradfreundliches Eilendorf offiziell eingeweiht. Eine Vielzahl von interessierten Besucherinnen und Besuchern nutze die Möglichkeit sich über die Ausleihmöglichkeit und das Rad zu informieren. Auch Heimatverein Mitglied Josephine Reiff, geborene Bartz, nach der das Eilendorfer Lastenrad benannt wurde, machte sich gemeinsam mit der Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler und dem Bezirksamtsleiter Martin Freude ein Bild vom „Finchen“. Sie war begeistert vom neuartigen Elektroantrieb, der ihr in früheren Zeiten eine deutliche Erleichterung im Alltag mit ihrem Lastenrad gewesen wäre. Finchen Reiff hat bereits in den frühen 40er Jahren des letzten Jahrhunderts mit einem Lastenrad die Einkäufe aus ihrem Lebensmittelgeschäft in Eilendorf ausgeliefert. Die heute 92-jährige freut sich über die Namenswahl und wünscht sich weitere Lastenräder für Eilendorf, da sie diese „för en jou Saach“ hält. Eine Probefahrt durfte natürlich auch nicht fehlen. Kurz vor Weihnachten wurde auch die eigens für Lastenräder konzipierte Garage geliefert, die sich hinter dem Bezirksamt Eilendorf auf dem Parkplatz befindet. Dort kann das Rad ab Januar kostenfrei über das Buchungsportal www.beladeschaeng.de ausgeliehen werden. Voraussetzung ist eine einmalige Registrierung und eine nachgewiesene Einführung mit Probefahrt.
Für die Registrierungsdaten wenden Sie sich bitte mit Ihrem Namen, Adresse und einer Telefonnummer an das Bezirksamt Eilendorf per Mail: Bezirksamt.Eilendorf@mail.aachen.de oder melden Sie sich einfach telefonisch im Bezirksamt bei Ron-Roger Breuer unter 0241-4328210.
Weitsicht“ ist das Motto der aktuellen Werkreihe der Aachener Künstlerin Dorothee Schmidt. Mit einer kleinen Vernissage am Samstag, dem 16. November eröffnete die Künstlerin in der Eilendorfer Buchhandlung „Das Buch“ eine kleine Ausstellung. Bis Mitte Januar bietet Inhaber Marcel Emonds-pool seinen Kunden die Möglichkeit, die Bilder anzuschauen und auch käuflich zu erwerben.
Die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger unter den Eilendorfer kennen Lastenfahrräder noch aus früheren Zeiten. Auch Heimatverein Mitglied Josephine Reiff, geborene Bartz, erinnert sich noch sehr gut an die Zeit, in der nicht jede Familie ein eigenes Auto hatte. Die Familie von Josephine Reiff führte damals im Oberdorf ein Lebensmittelgeschäft. Von den sogenannten „Tante Emma Läden“ gab es in Eilendorf seinerzeit um die zwanzig und Josephine Reiff erinnert sich an den Alltag im Geschäft, „als dort die Ware noch eingetütet wurde und es Gurken noch aus dem Fass gab.“ Auch über die nicht unwichtige soziale Bedeutung dieser Geschäfte „als über die Ladentheke hinweg noch Zeit für ‚Verzällchen’ war und angeschrieben werden konnte, auch noch bis zum Lohntag“, weiß die Eilendorferin zu erzählen. Am Freitag war traditionell Fischtag und da gab es dann auch grüne Heringe und etwas Wurst oder Käse oder Süßes für die Kinder zum Wochenende.