Entspannen im neuen Kneipp Becken

Ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur führen und auf diese Art aktiv vorbeugen und Heilung finden“ lautet der Grundsatz des Heilverfahrens nach Sebastian Kneipp. Die Gesundheit zu fördern und zu erhalten ist mit natürlichen Methode des Fußbadens in Form des Storchengangs oder des Armbadens sehr einfach möglich. Mit dem neuen Kneipp- Wassertretbecken im Garten des Seniorenzentrums St. Severin haben jetzt auch Eilendorfer Bürger die Möglichkeit, sich und ihrem Körper etwas Gutes zu tun. Nach über einem Jahr Planungs- und Bauzeit freuen sich alle Beteiligten bei bestem frühsommerlichem Wetter gemeinsam mit geladenen Gästen und Bewohnern des Seniorenheims, die neue Attraktion einweihen zu können.

Mit der Idee eines Kneipp-Beckens auf dem Gelände des Seniorenzentrums wollte Monika Kames-Austinat, Leiterin des Seniorenzentrums an der Kirchfeldstraße, schon seit einiger Zeit etwas für die Einrichtung aber auch für ganz Eilendorf tun. „Es bedurfte viel Überzeugungskraft“ Seitens der Ideengeberin, den Benefit eines Kneipp-Beckens für das Seniorenzentrum und den ganzen Bezirk, sämtlichen Skeptikern deutlich zu machen. „Dank der Großen Unterstützung der Bezirksvertretung und Verwaltung können die Gäste sehen, dass sich der Einsatz gelohnt hat“, bedankt sich Monika Kames-Austinat bei Elke Eschweiler und Martin Freunde.

Die Projektleiterinnen Tanja Dirven und Madeleine Aimée Broichahausen, stellvertretende Vorsitzende und Vorsitzende des Kneipp-Verein Aachen, haben das Vorhaben und die Umsetzung geleitet und freuen sich ebenfalls auf die Inbetriebnahme des zweiten öffentlichen Kneipp-Beckens in Aachen. Für die Anlage auf dem Gelände des Seniorenzentrums bot sich ein Aufsatzbecken ideal an. Das fertige Becken konnte mit einem Kran auf die vorbereitete Gartenfläche aufgesetzt werden, daher war die eigentliche Bauzeit sehr gering. Außerdem bietet das Becken die Möglichkeit sich auf den Rand zu setzten, die Nutzer können nicht reinstolpern und es fallen weniger Tiere in das Becken. Beste Voraussetzungen für zukünftige Kneipp-Gänger das Immun- und Herz-Kreislaufsystem zu stärken und die Arterien zu schulen. Neben dem Kneipp-Becken werden in der Einrichtung, unter ehrenamtlicher Leitung von Madeleine Aimée Broichahausen, Kneippschulungen zu Ernährung, Bewegung, Ganzheitlicher Gesundheit und innerer Ordnung, angeboten.

„Vergesst mir die Seele nicht“ zitiert Elke Eschweiler den Pfarrer Sebastian Kneipp und sieht auch diesen Ansatz mit dem neuen Kneipp-Becken und dem gelungenen Gesamtkonzept rund um erfüllt. Und nach einem großen Dank an alle, die sich für die Umsetzung eingesetzt haben, kündigte die Bezirksbürgermeisterin an „Ich komme!“

Rund um das Becken hat sich in den letzten Woche Friedrich Sistermann um die
Gestaltung des Gartens gekümmert und wird auch in Zukunft ehrenamtlich die Aufgabe des Kneipp-Meisters übernehmen. Leider ist es derzeit aus gesundheitlichen- und hygienischen Gründen nicht möglich das Becken, wie vorgesehen, für alle Eilendorfer frei zugänglich zu machen. Sobald dies aber wieder möglich ist, wird die Einrichtung unter vorgegebenen Hygienemaßnahmen, das Kneipp-Becken für alle Eilendorfer, Jung wie Alt, öffnen.

Sport im Park

Trotz Corona und vielen Abstandsregelungen sowie Hygieneauflagen fand auch in diesem Jahr ein verkürzter Aktionszeitraum von Sport im Park statt. Neben dem Moritz-Braun-Park auch auf der Grünfläche im Neubaugebiet Breitbenden. Bereits in der ersten Woche kamen über 250 Sportler zu sechs Veranstaltungsangeboten. Neben privaten Sporttrainern waren in diesem Jahr auch wieder der Eilendorfer Turnverein mit Sandra Broichhausen und Heike Horres sowie der Reitverein Aachen mit Lena Rosskamp als Trainerinnen in Eilendorf aktiv.

Planungen für den Umbau der Montessori Grundschule sind abgeschlossen

Auf diesen Tag hat nicht nur die Schulleiterin der Montessori Grundschule Kaiserstraße Ferial Al-Moufti hin gefiebert. Bezirksvertretung, Verwaltung und allen Beteiligten viel ein Stein vom Herzen, das es sozusagen auf den letzten Drücker den Bauplanern gelungen ist, ein Umbaukonzept zu erstellen, das sowohl das Montessori-Konzept, die Kosten, die Denkmalpflege, den Abriss nicht zu erhaltender Gebäudeteile und noch einiges mehr beinhaltet. Mehrfach konnten eingereichte Pläne nicht realisiert werden und es drohte dem Projekt, aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ herauszufallen. In der Bezirksvertretungssitzung Anfang Juni konnte Klaus Schavan, Technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements der Stadt Aachen, den finalen Umbauplan in Eilendorf vorstellen. Selbst Susanne Schwier, Beigeordnete für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport, hat sich an dieser Stelle für den „schweren Weg, den die Planungen genommen haben und die nicht optimal gelaufen sind“, persönlich entschuldigt. Mit der zügigen weiteren Konkretisierung des Projekts, sieht Susanne Schwier der Umsetzung des Montessori-Lernzentrums 2023 positiv entgegen. „Wir sehnen uns zu dem Tag, an dem die Maßnahme umgesetzt wird“, beschreibt auch Klaus Schavan die Ungeduld aller Beteiligten nach drei Planungen und drei Kostenschätzungen und erläutert die aktuellen Umbaupläne den Sitzungsteilnehmern.

Tatsächlich ist das Montessori Bauprojekt nicht eine Maßnahme, sondern aufgeteilt in vier Bau- und Umbauabschnitte. Ein Teilabschnitt ist die Sanierung des alten Schultrakts von 1953 zum Klassentrakt, zum Zweiten wird der alte Mittelbau abgerissen und an gleicher Stelle eine neue Mitte für Mensa und Aula entstehen. Darüber hinaus soll dieser Trakt als Veranstaltungsraum allen Eilendorfer Institutionen und Vereinen zur Nutzung zugänglich sein. Nach Prüfung des Denkmalschutzes, wird der Altbau ebenfalls saniert und mit dem Abriss des Labortrakes von 1980 sind die Planungen für den Umbau der Montessori-Grundschule abgeschlossen. Die Barrierefreiheit für das Gesamtkonzept ist mit eingeplant und in die weiteren detaillierteren Planungen werden Lehrer und Kinder mit einbezogen. Der Neubau der Neuen Mitte wird mit einer Außenfassade aus Holz versehen und nachdem die Stadt Aachen 20 Jahre keine Holzfassaden mehr verbaut hat, freut sich Klaus Schavan besonders über dieses ökologische Umdenken im Bauwesen der Stadt Aachen. Bei ausreichenden finanziellen Mitteln stellte er sogar eine mögliche Spielfläche auf dem Flachdach des Klassentraktes in Aussicht. Die zwei nächsten Planungsphasen sollen nun schnell über die Bühne gehen, da sämtliche Zeitreserven aufgebraucht sind und die Fördergelder an Fristen gebunden sind. Somit ist mit einem Baubeginn Anfang 2021 zu rechnen und für die Bauzeit werden circa 30 Monate angesetzt.

Ursprünglich sollte auch das Montessori Kinderhaus in das Projekt integriert werden, aber aus Kostengründen haben sich alle Beteiligten dafür entschieden, den Umbau des Montessori Kinderhauses an einen Investor zu übergeben. Bezirksbürgermeistern Elke Eschweiler ist bezüglich der Suche nach einem Investor sehr optimistisch und die Realisierung dieses nächsten Bauprojektes geht auf diese Weise auch deutlich schneller. „Dieses Projekt ist für Eilendorf ein Meilenstein“, freut sich Elke Eschweiler über den nun bevorstehenden Start des Wunschprojektes. An dieser Stelle dankt Sie auch der Schulleitung Ferial Al-Moufti und den Elternvertretern für die konstruktive Zusammenarbeit. „Viele Menschen waren an dem Prozess beteiligt und alle Vertreter aus Schule und Elternschaft sind zufrieden mit der jetzigen Planung, auch wenn nicht alle Wünsche umgesetzt werden konnte“, freut sich auch Ferial Al-Moufti über die gefundene Lösung und den baldigen Start des Umbaus.

Schulbuslinie für die Kinder der Montessori Grundschule
Um die zügige Umsetzung des Bauprojekt Montessori Lernzentrum zu gewährleisten, ist ein Umzug der Schule für die 30monatige Umbauzeit nicht zu umgehen. Für diese Zeit wird das Gebäude der ehemaligen Grundschule Barbarastraße wieder für Schüler hergerichtet. Sorgen bereitete den Lehrern, Erziehern und vor allem den Eltern der Schulweg. Für viele Kinder wird der Schulweg aus Eilendorf in die Barbarastraße nicht mehr zu Fuß zu bewältigen sein. Auch für dieses Problem gab es verschiedene Vorschläge und schlussendlich wurde in der Bezirksvertretungssitzung Anfang Juni die Variante des Einsatzes eines Verstärkerbusses der ASEAG als Schulbus einstimmig beschlossen. Diese Fahrten würden im Linienverkehr als Verstärkerfahrten auf dem Weg der Linie 2 zwischen den Haltestellen Hahnweg (über eine mögliche andere Starthaltestelle könnte noch diskutiert werden) und Barbarastraße durchgeführt werden. Die Hinfahrt würde gegen 8 Uhr, bzw. 8.05 Uhr, an der Haltestelle Barbarastraße enden und zwei Busse würden zu den Endzeiten der OGS um 15 Uhr und eine weitere um 15.30 Uhr von der Haltestelle Barbarastraße die Kinder wieder nach Eilendorf zurückfahren. Alle drei Fahrten werden täglich mit OGS Personal begleitet und sichern somit den reibungslosen Schulweg mit dem Bus für die Kinder. Zusätzlich zu den Kosten des Verstärkerbusses übernimmt die Stadt Aachen auch die Kosten für Kinder, die keinen Anspruch auf das School & Fun Ticket der ASEG haben. Mit dieser Lösung hofft die Schule vor allem den Eltern die Sorge um den Schulweg zu nehmen und auch weiterhin den großen Zuspruch, den sich die Schule in den letzten Jahren erarbeitet hat, auch in Zukunft zu erhalten.