Waldbrandgefahr

Auch wenn in unserer gesamte Region in den letzten Wochen die Wassermassen für eine historische Katastrophe gesorgt haben, bleibt auch in Zukunft das Problem zunehmender Waldbrände bestehen. Daher weist die Feuerwehr Aachen gemeinsam mit dem Forstamt der Stadt darauf hin, dass Rauchen und offene Feuer im Wald ausdrücklich verboten sind. Das Rauchverbot gilt NRW-weit vom 1. März bis zum 31. Oktober, offenes Feuer ist ganzjährig untersagt. Über 90 Prozent der Waldbrände haben keine natürliche Ursache. Umso wichtiger ist es daher, dass sich Waldbesucher*innen an die geltenden Regeln halten und achtsam im beliebten Öcher Bösch und in allen weiteren Aachener Waldgebieten unterwegs sind. Im NRW-Landesforstgesetz heißt es wörtlich, dass „im Wald oder in einem Abstand von weniger als einhundert Meter vom Waldrand […] außerhalb einer von der Forstbehörde errichteten oder genehmigten und entsprechend gekennzeichneten Anlage das Anzünden oder Unterhalten eines Feuers oder die Benutzung eines Grillgerätes sowie das Lagern von leichtentzündlichen Stoffen nicht zulässig“ ist. Dies umschließt in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober auch ein grundsätzliches Rauchverbot. Bei Verstoß ist ein Bußgeld bis zu 25.000 Euro möglich.

Wer beim Spaziergang Rauch sieht oder im Wald ein Feuer entdeckt, sollte unverzüglich über den Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren. Bei der Meldung kann man sich im Wald an den ausgeschilderten Rettungspunkten orientieren. Wenn es gefahrlos möglich ist, sollte man die Einsatzkräfte erwarten und einweisen.

Weitere Infos zum Öcher Bösch und zum richtigen und respektvollen Verhalten im Wald finden Sie unter www.aachen.de/wald.

Kita Breitbenden muss komplett neu geplant werden

In der Sache Kindergarten Neubau Breitbenden wurde die Bezirksvertretung in der letzten Sitzung vor der Sommerpause mit guten und gleichzeitig schlechten Neuigkeiten konfrontiert. Mit Klaus Schavan, Technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements der Stadt Aachen, Heinrich Brötz, Leiter des Fachbereich Kinder, Jugend und Schule und Claudia Novak, Planerin in Fachbereich Verkehr, kamen gleich drei Vertreter der Stadt Aachen auf Anfrage der Eilendorfer Grünen Fraktion, um über den Sachstand des Kita Baus zu berichten. Es wurde schnell klar, dass eine schnelle Umsetzung des Baus im Neubaugebiet, wie von der Bezirksvertretung gewünscht wurde und zunächst Seitens der Stadt Aachen auch so realisiert werden sollte, nicht erfüllt werden kann.
„Während der Planung in den letzten Monaten wurde bereits versucht, die ursprüngliche Gruppengröße der Kita Breitbenden von sechs Gruppen auf acht Gruppen zu erweitern, um den nötigen Bedarf an Kita Plätzen annähernd zu decken. Dies hat schon viel Arbeit erzeugt und man hat versucht alle Möglichkeiten auszuschöpfen, dies zu ermöglichen“, so Klaus Schavan zu den bereits geleisteten Planungen. „Doch leider ist auf dem Grundstück eine Achtgruppige Kita nicht realisierbar.“ „Da in Eilendorf großer Nachholbedarf an Kita Plätzen besteht, laufen nun die Planungen in Richtung zwei Fünfgruppiger Kitas“, erklärt Heinrich Brötz die neuen Planungen. Die Kita in Breitbenden könnte, aufgrund der bereits bestehenden Planungen am schnellsten realisiert werden. Für die zweite Kita besteht die Option, auf einem Grundstück am Kleebach/Ulmenallee einen weiteren Neubau zu errichten. Damit wäre Eilendorf bei den Ü3 Plätzen ausreichen und mit den U3 Plätzen fast an die nötigen 50 Prozent, versorgt.
„Auch Verkehrstechnisch würde eine große Kita in Breitbenden das Gebiet überfordern“, weiß Claudia Novak und ist sehr froh über die zeitige Einbindung der städtischen Verkehrsplanung bei den anstehenden Projekten.
„Im Zuge des Klimawandel, hat ein komplettes Umdenken im Baubereich stattgefunden. Für den Fachbereich ist es sehr schwierig geworden, mit den neuen Vorschriften zu planen und es geht daher leider nicht schneller voran“, erklärt Klaus Schavan die Vorteile und Nachteile des Umbruchs. Dafür darf sich der Bezirk freuen, der Erste zu sein, in dem für die Zukunft gebaut wird. Das heißt, zertifizierter Nachhaltigkeitsbau, Kitas mit Mobilitätskonzept und es wird verstärkt mit Holz gebaut. Für den Fachbereich Bau bedeutet dies ein komplettes neues Bauen. „Wir werden versuchen Abläufe zeitgleich zu bearbeiten, um Zeit zu sparen, trotzdem wird es eine Zeitverzögerung von drei Jahren geben,“ ist die schlechte Nachricht von Schavan, vor allem für die Familien, die in den nächsten Jahren für ihre Kinder in Eilendorf Betreuungsplätze suchen.
Die Bezirksvertretung weißt noch auf ein mögliches weiteres Baugrundstück auf Trimpersfeld hin und auch dies wird von den städtischen Vertretern mit in die weiteren Überlegungen aufgenommen. Trotz aller Erklärungen Seitens der Fachbereiche, sind alle Fraktionen endtäuscht über die neuerliche Verzögerung des so dringend benötigten Kita Neubaus. Auch wenn die Stadt schon nach Immobilien für eine vorläufige Betreuung in zwei Gruppen Ausschau hält, wird das Betreuungsproblem in Eilendorf noch länger als gewünscht andauern. Nur beim Bau des Montessori Kinderhauses an der Kaiserstraße zeichnet sich ein baldiger Baubeginn ab. Die Stadt hat einen Investor gefunden, dessen Entwurf mit Eingliederung des Denkmalgeschützen Hauses, überzeugt hat. Es gibt zwar noch offene Fragen, doch auch hier hofft man auf schnelle Lösungsvorschläge des Investors und nach Einigkeit geht es in die Beschlussfassung. Damit sollte die Kita an der Kaiserstraße noch vor Breitbenden realisiert werden und an dieser Stelle kommen noch zwei weitere Gruppen hinzu.

Bezirksvertretung

Themen in der letzten Eilendorfer Bezirksvertretungssitzung vor der Sommerpause waren die Verkehrssicherheit auf der Herrenbergstraße, der notwendige Brückenneubau Wolfsbendenstraße und ein Wasserspielplatz für Eilendorf. Auf Antrag der Grünen Fraktion im November 2020 wurde Seitens der Stadt Aachen die Verkehrssicherheit auf der Herrenbergstraße geprüft.
Den Antragstellern lag die Situation, Aufgrund des nicht vorhandenen Gehweges, der Fußgänger und Radfahrer besonders am Herzen.
„Der ruhende Verkehr ist das Problem. Durch das ungeordnete Parkverhalten der Anwohner wird das Problem für die Fußgänger verstärkt. Die Situation ist jedoch nicht ohne Umbaumaßnahmen neu zu ordnen,“ berichtet Claudia Novak, Verkehrsplanerin der Stadt Aachen, über die Auswertung der Prüfung. Aufgrund des vergleichsweise geringen Verkehrsaufkommens, sieht die Verwaltungen derzeit keinen Handlungsbedarf und plädiert an die Anwohner, ihr Parkverhalten zugunsten der Fußgänger anzupassen. „Es würde umfangreiche bauliche Maßnahmen erfordern. Gemäß den Beobachtungen vor Ort ist die Frequenz des Fuß- beziehungsweise motorisierten Verkehrs vergleichsweise gering und daher stehen der Aufwand und die Kosten eines baulichen Eingriffs nicht in einem ausgewogenen Verhältnis“, so das Fazit der Aachener Verwaltung. Es wurde aber von der Bezirksvertretung angeregt, das mobile Geschwindigkeitsmessgerät aufzuhängen.
Dafür werden die Eilendorfer früher als geplant einen Brückenneubau an der Wolfsbendenstraße bekommen. Seit der Prüfung 2015 hat sich der Zustand der Eisenbahnbrücke deutlich verschlechtert. Die letzte Prüfung ergab einen nicht mehr ausreichenden Bauwerkszustand. Der Brückenneubau war ursprünglich in 20 Jahren geplant, auch eine umfangreiche Sanierung würde diese Zeitspanne jedoch nicht standhalten. Daher schlägt die Verwaltung, nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung 2019, in der die prognostizierten Kosten einer Sanierung einem Ersatzneubau gegenübergesellt wurden, den sofortigen Ersatzneubau des gesamten Bauwerks vor. Die Bezirksvertretung empfiehlt dem Mobilitätsausschuss , die Planung des Ersatzneubaus der Brücke Wolfsbendenstraße zu beschließen.
In einem gemeinsamen Antrag der CDU, der Grünen, der SPD und der FDP wurde um eine Prüfung Seitens der Verwaltung zur Einrichtung eines Wasserspielplatzes in Eilendorf gebeten. Es sollen geeignete Orte und Konzepte erarbeitet werden und eine mögliche Prüfung der Kostenübernahme aus dem städtischen Haushalt. „Eilendorf ist ein wachsender Bezirk, in den immer mehr Familien mit Kindern ziehen. Das Spielplatzangebot ist zwar ausreichend, aber gerade für Familien, die keine privaten Grünflächen besitzen, müssen kostenlose Freizeitangebote in den Sommermonaten ausgeweitet werden. Wasserspielplätze sprechen kleinere und größere Kinder an und sind gerade in den immer wärmer werdenden Sommermonaten ein attraktives Angebot für Familien. Darüber hinaus ist es notwendig Angebote für Familien zu schaffen, die niedrigschwellig und kostenfrei sind,“ so die Begründung der Antragsteller.