Ausbau des ÖPNV in Eilendorf

Der große Schwerpunkt der Bezirksvertretungssitzung im August war der ÖPNV Ausbau und die Verkehrssicherheit in Eilendorf. Das Verkehrsplanungsbüro der Stadt Aachen und die ASEAG stellten die Ausbaupläne des ÖPNV vor. Verkehrswende bedeutet in diesem Zusammenhang mehr Anbindungen im öffentlichen Verkehrsnetz. Konkret wird die Linie 50 von Eilendorf nach Brand, die derzeit noch im Probebetrieb fährt, ab 2023 in den regulären Fahrplan aufgenommen. Wenn die Linie in Zukunft noch mehr Fahrgäste verzeichnet, kann diese auch über die derzeitigen Fahrten von montags bis freitags auch an Samstagen installiert werden.

Sollte sich auch der Ortsbus, der im Herbst in Eilendorf seinen Probebetrieb startet, etablieren, wird auch dieser, wie schon in Brand, fest in den Regelbetrieb aufgenommen. Zunächst soll der Bus nur an den Markt- Donnerstagen durch Eilendorf fahren, bei Bedarf kann auch dies noch ausgeweitet werden. Um dies möglich zu machen, sind die Bürger aufgerufen, sowohl die Linie 50, als auch den Ortsbus in Zukunft so viel wie möglich zu nutzen!

Die ASEAG hat in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Bürger ausprobieren und mitentscheiden zu lassen und dann anzupassen und sieht für die Zukunft auch noch mehr Potential im Ausbau des ÖPNV.

Statt Drucktastenampel – Halteverbot auf der Nirmer Straße
Nachdem es im März 2022 einen Unfall mit einem Kind auf dem Zebrastreifen gegeben hat, wurde in der Juni- Sitzung die Stadtverwaltung von der Bezirksvertretung beauftragt zu prüfen, ob an der Stelle des Zebrastreifens auf der Nirmer Straße/Kreuzung Birkstraße eine Drucktastenampel aufgestellt werden kann. Die Stadtverwaltung sprach sich gegen eine Fußgängerampel aus, mit der Begründung, dass die den Verkehrsfluss deutlich beeinträchtigen würde. Ein parkender LKW, der die Sicht auf den Zebrastreifen versperrte, war für die Gutachter der Hauptgrund für den damaligen Unfall. Um den Verkehrsteilnehmern aus Richtung Nirm einen besseren Blick auf den Zebratreifen zu ermöglichen, wurden nun die bestehenden Halteverbote längenmäßig ausgedehnt. Auch die Ladezone für die Gärtnerei Emonds wurde verlegt. Zusätzlich werden Verkehrshelfer aus dem Stadtgebiet eingesetzt, die die Querung des Zebrastreifens für die Schüler der Grundschule Birkstraße sicherer machen. Auch die Polizei im Bezirk soll die Situation in Zukunft im Auge behalten. Dieser Beschluss und die schon in der Sommerpause getätigte Umsetzung des Halteverbotes, hat bei der Bezirksvertretung großen Unmut hervorgerufen. Die Vertreter aller Fraktionen sind immer noch für die Aufstellung einer Drucktastenampel und geben den Beschluss erneut an die Stadtverwaltung weiter. Man will sich auch über alternative Ampelsysteme informieren, die den Verkehrsfluss nicht beeinträchtigen.

Zebrastreifen auf der Josefstraße/Kreuzung Kaiserstraße
Nachdem die Grünen Fraktion im März einen Antrag an die Verwaltung gestellt hat, auch am Zebrastreifen Josefstraße/ Kreuzung Kaiserstraße Blinklichter zu errichten, wurde zunächst seitens der Verwaltung festgestellt, dass der Zebrastreifen nicht mehr der Norm entspricht. Nach aktuellem Stand müssen für jede Fahrrichtung separate Beleuchtungsmasten errichtet werden. Die Umrüstung auf die aktuelle Zebrastreifen-Norm würde an dieser Stelle die Sicherheit deutlich erhöhen, so dass die Verwaltung diesen Schritt zunächst für ausreichend hält. Damit ist die Eilendorfer Bezirksvertretung ebenfalls nicht einverstanden und gibt auch hier wieder den Ball zurück mit der Begründung, wenn sowieso ein neuer Leuchtmast aufgestellt werden soll, es weniger baulichen und finanziellen Aufwand bedeuten würde, in einem Blinklichter mit einzurichten.

Autobahnanschluss Eilendorf
Schon seit Jahren wird das Thema eines Autobahnanschlusses im Bereich Bayersbusch diskutiert. Ist trotz Klimawandel und Mobilitätswende das Projekt noch notwendig? Bürger sind an dieser Stelle aufgefordert, am Bürgerforum zum neuen Autobahnanschluss Eilendorf am 22. September 2022 um 18 Uhr in der Gesamtschule Brand teilzunehmen.
Die Fraktion der Eilendorfer Grünen bezweifelt, dass das Vorhaben noch zeitgemäß ist. „Sicherlich wird dieses Thema kontrovers diskutiert. Die Maßnahme wird die erwartete Entlastung für die Von-Coels-Straße möglicherweise nur im Bereich bis zur Freunder Straße (und auch hier nur eingeschränkt) bringen. Die restliche Von-Coels-Straße durch ganz Eilendorf wird deswegen eher nicht weniger befahren werden. Dafür wird aber der Grüngürtel versiegelt, und ein weiterer Naherholungsbereich entfällt“.

Gemeindefest an St. Apollonia mit einem besonderen Grund

Auch die Gemeinde St. Apollonia feiert nach zwei Jahren „Corona-Abstinenz“ am Sonntag, dem 11. September 2022, wieder ein Gemeindefest und das aus einem besonderen Grund, denn vor 60 (+1) Jahren wurde die Kirche St. Apollonia durch den damaligen Bischof Dr. Johannes Pohlschneider im Beisein von Paul Zincken eingeweiht.

Mit der Festmesse in St. Apollonia um 11.15 Uhr beginnt der Tag des Gemeindefestes ganz traditionell. Hier präsentieren sich auch zum ersten Mal die „Singfrösche“ der Gemeinde in einem Gottesdienst. Die Messe wird vom Kinderchor mitgestaltet. Die meisten Sänger des jetzigen Chors haben schon als „Singmäuse“ angefangen. Für sie ist in der Coronazeit eine Eilendorfer Mäuse-Messe komponiert worden. Viele Lieder aus dieser Messe werden die jungen Sänger zusammen mit der Gemeinde singen.

Anschließend wird rund um St. Apollonia für große und kleine Gemeindemitglieder, Familien und Freunde viel geboten.

Der Gemeindeausschuss St. Apollonia hat sich entschieden aus hygienischen Gründen ausschließlich Getränke in Flaschen anzubieten. Die unterschiedlichen Biere in 0,33- und die Softdrinks in 0,2L Flaschen. Wer dazu ein Glas möchte, kann das selbstverständlich bekommen. Bei den herzhaften Speisen gibt es in diesem Jahr eine Änderung. Norbert Steffens wird drei unterschiedliche Pasta-Variationen anbieten, die mit den erworbenen Wertmarken zu erhalten sind.

Für den Verkauf von Pommes, Wurst & Co. hat man erstmalig einen externen Anbieter gewinnen können. Diese Gerichte sind am Imbisswagen bar zu bezahlen.

Ab 14 Uhr wird, wie seit Jahren bewährt, das Team der kfd St. Apollonia im Pfarrheim den Ausschank von Kaffee und Kuchen übernehmen. Diese Kaffeezeit wird von Marcel van Westen am Keyboard und der Violinistin Lisa Plecikova derart musikalisch begleitet, dass Sie sich in einem Wiener Kaffeehaus wähnen.

Für die kleinen Gäste gibt es Kinderspiele, Bastelangebote und eine Forscher-Ecke. Ein Konzert des IVEs ergänzt das Musikangebot, und es gibt eine Tanzvorführung. Zur Gründung der Kirche St. Apollonia aus der Chronik der Pfarre St. Severin: Im Jahre 1774 wird von Bewohnern des Oberdorfs eine kleine Kapelle errichtet, die nach der heiligen Apollonia, der Patronin der Zahnärzte, benannt wird. Moritz Braun, Pfarrer in St. Severin, war bereits im Jahre 1923 bestrebt, eine zweite Pfarre in Eilendorf zu gründen, doch der Antrag an den Kirchenvorstand von St. Severin, im Oberdorf einen Kirchbauverein zu gründen, wurde von diesem im Jahre 1926 abgelehnt. Während der Bauzeit des Kindergartens St. Apollonia in den Jahren 1950 bis 1954 wurde beschlossen, diesen gleichzeitig als Notkirche für das Oberdorf zu nutzen.

Am 9. Februar 1954, dem Namenstag der Pfarrpatronin, wurde hier der erste Gottesdienst gefeiert. Im gleichen Jahr konnte durch die tatkräftige Unterstützung des im Vorjahr gegründeten Kirchbauvereins eine Glocke angeschafft werden.

Durch engagierten Einsatz von Pfarrer Werner Offermann und Kaplan Paul Zincken in Zusammenarbeit mit den Eilendorfer Vereinen gelang es, den finanziellen Grundstock für den Bau einer neuen Kirche zu legen. Im Jahre 1959 konnten Dechant Brock und Kaplan Zincken den Grundstein segnen. Im März 1961 wurde das neu erbaute Gotteshaus von Bischof Dr. Johannes Pohlschneider feierlich konsekriert, die Vikarie St. Apollonia innerhalb der Pfarre St. Severin errichtet und Kaplan Paul Zincken zum Vikar ernannt. Am 1. März 1969 wurde die Vikarie zur Pfarre St. Apollonia erhoben, und Vikar Werner Werker zum Pfarrer ernannt. Dieser legte neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit großen Wert auf die Unterstützung des Kirchbauvereins. Daher konnten in der Zeit seines Wirkens viele sakrale Elemente in und um die neue Kirche angeschafft werden. Neben der Bronzeplastik der hl. Apollonia über dem Eingang auch der Tabernakel und die Orgel.

Außerdem ist es seinen Aktivitäten zu verdanken, dass im Schatten der Kirche ein räumlich großzügiges Pfarrheim gebaut werden konnte, in dem sich heute die gemeindeeigenen Gruppen wie Frauengemeinschaft, Kirchenchor und Messdiener versammeln.

Wiedereröffnung bei REWE Reinartz

Nichts Altes erinnert mehr an den Laden von vor der Wiedereröffnung“, freut sich Michael Reinartz selbst über den neuen Look seines REWE Geschäfts an der Von-Coels-Straße.

Es ist aber nicht nur der Look, über 100 Regalmeter und viele Regalkopfenden bieten die Möglichkeit vielmehr Sortiment anzubieten, und das fällt sofort auf. Modern, ansprechend und ein großes Angebot, um diese Ansprüche auch umsetzten, haben in den letzten Tagen vor der Wiederöffnung alle Marktmitarbeiter vollen Einsatz gezeigt. Das weiß auch Marktinhaber Michael Reinartz zu schätzen, dem das persönliche und gute Verhältnis zu seinen Mitarbeitern besonders wichtig ist, und das auch im neuen Ambiente obersten Stellenwert hat. Davon profitieren auch die Kunden, die selbstverständlich nicht nur in den ersten Tagen der Wiedereröffnung Anfang August von den Mitarbeitern jede nur erdenkliche Frage beantwortet bekommen. Und es gibt viel Neues zu entdecken. Dabei ist für Michael Reinartz das größte Highlight der neue Leergutautomat. „Es gab immer viel Unmut über den Stau am Leergutautomaten. Jetzt haben wir einen eigenen Leergutraum, und alle Pfandflaschen können hier abgegeben werden,“ freut sich der Inhaber über diese Entlastung für die Kunden und auch für die Mitarbeiter. Dafür musste der Markt im Eingangsbereich vergrößert werden.

Es gibt auch eine neue „Kalte Theke“ mit vielen Snacks und Sushi. Darüber hinaus bereitet ein Koch täglich mindestens ein Mittagsgericht frisch zu. Ab 11 Uhr wird dieses an der Snackbar angeboten. Die Theke mit den zahlreichen frischen Snacks bedeutet einen großen Mehraufwand und auch wieder mehr Personal, so dass der Markt nicht nur räumlich gewachsen ist und mehr im Sortiment anbietet sondern auch mehr Mitarbeiter beschäftigt werden mussten.

Der Markt wappnet sich auch für die Zukunft, zunächst wird es eine Scannerkasse geben. Die Kunden können mit einem Scangerät schon durch den ganz Markt gehen und ihren Einkauf dabei erfassen. An der Kasse dauert die Abrechnung und das Bezahlen dann nur noch zwei Minuten. Wenn dieses Modell gut ankommt können in Zukunft auch noch weitere Kassen zu Scannerkassen umgerüstet werden.

Vor dem Markt rundet der neue Unterstand für Fahrräder, der auch von den Kunden sehr gewünscht wurde, das moderne neue Entree des Marktes ab und zeigt auch hier Richtung Zukunft.

Bei allem Schönen und Neuen „die Mitarbeiter machen die Kunden glücklich und füllen den Laden erst mit Leben“, so die gleichgebliebene Philosophie von Michael Reinartz.